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Auszug - Anfrage: Gründe für die Abokunden-Verluste bei der HCR  

des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung
TOP: Ö 23.3
Gremium: Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 13.11.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:15 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum 312)
Ort: Rathaus Herne
2018/0758 Anfrage: Gründe für die Abokunden-Verluste bei der HCR
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:Ingo Heidinger
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Bensel, Heike
 
Beschluss
Abstimmungsergebnis


 

Die Fragen beantwortet Herr Klein Altstedde vom Fachbereich 53 / Tiefbau und Verkehr wie folgt:

 

 

Frage 1:  Hat die HCR bereits eigene Erkenntnisse zum Abo-Schwund in Herne? Wenn ja, welche?

 

Antwort 1: Nach Auskunft der HCR, sind wesentliche Einflüsse auf das Sinken der Abozahlen im VRR auf die Einführung des SozialTickets seit 2011 zurückzuführen. Zahlreiche Abonnenten wechselten sukzessive bis heute zur günstigeren Ticketvariante. Seit dem Jahr 2013 reduzierte sich der HCR-Abobestand um rund 1000 Dauerkunden (6%). Im gleichen Zeitraum verdoppelte sich annähernd die Zahl der SozialTicket-Inhaber auf 2400 Nutzer.

 

Den prozentual höchsten Rückgang im Abonnement musste die HCR im                                           nf-Jahresvergleich bis Juni 2018 beim Ticket1000/2000 mit rund 13% hinnehmen. Im Gegensatz zu dieser Kundengruppe veränderten sich die anderen Abonnentenzahlen                       mit -2,5% nur geringfügig.

 

Unabhängig von der Abonnentenzahl stiegen die Fahrgastzahlen bei der HCR um rund 1% im Vergleich zu den letzten fünf Jahren leicht an.

 

Eine weitere Tendenz auf der Einnahmenseite spiegeln aus HCR-Sicht die positiven Entwicklungen auf dem lokalen Arbeitsmarkt wieder. Die geringere Anzahl von                      9-Uhr-Monatskarten wird durch die Zunahme von Vollzeit-Monatskarten mehr als kompensiert.

 

In verschiedenen Arbeitskreisen der Kooperation Östliches Ruhrgebiet (KöR) hat die HCR mit ihren Partnerunternehmen in diesem Jahr neue Gestaltungsideen zu den Abo-Inhalten entwickelt und an den VRR weiter gegeben.

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 

 

Frage 2:  Wird die oben angesprochene Untersuchung des VRR auch Herne umfassen?

 

Antwort 2:  Nach Auskunft der Verantwortlichen im VRR wird die Stadt Herne bei dieser Untersuchung mit berücksichtigt. Es wird keine Einzelauswertung für jede Gebietskörperschaft geben, sondern eine Gesamtdarstellung und -analyse aller Ursachen. 

 


Frage 3:  Wie haben sich die Fahrgastzahlen insgesamt seit dem Umsetzungszeitpunkt des Nahverkehrsplans Herne-Ost auf den betroffenen Linien entwickelt?

 

Antwort 3:

Durch die Umsetzung des Nahverkehrsplans (NVP) Herne wurden diverse Linien in ihrem Verlauf zum 21.08.2017 verändert. Beispielhaft können die Linien 303 und 311 angeführt werden. Die Linie 311 wurde verlängert, wodurch die Fahrgastzahlen gestiegen sind. Die Linie 303 wurde gekürzt, was bei der Linienbetrachtung niedrigere Fahrgastzahlen zufolge hat. Beide Entwicklungen erlauben jedoch keine Aussage über Erfolg oder Misserfolg der Maßnahmen des NVP. Ein linienbezogener Vergleich von Fahrgastzahlen ist daher wenig sinnvoll.

 

Zudem entfalten Angebotsänderungen im öffentlichen Personennahverkehr ihre volle Wirkung nicht unmittelbar nach ihrer Umsetzung. Änderungen von Mobilitätsmustern benötigen eine gewisse Zeit. Ein ckwirkender Vergleich ist daher erst ab August 2019 sinnvoll.

 

Bei der gesamten Betrachtung der Fahrgastzahlen für die von der Umsetzung des Nahverkehrsplans berührten Linien (303, 311, 321, 323, 324, 333, 337, 351, 362, 367) zeigen sich, ungeachtet der vorstehenden Ausführungen, erste positive Tendenzen. Für die Monate Januar bis August ergibt sich im Jahresvergleich 2017/2018 eine Steigerung der Fahrgastzahlen um rund einen Prozent.