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Auszug - Mitteilungen der Vorsitzenden und der Verwaltung  

des Ausschusses für Umweltschutz
TOP: Ö 13
Gremium: Ausschuss für Umweltschutz Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Mi, 21.11.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:27 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum 312)
Ort: Rathaus Herne
 
Beschluss


 

13.1.     Herr Wenning vom Fachbereich 51 / Umwelt und Stadtplanung teilt bezüglich der

Georisiken bei Geothermie-Bohrungen mit, dass es im Rahmen der Erstellung von Geothermie-Bohrungen sowohl in Hamm als auch in Lünen jeweils zu einer Freisetzung großer Methanmengen in einer Tiefe von ca. 80-90 m kam.

Aufgrund dessen hat das MULNV NRW einen Erlassentwurf den unteren Wasserbehörden zu kommen lassen, um die Behörden im Zusammenhang mit der Erteilung von Wasserrechten auf den Prüfumfang und die Unternehmerverantwortung im Bereich potentieller Methanausgasungen hinzuweisen.

Das Stadtgebiet Herne liegt in diesem Bereich.

Methanausgasungen können mit entsprechenden technischen und organisatorischen Maßnahmen beherrscht werden. Daher wird zukünftig in den wasserrechtlichen Erlaubnissen das Merkblatt Sicherheitskonzept für Geothermiebohrungen“ zugefügt und der Hinweis auf die unternehmerische Eigenverantwortung und die Haftungsrisiken der Bohrunternehmer gegeben. Zukünftig wird im wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren der Geologische Dienst beteiligt.

 

Die Maßnahmen sind in Herne aus präventiver Sicht zu betrachten. Bei fast 500 Bohrungen im Stadtgebiet traten bislang zwei Fälle auf, bei denen mutmaßlich Gas ausgetreten ist.                   Eine der beiden Bohrungen wurde erst, aufgrund der neuen Erkenntnisse, rückwirkend als mögliche Methanausgasung identifiziert. Die Intensität des Gasaustritts war bei beiden Fällen als gering einzustufen.

 

 

Kontaktdaten

- zum wasserrechtlichen Verfahren:Frau Brösing -2596, annika.broesing@herne.de

- zur geologischen Situation:Herr Wenning -2851, max.wenning@herne.de

 

 

 

13.2.   Zum Thema ÖKOPROFIT interkommunal teilt Herr Wirbals vom Fachbereich 51 / Umwelt und Stadtplanung mit, dass es bereits zum siebten Mal in Herne eine Neuauflage der erfolgreichen interkommunalen Kooperation in Sachen ÖKOPROFIT (Ökologisches Projekt für integrierte Umwelt-Technik) gibt.

 

ÖKOPROFIT ist ein Kooperationsprojekt zwischen Kommunen und der örtlichen Wirtschaft mit dem Ziel der Betriebskostensenkung unter gleichzeitiger Schonung der natürlichen Ressourcen (u. a. Wasser, Energie).

Interkommunal heißt, dass die Städte Herne, Gelsenkirchen, Gladbeck und Bottrop bei der Beantragung der Fördergelder, Akquise der Unternehmen, Ausrichtung der Veranstaltungen und der Öffentlichkeitsarbeit in einer Steuerungsgruppe zusammenarbeiten.                                    Die Steuerungsgruppe wird durch die Agentur B.A.U.M. Consult aus Hamm geleitet.

 

Die Agentur führt in den teilnehmenden Unternehmen acht halbtägige Workshops zu den verschiedenen Themen der Ressourceneffizienz (z. B. Beleuchtungstechnik, Heizungs-/Klimatechnik, Mitarbeitermotivation und –kommunikation, Abfall, Wasser, Umweltrecht, Energie- und Umweltmanagement) durch. Zusätzlich sind in den Unternehmen fünf individuelle Beratungstermine zur Unterstützung bei der Bestandanalyse (Verbraucher, Verbräuche etc.) sowie der Ableitung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung vorgesehen.

 

Die Kosten für die Unternehmen sind in Abhängigkeit von der Betriebsgröße (Mitarbeiteranzahl am zu betrachtenden Standort) gestaffelt.

 

Durch das einjährige Projekt entstehen für die Unternehmen u. a. folgende Vorteile:

Reduzierung des Energie- und Materialverbrauchs und damit der Betriebskosten, Zertifizierung als ÖKOPROFIT-Betrieb (Marketing), Erarbeitung eines Energie- und Umweltmanagements, Erhöhung des Bewusstseins für umweltgerechtes Arbeiten/Verhalten in der Belegschaft.