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Auszug - Diskussion zum angedachten Beweidungsprojekt des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR) im geplanten Naturschutzgebiet "Voßnacken Nord" - Vorstellung durch den RVR  

des Naturschutzbeirates
TOP: Ö 2
Gremium: Naturschutzbeirat Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 04.12.2018 Status: öffentlich
Zeit: 16:00 - 18:15 Anlass: Sitzung
Raum: Besprechungsraum Nr. 429
Ort: Rathaus Herne
 
Wortprotokoll
Beschluss

Herr Pawlicki berichtet über das geplante Beweidungsprojekt des  Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR) im geplanten Naturschutzgebiet "Voßnacken Nord". Er weist darauf hin, dass zunächst eine Vertreterin des RVR die Planung in die Beiratssitzung vorstellen wollte. Aufgrund des derzeitigen Planungsstandes hat der RVR jedoch darum gebeten, dass die bisherige Vorplanung zunächst nur durch die Verwaltung vorgestellt wird.

 

Vorgesehen ist eine Umstellung der landwirtschaftlichen Nutzung von maschineller Mahd auf Beweidung mit Galloway-Rindern. Der infrage kommende zukünftige Pächter kommt aus Bochum und hat einen landwirtschaftlichen Nebenbetrieb mit einer Galloway-Zucht.

 

Die Vorgaben des Landschaftsplans sollen berücksichtigt werden. Es ist eine Beweidung mit maximal zwei Großvieheinheiten pro ha vorgesehen. Eine Beweidung vor dem 15.06. soll nicht erfolgen. Das Ausbringen von Düngemitteln, Kalk, Gülle, Klärschlamm sowie Bioziden ist nicht erlaubt.

 

Die Laufzeit des Pachtvertrages soll zunächst ca. 3-5 Jahre betragen.

 

Die Umstellung der Bewirtschaftung hat folgende Vorteile:

 

  • here Biodiversität: Weidetiere schaffen durch Fraß und Verhalten ein Mosaik verschiedener Strukturen, entsprechend Vorteile für Insekten, Amphibien und Avifauna

 

  • Beruhigung des Gebietes, kein Betreten oder Befahren durch Unbefugte

 

  • Angrenzende Flächen der Stadt Herne könnten ebenfalls mit beweidet werden, was gleichzeitig zu einer Kostenersparnis führen würde.

 

  • Eine weitere Bodenverdichtung rde vermieden werden.

 

 

Die Orchideenvorkommen werden in Abstimmung mit dem Pächter und der Biologischen Station östliches Ruhrgebiet beobachtet und Teilbereiche bei Bedarf ausgezäunt und / oder nachgemäht.

 

 

Anmerkung des Schriftführers:

 

Eine Übersichtskarte der betroffenen Flächen ist der Niederschrift als Anlage 2 beigefügt.

 

 

Herr Dr. Gausmann weist darauf hin, dass grundsätzlich nichts gegen eine Beweidung spricht, weil die Pflanzenzusammensetzung auf den betroffenen Flächen relativ artenarm ist. Durch die Beweidung würde sich die Artenzusammensetzung positiv ändern. Die Verwendung von Galloway-Rindern habe sich im Übrigen bewährt.

 

Seitens des Beirates bestehen gegen die Planung keine grundsätzlichen Bedenken, wobei natürlich noch einige offenen Fragen zu klären sind (Wasser und Unterstände für die Tiere, Anzahl, ggfs. Zufütterung wegen der bekanntenhrstoffarmut der vorhandenen Gräser).

 

Herr Pawlicki sichert zu, dass die offenen Fragen mit dem RVR abgeklärt werden. Das Ergebnis soll der RVR dem Beirat in der nächsten Sitzung vorstellen.

 

 


Beschluss: