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Auszug - Provenienzforschung Herne Anfrage Fraktion Die Linke  

des Kultur- und Bildungsausschusses
TOP: Ö 5
Gremium: Kultur- und Bildungsausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 25.06.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:02 Anlass: Sitzung
Raum: Flottmann-Hallen
Ort: Straße des Bohrhammers 5, 44625 Herne
2019/0518 Provenienzforschung Herne
Anfrage Fraktion Die Linke
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:Die Linke-Fraktion
Federführend:FB 32 - Kultur Bearbeiter/-in: Leckscheid, Markus
 
Beschluss


Die Fragen werden wie folgt, zu Frage 1. und 2. sowie 4. durch Herrn Dr. Doetzer-Berweger, zu 3. durch Herrn Leckscheid, beantwortet:

 

Zu 1.

Das Emschertal-Museum der Stadt Herne verfügt über ca. 33.500 Objekte. Viele sind als Schenkung aus der Bevölkerung an das Museum abgegeben worden. Das Museum hat Schenkungen von Privatpersonen stets im guten Glauben entgegengenommen.

Um für die hohe Anzahl von Objekten eine Aussage darüber treffen zu können, welcher Provenienz die Museumsstücke sind, bedarf es gezielter Nachforschungen, die auf Grund vorhandener Zeit- und Personalressourcen momentan nicht möglich sind.

 

Zu 2.

Nach Recherchen der Abteilung Städt. Museen / Stadtarchiv befindet sich in den Archiven der Stadt keine Liste, in der der jüdischen Bevölkerung geraubten Güter erfasst und dokumentiert worden sind. Dies schließt ausdrücklich nicht aus, dass es solche Listen in Herne gab.

 

Zu 3.

 

Grundsätzlich sind die Fachbereiche in eigener Zuständigkeit für die Büromöbelbeschaffung zuständig, sodass eine definitive Aussage hinsichtlich der vorhandenen Büroausstattungen nicht getroffen werden kann.

 

Es ist aber davon auszugehen, dass sich aufgrund der in den letzten Jahrzehnten erfolgten Umzüge und  der damit einhergehenden Beschaffung von Büromöbeln und anderweitigen Einrichtungsgegenständen, in den städtischen Dienstgebäuden praktisch keine Gegenstände befinden, deren Herkunft ungeklärt ist. 

 

Zu 4.

 

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg ist der Verwaltung bekannt.

 

Zurzeit führt das LWL-Museumsamt für Westfalen in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Rheinland Dezernat Kultur und Landschaftliche Kulturpflege eine Umfrage zur Provenienzforschung und Dokumentation in den Museen in NRW durch. Ziel des Projekts ist es, die Bedarfe und Bedürfnisse innerhalb der Museumslandschaft in NRW auf dem Feld der Provenienzforschung zu ermitteln und auf dieser Grundlage ein Konzept für eine flächendeckende, systematische und nachhaltige Provenienzforschung zu entwickeln.