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Auszug - Anfrage: Eingangsklassen an Herner Grundschulen im Schuljahr 2010/2021  

des Schulausschusses
TOP: Ö 6
Gremium: Schulausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 14.11.2019 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 16:55 Anlass: Sitzung
Raum: Aula der Schule Jürgens Hof
Ort:
2019/0892 Anfrage: Eingangsklassen an Herner Grundschulen im Schuljahr 2010/2021
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:Ratsfraktion Piraten
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Makar, Jasminko
 
Wortprotokoll
Beschluss

 

Herr Rüter erläutert einleitend:

 

Die Bildung von Eingangsklassen an Grundschulen ist in § 6a der Verordnung zur Ausführung des § 93 Abs. 2 Schulgesetz NRW geregelt. In Absatz 1 dieser Vorschrift ist festgelegt, dass die Anzahl der zu bildenden Eingangsklassen an einer Grundschule bei einer Schülerzahl bis zu 29 eine Klasse, von 30 bis 56 zwei Klassen, von 57 bis 81 drei Klassen und von 82 bis 104 vier Klassen beträgt. Daraus abgeleitet ist festzuhalten, dass an einer zweizügigen Schule maximal 28 SuS, bei einer dreizügigen Schule 27 SuS und an einer vierzügigen Schule maximal 26 SuS pro Klasse vorzusehen sind.

Entsprechend den jeweiligen Zügigkeiten der Herner Grundschulen ergibt sich hieraus eine maximale Aufnahmekapazität von insgesamt rund 1470 Schülerinnen und Schülern im Rahmen der 54 zur Verfügung stehenden Züge im Stadtgebiet (siehe Vorlage 2019/0453).

Zum Schuljahr 2019/2020 wurden 54 Eingangsklassen an den 21 Herner Grundschulen gebildet (bei 1373 Anmeldungen).

 

Die in der Anfrage angeführte „Berechnungsvorschrift“ bezieht sich offensichtlich auf die sogenannte „kommunale Klassenrichtzahl“. Für die Ermittlung dieses Wertes wird die Schülerzahl der zu bildenden Klassen durch 23 geteilt (§ 6 Absatz 2 der o.g. Verordnung). Bei den 1373 Anmeldungen für das jetzige Schuljahr betrug die Klassenrichtzahl 59,7 (abgerundet auf 59).

 

Bei der „kommunalen Klassenrichtzahl“ handelt es sich jedoch keineswegs um eine konkrete Vorgabe im Hinblick auf die Anzahl oder gar Mindestzahl der zu bildenden Klassen, sondern um eine Höchstgrenze: „Im Gebiet eines Schulträgers darf die Zahl der zu bildenden Eingangsklassen die kommunale Klassenrichtzahl nicht überschreiten.“ (§ 6a Absatz 2 Satz 1) Dies wird von der Unteren Schulaufsichtsbehörde überwacht.

 

In der Vorschrift heißt es weiter: „Die Zahl der zu bildenden Eingangsklassen kann aus pädagogischen, schulorganisatorischen oder baulichen Gründen unterschritten werden.“ Die Festlegung auf insgesamt 54 Grundschulzüge in Herne korrespondiert mit den baulichen bzw. räumlichen Gegebenheiten an den Schulen. Die Gremienvorlagen zur Festlegung der Zügigkeiten wurden in der Vergangenheit jeweils mit der Unteren Schulaufsicht abgestimmt, so dass die Bildung von 54 Eingangsklassen zum Schuljahr 2019/2020 keiner gesonderten Begründung bedurfte.

 

Zu den Fragen:

 

1. Wie hat die Stadt Herne die zu niedrig angesetzte Eingangszahl aus der Vorlage 2019/0453 gegenüber der Bezirksregierung begründet? Für den Fall, dass dort keine Begründung angegeben wurde, bitten wir diese jetzt nachzuliefern.

 

Aus den o.g. Gründen war keine gesonderte Begründung erforderlich.

 

2. Wie sehen die aktuellen Prognosezahlen für die Herner Grundschulen für das nächste Schuljahr 2020/2021 aus?

 

Nach aktuellem Stand (14.11.2019) liegen für das nächste Schuljahr 2020/2021 derzeit 1337 Anmeldungen vor. 64 Anmeldungen sind noch offen.

 

3. Welche Eingangsklassenzahl (oder „Zügigkeit“) ergäbe sich somit aus der o.g. Verordnung und welche Zahl wird die Stadt Herne zum Stichtag 15.01.2020 an die Bezirksregierung melden?

 

Nach der Verteilung der bestehenden Anmeldeüberhänge und den noch ausstehenden Anmeldungen werden voraussichtlich erneut 54 Eingangsklassen gebildet. Dies ist bereits mit Frau Christoph-Martini vorbesprochen.

Die „kommunale Klassenrichtzahl“ (= Höchstgrenze) liegt nach derzeitigem Stand bei 58,1 (1337 Anmeldungen: 23) bzw. 60,9 (Anmeldungen + 64 offene: 23).

 

4. Wenn diese Zahl wieder niedriger ausfallen sollte als die einschlägige Berechnungsvorschrift, welche Gründe wird die Stadt Herne dafür angeben?

 

Wie bereits oben aufgeführt, ist keine gesonderte Begründung erforderlich. Im Übrigen wird die endgültige Zahl der Eingangsklassen erneut mit der Unteren Schulaufsicht (Frau Christoph-Martini) abgestimmt.