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Auszug - Anfrage: Geplanter Kreisverkehr Edmund-Weber-Straße/Hordeler Straße; hier: Berücksichtigung Schwertransporte  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel
TOP: Ö 2
Gremium: Bezirksvertretung Eickel Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 28.05.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:50 Anlass: Sitzung
Raum: Eickeler Markt 1
Ort: Bürgersaal des Sud- und Treberhauses
2020/0307 Anfrage: Geplanter Kreisverkehr Edmund-Weber-Straße/Hordeler Straße; hier: Berücksichtigung Schwertransporte
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:BVO Barzik, Andreas
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Hartmann, Nils
 
Beschluss


Sachverhalt:

 

Im Rahmen des Umbaus der Edmund-Weber-Straße ist ein Kreisverkehr an der jetzigen Kreuzung mit der Hordeler Straße geplant. Da es sich hier um einen Unfallschwerpunkt handelt und Kreisverkehre an sich eine sehr gute Lösung zur Verkehrsführung sind, wird die geplante Errichtung mit breiter Zustimmung befürwortet.

 

Allerdings wird die Strecke entlang der Edmund-Weber-Straße seit Jahren (s. a. Kreisverkehr an der Madgeburger/Eickeler Straße) von mehreren Transportunternehmen vielfach im Jahr für Schwertransporte mit Gütern großer Höhe genutzt.

 

Diese Transporte mit zum Teil 4,90 m Höhe können keinen anderen Weg zum Stadthafen in Gelsenkirchen, wo sie auf Binnenschiffe verladen werden, benutzen. Die Transporte finden ca. fünf- bis zehnmal im Vierteljahr statt, zuletzt im Februar 2020.

 

An diesen Transporten hängen zahlreiche Arbeitsplätze, wenn auch nicht direkt in Herne, ab.

Im Zuge der Errichtung des Kreisverkehrs an der Magdeburger/Eickeler Straße war dies bereits ein Thema. Aufgrund der Intervention der CDU kam die Verwaltung damals zur Erkenntnis, hier eine „Querung“ einzubauen.

 

Der Sachverhalt müsste dem Fachbereich Tiefbau und Verkehr vermutlich bekannt sein, da diese Transporte sicherlich einer Genehmigung bedürfen.

 

Ich bitte die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen:

 

 

  1. Ist die jetzt vorgelegte Planung geeignet, den Schwertransporten eine Durchfahrt zu ermöglichen?

 

  1. Wurde die vorgelegte Planung mit den betroffenen Transportunternehmen und eventuell den Herstellern der Geräte abgesprochen?

 

  1. Sieht die Verwaltung einen anderen, gleichwertigen Transportweg, falls der Kreisverkehr nicht geeignet ausgelegt ist?

 

  1.      Wird eine geänderte Planung der Bezirksvertretung zur Entscheidung vorgelegt?

 

  1. Wird der jetzt zu beschließende Umbau der Edmund-Weber-Straße und die Errichtung des Kreisverkehr unter Vorbehalt einer geänderten Kreisverkehrsplanung gestellt?

 

 

HeHerr Sternemann beantwortet die Fragen wie folgt:

 

Zu Frage 1:

Eine Überprüfung der mit den hier in Rede stehenden Schwertransporten verbundenen Schleppkurven hat noch nicht stattgefunden.

 

Der Kreisverkehr wurde unter Berücksichtigung des entsprechenden Regelwerks (insbeson-dere der Schleppkurven der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, dem Merkblatt für die Anlage von Kreisverkehren sowie den Richtlinien für die Anlage von Stadt-straßen) für das Durchfahren von Großfahrzeugen wie bspw. Gelenkbussen und Sattel-schleppern entworfen.

 

Darüber hinaus erfolgte ein Schleppkurvennachweis für an anderen Stellen im Stadtgebiet verkehrenden Sondertransporten (Lang-LKW mit Gesamtlänge von 25,25 m und starrer Deichsel).

 

Zu Frage 2:

Die vorgelegte Planung wird aktuell mit dem betroffenen Transportunternehmen abgestimmt.

 

In dem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass der Stadtverwaltung Herne nicht grundsätzlich alle Transportunternehmen bekannt sind, die Sonderfahrten durch das Herner Stadtgebiet durchführen. Wenn der Transport nicht in Herne beginnt oder endet, und der Antragsteller (oft auch Servicedienstleister für Herner Unternehmen) seinen Sitz nicht in Herne hat, kann der Antrag auch bei einer anderen als der Herner Straßenverkehrsbehörde gestellt werden. Dies hat zur Folge, dass die Stadtverwaltung Herne oftmals nur anzuhörende Behörde für die „durchfahrenden" Transporte ist.

 

Zu Frage 3:

Zum jetzigen Zeitpunkt sieht die Verwaltung keinen Bedarf, eine alternative Route zu entwickeln.

 

Zu Frage 4:

Die Verwaltung beabsichtigt nicht, die aus den laufenden Abstimmungen resultierende Planung vom Grundsatz her noch einmal zum Beschluss vorzulegen.

 

Sollte sich ein Bedarf an einer Modifizierung der vorliegenden Planung herausstellen, wird die Bezirksvertretung - bspw. in Zusammenhang mit dem noch vorzustellenden Markierungs- und Beschilderungsplan entsprechend informiert.

 

Zu Frage 5:

Nein. Auf die Antwort zur Frage 4 wird verwiesen.