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Auszug - Mitteilungen des Bezirksbürgermeisters und der Verwaltung  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel
TOP: Ö 11
Gremium: Bezirksvertretung Eickel Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 28.05.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:50 Anlass: Sitzung
Raum: Eickeler Markt 1
Ort: Bürgersaal des Sud- und Treberhauses
 
Beschluss


Die Verwaltung teilt hinsichtlich eines Zwischenstands der Antragstellung für die Neukonzipierung des städtischen Kinder- und Jugendkulturzentrums „Der Heisterkamp“ zum Stadterneuerungsprogramm 2021 Folgendes mit:

 

Vorbemerkung: Eigentlich sollte zum Planungszwischenstand eine ausführlichere Berichterstattung  in den bürgerschaftlichen Gremien erfolgen. Da dies aber in der besonderen Lage nicht angeraten ist, erfolgen die wesentlichen Informationen deshalb als Mitteilung der Verwaltung.

 

Planungsstand:

Vorgesehen ist eine Antragstellung zum Stadterneuerungsprogramm 2021.

Die dafür notwendigen Unterlagen werden derzeit erarbeitet. In dem vom Rat beschlossenen integrierten Handlungskonzept Wanne-Süd sind rund 4,3 Euro für die Umgestaltung des Heisterkamps mit angrenzendem Spielplatz vorgesehen. Neben der energetischen Sanierung des Gebäudes und der Herstellung der Barrierefreiheit ist das zukünftige Nutzungskonzept des „Heisterkamps“ wesentlicher Bestandteil der Antragsstellung. Bauliche Anpassungen aufgrund des neuen Nutzungskonzeptes sind – insbesondere im Inneren des Gebäudes - ebenfalls förderfähig.

 

Die Abstimmung im politischen Gremienweg hat in 2020 noch zu erfolgen.

Sofern der Zuwendungsbescheid im Jahr 2021 erteilt wird ist geplant, die Maßnahme 2024 abzuschließen.

 

Die für Juni 2020 vorgesehene Vorstellung des Nutzungskonzeptes in der Öffentlichkeit kann in Corona-Zeiten nicht wie in dem für eine Bürgerinformationsveranstaltung sonst vorgesehenen Rahmen stattfinden. Aufgrund der besonderen Situation gilt es, eine andere Form zu finden, die Informationen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Möglichkeiten werden derzeit geprüft. Eine zeitliche Verschiebung der Bürgerinformationsveranstaltung ist nicht möglich, da sie Voraussetzung für die Antragsstellung ist (Frist Ende September 2020).

 

Die Kinder-und Jugendbeteiligung konnte ebenfalls nicht wie vorgesehen in einem kreativen Workshops durchgeführt werden. In der Zeit vom 14. bis 24.04.2020 war es Kindern und Jugendlichen möglich ihre Wünsche auf einer digitalen Beteiligungsplattform im Internet oder auch telefonisch im Austausch mit einer Mitarbeiterin des Jugendzentrums mitzuteilen. Die eingegangenen Anregungen werden in die weiteren Überlegungen einbezogen. Dieser Beteiligungsprozess bezog sich antragsgemäß auf die Gestaltung der Außenflächen und der angrenzenden Spielflächen. Ein weiterer Baustein der Beteiligung, in dem Kinder- und Jugendliche beispielweise konkrete Angebotswünsche äußern können, wird deshalb zu einem späteren Zeitpunkt – zeitnaher zur beabsichtigten Fertigstellung der Umbaumaßnahme in 2024 - noch erfolgen.   

 

 

Eckpunkte des Nutzungskonzeptes

„Der Heisterkamp“ ist eine anerkannte Offene Kinder-und Jugendfreizeitstätte und offiziell zuständig für die Altersgruppe der 6-27Jährigen. Zum Stammpublikum zählen heute insbesondere die 10 – 17 jährigen. Obwohl das Gebäude in die Jahre gekommen ist, ist die Jugendeinrichtung bei Kindern und besonders bei Jugendlichen beliebt. So wurde die Einrichtung vor der Coronakrise im abendlichen Jugendbereich von bis zu 80 Jugendlichen besucht. Zu den Stammbesuchern im Kinderbereich zählen 20-25 Kinder.

 

Mit dem neuen Nutzungskonzept verfolgt der Fachbereich Kinder, Jugend, Familie eine Ausrichtung seiner zentralen städt. Kinder- und Jugendeinrichtung in Eickel, wie sie in ähnlicher Weise auch bereits in Wanne mit dem Stadteilzentrum Pluto und in Herne-Mitte mit dem Stadtteilzentrum am Hölkeskampring erfolgt ist. Mit der Umnutzung des Kinder-und Jugendkulturzentrums „Der Heisterkamp“ zu einem Stadtteilzentrum soll die bewährte Kinder-und Jugendarbeit als Kerngeschäft erhalten bleiben. Im Rahmen des Stadterneuerungsprogramms muss sich das Konzept jedoch auch hier auf ein Fördergebiet ausrichten. Das bedeutet im Stadtbezirk Eickel, die Ausrichtung auf die Bedarfe insbesondere im Quartier Wanne-Süd. Außerdem muss die Konzeption gegenüber einer reinen Kinder-und Jugendeinrichtung - bedarfsorientiert und angepasst an die räumlichen Möglichkeiten - eine breitere Zielgruppe ansprechen. Das Erreichen einer breiteren Zielgruppe soll zukünftig vor allem durch eine niederschwellige Arbeit mit Familien umgesetzt werden. Dazu zählen:

  • Niederschwellige Bildungsangebote
  • Familienberatung
  • Eltern beraten Eltern
  • Gemeinsame Aktivitäten für Kinder und Eltern.

 

Außerdem soll es multifunktional nutzbare Räume geben, die durch weitere Träger genutzt werden können, aber auch durch Initiativen engagierter Bürger*innen.

 

Das Figurentheater Pappmobil soll nach dem Umbau im Haus verbleiben können.

 

In einer Gesamtplanung des Außengeländes der Einrichtung und der angrenzenden Spielfläche soll zudem ein attraktives Natur- und Erlebnisgelände entstehen.

 

Mit der Umbaumaßnahme sieht die Verwaltung die Chance, an diesem Standort ihre Angebote  für Kinder, Jugendliche und Familien noch bedarfsgerechter und attraktiver platzieren zu können. Ziel ist es, den Heisterkamp als Ort der Freizeit, Kultur, Bildung und Begegnung zu etablieren.

 

Für Rückfragen stehen im FB Kinder, Jugend, Familie Frau Gentilini (Tel. 163533)  und Frau Popp-Heimken (Tel. 163497) zur Verfügung. 

 

 

Hinsichtlich des Antrags Fritz-Reuter-Straße als Einbahnstraße (TOP 9) teilt die Verwaltung folgendes Ergebnis der Prüfung mit:

 

Aufgrund des vorhandenen Parkstreifens und der Problematik des Begegnungsverkehrs wurde eine Aufhebung der bisherigen Haltverbotstrecke im Anschluss an die Baumaßnah-men bisher fachlich abgelehnt.

 

Eine Einbahnstraßenregelung würde den Begegnungsverkehr ausschließen und durch eine Parkerlaubnis am rechten Fahrbahnrand zu einer Erweiterung des Parkraums führen. Sie wäre für die Sicherheit und Ordnung des Verkehrs förderlich. Da die Länge des Abschnittes auf der Fritz-Reuter-Straße zwischen Heinrich-Lersch-Str. und Eichendorffstraße nur knapp 180 m beträgt, wird das Risiko für die oftmals mit Einbahnstraßenverkehr einhergehende Problematik der Häufung von Geschwindigkeitsüberschreitungen als gering eingeschätzt.

 

Nach Anhörung der Polizei und des Straßenbaulastträgers erfolgt nach Abschluss der Bau-maßnahmen daher die Anordnung der Einbahnstraßenregelung durch die Straßenverkehrs-behörde. Da die Fritz-Reuter-Straße in einer Tempo-30-Zone liegt, wird die Einbahnstraßen-regelung zudem für den Radverkehr freigegeben werden.