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Auszug - Baustelle Bickernstraße - Verlegung von Versorgungsleitungen/Leerrohren im Bürgersteigbereich - Anfrage des Bezirksverordneten Kern vom 20.02.2006 -  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne
TOP: Ö 16
Gremium: Bezirksvertretung Wanne Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 14.03.2006 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 19:13 Anlass: Sitzung
Raum: großer Sitzungssaal (Raum Nr. 30)
Ort: Rathaus Wanne
2006/0186 Baustelle Bickernstraße - Verlegung von Versorgungsleitungen/Leerrohren im Bürgersteigbereich
- Anfrage des Bezirksverordneten Kern vom 20.02.2006 -
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage Rat
Verfasser:Volker Kern
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Beteiligt:FB 53 - Tiefbau und Verkehr
Bearbeiter/-in: Darnieder, Martina   
 
Wortprotokoll
Beschluss

Im Stadtgebiet Bickern auf der Bickernstraße wird ab 12/05/01/06 der Bürgersteig aufgerissen, um neue Versorgungsleitungen und

Im Stadtgebiet Bickern auf der Bickernstraße wird ab 12/05/01/06 der Bürgersteig aufgerissen, um neue Versorgungsleitungen und Leerrohre zu verlegen. Dafür wurde die Bickernstr. ab Hüllerstraße bis zur Knappenstraße kurzerhand zur Einbahnstraße erklärt, ab der Knappenstraße ist dann die halbe Fahrbahnfläche mit Baufahrzeugen belegt. Weder die Anwohner noch die dort ansässigen Geschäftsleute sind von dieser Baumaßnahme vorher informiert worden. Die Baustelle ist mit Schmutz und Lehmdreck mehr als nur ein Ärgernis der dort ansässigen Bevölkerung, zudem noch ein Umbau im gleichen Bereich der Bickernstraße bevorsteht. Es ist auch nicht erkennbar, dass die bereits fertigen Stücke des Bürgersteiges schnellstens wieder gepflastert werden, so dass dort wieder eine Normalität eintritt. Überall wird etwas getan, nirgendwo aber auf einen gezielten Abschluss von Teilabschnitten der Baustelle hingearbeitet. Außerdem ist die Durchfahrt der Knappenstraße im Bereich der Wilhelmstr. total gesperrt und es besteht ein Durchfahrverbot auf der Bickernstr. zur Hüllerstraße. Der aus Bickern abfließende Verkehr wird zwangsläufig über die Michaelstraße direkt an der Grundschule vorbei, abgeleitet.

 

Die CDU-Fraktion bittet Sie in diesem Zusammenhang, in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Wanne nachstehende Fragen von der Verwaltung beantworten zu lassen:

 

 

1.      Warum sind die Anwohner nicht vorher mit einem Info-Schreiben auf die Baumaßnahme hingewiesen worden?

 

2.      Wenn schon dieser Dreck, warum aber werden fertige Bauabschnitte nicht sofort wieder zugepflastert und somit zur Begehung frei gegeben?

 

3.      Warum wird die jetzige und die zu erwartende Baumaßnahme auf der Bickernstraße nicht  zusammen durchgeführt? Nur einmal Dreck für die Anwohner und zudem noch Einsparungspotential.

 

4.      Wann werden die Straßenoberflächen von dem Baudreck gereinigt?

 

5.      Ist an eine Putzentschädigung für die verunreinigten Hausflure gedacht?

 

 

 

Herr Becker gibt folgende Antworten:

 

Zu Frage 1.:

 

Es handelt sich hier um eine Baumaßnahme der Stadtwerke Herne.

Die Information erfolgte in diesem Fall über die Zeitung der Stadtwerke und über das Internet.

 

Zu Frage 2.:

 

Die Bürger sollen durch eine Baumaßnahme so wenig wie möglich behindert werden.

Auf der anderen Seite muss die Versorgungssicherheit der Anwohner gewährleistet sein. In dem Bauabschnitt befindet sich eine alte und eine neue Leitung; die Hausanschlüsse können erst an die neue Leitung angeschlossen werden, wenn diese in Betrieb genommen worden ist.

Die diesjährige Witterung stellt einen Extremfall dar, der den zeitlichen Ablauf der Maßnahme verzögert.

Die Gesamtlänge der Baumaßnahme beträgt ca. 360 m.

Da die gegenüberliegende Gehwegseite uneingeschränkt zu benutzen ist, wird die Gesamtmaßnahme in zwei sinnvolle Abschnitte geteilt.

Eine Unterteilung in mehrere kleinere Abschnitte wäre sehr unwirtschaftlich.

 

Zu Frage 3.:

 

Im Rahmen der zu erwartenden Baumaßnahme finden keine Grabenarbeiten im Gehwegbereich statt, so dass kein Einsparungspotential vorhanden ist.

Die Kanalbaugrube würde die Querung der Straße erschweren und es zum Teil sehr schwer machen, von den Hauseingängen zum gegenüberliegenden intakten Gehweg zu gelangen.

Die damit verbundenen Gefährdungen der Fußgänger wären nicht tolerabel.

 

Zu Frage 4.:

 

Die Straßenoberfläche wird nach Angabe der Stadtwerke Herne regelmäßig gereinigt.

 

Zu Frage 5.:

 

Von Seiten der Stadtwerke Herne sind keine Entschädigungszahlungen beabsichtigt.

 

 

Herr Kern fragt, ob es nötig ist, dass mehr als die Hälfte der Straße abgesperrt wird für die Baucontainer und –fahrzeuge.

 

Herr Koch fragt, ob die Versorgungsunternehmen nicht besser informieren können, z. B. durch Info-Zettel. Auch möchte er wissen, ob die Straßensperrungen nicht anders gestaltet werden können.

 

Herr Becker erwidert, dass den Versorgungsunternehmen keine Info-Verpflichtungen aufgezwungen werden können. Seit Jahren versucht er, dass die Stadtwerke auch die Info-Zettel an die entsprechenden Haushalte verteilt. Bislang wurde der Vorschlag nicht angenommen.

Die Verwaltung hat nur 2 Mitarbeiter für das gesamte Stadtgebiet, die die Koordinationen mit den Versorgungsunternehmen durchführen.

Auch sind nur 2 Mitarbeiter für die Verkehrssicherung im gesamten Stadtgebiet vorhanden.

 

Ansonsten kann er nichts zu den o. a. „Mängeln“ sagen, da die Verwaltung keinerlei Einfluss nehmen kann.