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Auszug - Anfrage: Poller Röhlinghauser Straße  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel
TOP: Ö 14
Gremium: Bezirksvertretung Eickel Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 03.12.2020 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 21:35 Anlass: Sitzung
Raum: Eickeler Markt 1
Ort: Bürgersaal des Sud- und Treberhauses
2020/0901 Anfrage: Poller Röhlinghauser Straße
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:BVO Wiesinger, Willibald
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Beteiligt:FB 44 - Öffentliche Ordnung
Bearbeiter/-in: Gdanietz, Thimo   
 
Beschluss


Sachverhalt:

Auf dem gen. Straßenstück kommt es immer wieder zu Vorfällen von wildem Parken auf dem Gehweg, auch von LKW, was für Fußgänger und Anwohner sehr hinderlich ist. Kontrollen des KOD können gar nicht so häufig durchgeführt werden, wie es nötig wäre. Zu diesem Problem gab es bereits in der Bezirksvertretung am 01.10.2020 eine Anfrage (Vorlage 2020/0570), auf welche die Anregung, Poller zu installieren, als nicht machbar erklärt wurde, da die Poller einen Abstand von 50 cm zum Fahrbahnrand aufweisen müssen. Dies ist für die betroffenen Anwohner schwer zu verstehen. Es sei durchaus ein Abstand von 50 cm möglich. So steht ein Poller bereits vor dem Haus Nr. 75.

 

Frage: Kann die Verwaltung das Problem nicht doch durch die Errichtung einiger weniger Poller (vor allem vor den Hausnrn. 79 und 81) entschärfen?

 

Herr Sternemann beantwortet die Frage wie folgt:

 

Wie in der Vorlage 2020/0570 bereits kommuniziert wurde, wird von einer Anbringung von Pollern auf dem Geh- und Radweg der Röhlinghauser Straße, zwischen der Pluto- und Wakefieldstraße, abgesehen, da die notwendige Breite des Sicherheitstrennstreifens nicht gegeben ist.

 

Dies begründet sich im Detail wie folgt:

 

Entlang der Röhlinghauser Straßen werden die mit dem Rad Fahrenden auf einem baulich angelegten und straßenverkehrsrechtlich angeordneten Radweg geführt, zu deren Nutzung sie entsprechend verpflichtet sind. Gemäß den „Richtlinien für Radverkehrsanlagen“ (ERA) muss für einen baulich angelegten Radweg ein Sicherheitstrennstreifen vom Fahrbahnrand mit festen Einbauten von 0,75 m vorliegen.

 

Dieser ergibt sich gemäß der ERA aus einem Abstand von 0,25 m zwischen Radweg und den festen Einbauten (bspw. Poller) etc. und dem gemäß der StVO vorgeschriebenen Abstand von 0,50 m zwischen dem Fahrbahnrand und eben solchen festen Einbauten.

 

Der zuvor beschriebene Abstand zwischen dem Fahrbahnrand und dem Radweg liegt nicht vor. Um die Sicherheit der Radfahrenden und den Fahrzeugführenden zu gewährleisten, wird daher von der Errichtung von Pollern abgesehen.

 

 

Die Verwaltung erlaubt sich in diesem Zusammenhang den Hinweis zugeben, dass selbst bei aufgestellten Pollern davon auszugehen ist, dass Kfz-Führer*innen ihr Fahrzeug dann neben diese stellen und somit zu einer noch größeren Behinderung der Radfahrenden und zu Fuß Gehenden beitragen.

 

Trotz ihrer Funktion werden Poller oft von den Kfz an-/umgefahren und sind somit sehr unterhaltungs- und kostenintensiv. Sie kommen daher nur in sehr seltenen und gut begründeten Ausnahmefällen zum Einsatz. Die vorhandene Situation stellt einen solchen Fall nicht dar, zumal es im Herner Stadtgebiet sehr viele vergleichbare Stellen gibt, an denen dann ein Poller aufgestellt werden müsste.

 

Aus den vorgenannten Gründen wird die Verwaltung zur vermeidlichen Eindämmung offensichtlichen Fehlverhaltens von Kfz-Führer*innen keine Poller aufstellen, und durch Kontrollen der Verkehrsüberwachung das Fehlverhalten ahnden.