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Auszug - Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur  

des Ausschusses für Digitalisierung, Infrastruktur und Mobilität
TOP: Ö 21.7
Gremium: Ausschuss für Digitales, Infrastruktur und Mobilität Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 23.03.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 18:05 Anlass: Sitzung
Raum: Volkshaus Röhlinghausen
Ort: Am Alten Hof 28, 44651 Herne
2021/0239 Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:Rolf Ahrens
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Bensel, Heike
 
Beschluss


Sachverhalt:
Langsam nimmt die Elektromobilität in Deutschland Fahrt auf. Von dem seitens der Bundesregierung erstmals in 2011 geäußertem Ziel von 1 Mio E-Autos bis 2020 ist man noch sehr weit entfernt, aber die Zulassungszahlen steigen. Dass Deutschland beim Umstieg auf die E-Mobilität weit hinter den eigenen Zielen herhinkt hat sicher eine Vielzahl von Gründen. Ein Grund ist die fehlende Ladeinfrastruktur. Wer heute ein E-Auto kauft, ist i.d.R. auf eine eigene Lademöglichkeit angewiesen. Das funktioniert gut bei kurzen Wegen; aber schon bei einer regionalen Mobilität wird die Nutzung eines E-fahrzeuges praktisch eingeschränkt. Es fehlen öffentlich zugängliche Ladepunkte.

Im Rahmen verschiedener Diskussionen und auch bei der Erstellung verschiedener Infrastrukturprojekten, wie zuletzt der Anlage eines „klimagerechten Parkplatzes“ an der Sportanlage in Wanne-Süd, wurde seitens der Verwaltung die Errichtung von Ladeinfrastruktur mit dem Hinweis auf zu leistungsschwache Stromnetze begründet. Dies trifft ja i.d.R. nur für Schnellladepunkte zu, die in der Tat leistungsfähigere Netze erfordern. Eine höhere Leistungsfähigkeit kann hier durch die Bewältigung von höheren Stromstärken gegeben sein oder auch durch eine intelligente Verbrauchssteuerung im Sinne eines Lastmanagements.

Seitens der Verwaltung ist auch immer dargelegt worden, dass man an dem Problem arbeiten würde und ein Gutachten bzgl. des Netzzustandes beauftragt sei.

Für eine leistungsstarke Ladesäuleninfrastruktur ist sicher eine sehr weitgehende Installation auf Parkplätzen und in Parkhäusern notwendig.

Hierzu stellen wir folgende Fragen:

1. Liegt das Gutachten inzwischen vor?

2. Wenn ja, wann wird es den bürgerschaftlichen Gremien vorgestellt?

3. In welchem Umfang sind Netzverstärkungen notwendig?

4. Sind die STWH als Stromnetzbetreiber in der Lage, ein Lastmanagement für z.B. Ladeinfrastruktur zu installieren?

5. Ist die Verwaltung im Gespräch mit privaten Betreibern von Parkanlagen, um diese für die Installation von Ladesäulen zu gewinnen?

 

 

Die Fragen werden wie folgt beantwortet:

 

Zu Frage 1:

Von einem potentiellen Gutachten zur Prüfung des Netzzustandes im Zusammenhang mit einer flächendeckenden E-Ladestruktur haben weder die stwh noch die Verwaltung Kenntnis. Nach Aussage der stwh wurde eine interne Gesamtnetzbetrachtung durchgeführt; diese bezog sich allerdings nur auf zukünftige Installationen privater Ladepunkte.

Zu Frage 2:

Siehe Antwort zu Frage 1.

Zu Frage 3:

Eine Gesamtaussage über Verstärkungen ist seitens der stwh nicht möglich, da es immer auf die benötigte Einzelleistung ankommt. Im Allgemeinen ist die Stadtwerke Herne AG im Bereich der Stromnetze gut aufgestellt so dass es nur punktuelle Verstärkungen bei hohen Ladeleistungen bedarf.

 

Zu Frage 4:

Die Implementierung eines umfassenden Lastmanagements ist seitens der stwh bisher noch nicht vorgesehen, da die bestehende Ladeinfrastruktur dies nicht erfordert. Grundsätzlich wäre dies möglich.

 

Zu Frage 5:

Die Verwaltung nutzt jede Gelegenheit das Thema im Rahmen von Gesprächen zu platzieren und postiv zu unterstützen.