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Auszug - Anfrage: Bewerbung des Ruhrgebietes zum UNESCO Weltkulturerbe  

des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung
TOP: Ö 20.2
Gremium: Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 11.05.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 16:00 - 17:39 Anlass: Sitzung
Raum: Volkshaus Röhlinghausen
Ort: Am Alten Hof 28, 44651 Herne
2021/0332 Anfrage: Bewerbung des Ruhrgebietes zum UNESCO Weltkulturerbe
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:Peter Liedtke
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Bensel, Heike
 
Beschluss


Sachverhalt:
Unter Federführung der Stiftung Industriedenkmalpflege wird aktuell ein Antrag die Industrielandschaft des Ruhrgebiets auf die Liste des UNESCO Weltkulturerbes zu setzen vorbereitet. Die Initiative geht auf einen zunächst gescheiterten Antrag 2013 zurück. Hier erhielt die Stiftung allerdings die Rückmeldung, ihren Antrag weiter qualifizieren zu können.

Inzwischen wurden alle Kommunen im RVR Gebiet von Landesbauministerin Scharrenbach aufgefordert, Position zum Weltkulturerbeantrag zu beziehen. In einem Treffen zwischen der Verwaltung und der Stiftung  hat unseres Wissens die Verwaltung der Stadt eine grundsätzlich positive Haltung zu dem Antrag geäußert.

  1. Wann und wie wird die Politik in die Meinungsfindung zu dieser Frage eingebunden?
  2. Welche Landschaftsteile und Gebäude können dabei eine besondere Bedeutung finden?
  3. Welche Rolle spielt der Regionalverband Ruhr in diesem Verfahren? Welche Rolle die Städte? Welche Rolle die Bürger?
  4. Wie ist der auch zeitliche Ablauf des Verfahrens?

 

 Antwort: 

 

 

Zu Frage 1:

 

Die Politik wird im nächsten Gremienzug, beginnend mit dem APS am 11. Mai 2021 (dann Kulturausschuss, BV Wanne, BV Eickel, BV Sodingen, BV Herne-Mitte, Haupt- und Personalausschuss, Rat der Stadt), im Rahmen einer Beschlussvorlage eingebunden.

 

Zu Frage 2:

 

Alle im Welterbeantrag genannten Elemente auf Herner Stadtgebiet können den Anlagen der Sitzungsvorlage zum APS am 11. Mai 2021 entnommen werden.

 

Zu Frage 3:

 

Der Regionalverband Ruhr war als Projektpartner neben dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung (MHKBG), dem Landschaftsverband Rheinland, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Emschergenossenschaft Lippeverband in die Erstellung des Antrags eingebunden. Das MHKBG wird den Antrag nur einreichen, wenn eine Unterstützung aller betroffenen Kommunen gegeben ist. Eine Beteiligung der Bürgerschaft ist im Rahmen der Antragstellung nicht vorgesehen, da diese rein fachlich zu beurteilen ist. Im Falle eines positiven Votums wird sicherlich eine gute Zusammenarbeit mit der Bürgerschaft wünschenswert sein, um den Welterbestatus im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern und auf ein breites, tragendes Fundament zu stellen.

 

Zu Frage 4:

 

derzeit: Prüfung durch eine Fachjury / MHKBG

bei positivem Votum: Entscheidung der Landesregierung NRW (Kabinettbeschluss) voraussichtlich nach der Sommerpause

10.2021: Einreichung von Bewerbungen durch die Länder bei der Kultur-MK

03.2023: Vorlage des Abschlussberichts des Fachbeirats der Kultur-MK

10.2023: Beschluss der Kultur-MK

01.2024: Einreichung der deutschen Tentativliste bei der UNESCO

01.2025: Einreichung des ersten Antrags der deutschen Tentativliste beim Welterbe-Zentrum der UNESCO