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Auszug - Anfrage: Baumaßnahme Kanal/Siedlung Grimberger Feld  

der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne
TOP: Ö 9
Gremium: Bezirksvertretung Wanne Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 08.06.2021 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 17:00 - 18:20 Anlass: Sitzung
Raum: Aula der Schule Drögenkamp
Ort:
2021/0571 Anfrage: Baumaßnahme Kanal/Siedlung Grimberger Feld
   
 
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:BVO Becker, Torsten
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Gresch, Norbert
 
Beschluss
Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich TOP 09 - Antwort WSA (456 KB)      


Sachverhalt:
Vor einigen Wochen sind Baumaßnahmen am Kanalufer auf der Seite des Grimberger Feldes angelaufen. Nach vorliegenden Informationen sollen dabei die Anker, welche die Spundwände des Kanals halten, repariert werden. Diese Anker liegen hinter den Wegen ca. 10-15 Meter von den Spundwänden entfernt. Daher ist es teilweise nötig, den Kanalweg zu öffnen. Zudem lagern diverse Arbeitsmaterialien, sowie Bagger, LKW etc. die im Einsatz sind, ebenfalls vor Ort.

Diese Maßnahme hat zur Folge dass mehrere hundert Meter für den Fuß- u. Radverkehr gesperrt sind.

 

Das Bauvorhaben an der momentanen Stelle des Kanals ist für die Anwohner und den immer stärker werdenden Rad- und Fußverkehr für Tagesausflügler von besonderer Bedeutung.

So besteht keine Möglichkeit die Baustelle durch die Nutzung der gegenüberliegenden Seite zu umgehen, da der Kanal in Höhe des Zoos durch einen toten Arm gequert wird. Auch die Umgehung durch die Nutzung eines Weges entlang der B226 ist für Rad- und Fußverkehr nicht ohne weiteres möglich.

Daher wurde Umleitung ausgehend von der Zoobrücke eingerichtet. Diese allerdings führt u.a. über die Wiedehopfstraße, welche wiederum auch vom LKW Verkehr zur Zentraldeponie genutzt wird. Es ist davon auszugehen das es in den kommenden Monaten, durch verstärkten Radverkehr, zu Problemen kommen kann.

 

Aktuell ist die Baustelle an beiden Seiten so schlecht gesichert, dass die Absperrung problemlos von den Bürger*innen, nach Arbeitsbeendigung der Mitarbeiter, an den Wochenenden beseitigt wird. Dies hat zur Folge, dass sehr gefährdend die Baustelle betreten wird und Radfahrer in der Siedlung Grimberger Feld nach einer Abkürzung suchen. Auch die Gastronomie am Kanal hat den Betrieb aufgenommen. Dies birgt die Gefahr dass es weitere Besucherströme gibt, die dann „umgeleitet“ werden.

 

Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Wanne bittet vor diesem Hintergrund um die Beantwortung folgender Fragen:

 

  1. Wie soll die Baustelle an allen Zugängen besser gegen illegale Öffnung geschützt werden?
  2. Welche Umleitungen insbesondere für den Radverkehr können eingerichtet werden, die nicht über die Wiedehopfstraße führen?
  3. r welchen Zeitraum sind die jetzigen Bauabschnitte geplant und wie kann die Bauzeit reduziert werden?

 

 

Die Verwaltung beantwortet die Fragen wie folgt:

 

Zu Frage 1:

Die Zugänge zur Baustelle sind wie im angeordneten Umleitungs-plan, der durch die Stadt Herne geprüft und freigegeben wurde, abgesperrt und beschildert. Als weitere Barriere und Absicherung der Baustelle wurden die Zugänge mittels Bauzäunen verschlos-sen. Die Bauzäune zum unmittelbaren Baufeld sind mit Ketten und Schlössern versehen, sodass der Zutritt Dritter ins Baufeld verhindert wird. Nichts destotrotz greifen diese Maßnahmen leider nicht in vollem Umfang. Nach Feierabend und am Wochenende werden Sicherungselemente entwendet, Schlösser aufgebrochen und Verschraubungen durch Dritte ausgehebelt. Das Ordnungs-amt der Stadt Herne ist ebenfalls über die Maßnahme informiert worden und teilte mir mit, den Bereich der Baustellenzugänge im Zuge deren Streifentätigkeit mit zu überprüfen. Der beschriebene Umstand ist mir dennoch bekannt und ich prüfe derzeit weitere Maßnahmen um die Absicherung der Baustelle auch außerhalb der Baustellenbetriebszeiten aufrecht erhalten zu können.

 

Zu Frage 2:

Die verkehrsrechtlich angeordnete Umleitung für die Baumaß-nahme Rhein-Herne-Kanal Los 4 ist durch die Stadt Herne ge-prüft und freigegeben worden. Die Umleitung kann nur über die Wiedehopfstraße geführt werden, da die Dorstenerstraße über keinen Fuß- und Radweg verfügt. Andere als die ausgeschilderte Umleitungsstrecke sind nicht ausführbar.

 

Zu Frage 3:

Die gesamte Bauzeit der Baumaßnahme erstreckt sich über 15 Monate. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Bauabschnitte den gleichen Eingriff in die Umleitung des Betriebsweges haben wer-den. Die Ausführung im derzeitigen Bereich wird sich bis ins 4. Quartal 2021 erstrecken. Eine Reduzierung der Bauzeit ist nicht möglich.