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Vorlage - 2015/0438  

Betreff: Bebauungsplan Nr. 252 - Jürgens Hof -; Stadtbezirk Sodingen
Aufstellungsbeschluss gemäß § 2 BauGB i. V. m. § 13a BauGB und Beschluss zur frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Lökenhoff, Tel. 3009
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Dill, Sabine
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
20.08.2015 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
26.08.2015 
des Ausschusses für Umweltschutz beschlossen   
Bezirksvertretung Sodingen Vorberatung
02.09.2015 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
Haupt- und Personalausschuss Entscheidung
22.09.2015 
des Haupt- und Personalausschusses beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:                xxx

Bez.:

Nr.:                xxx

Bez.:

xxx

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:                xxx

Bez.:

Nr.:                xxx

Bez.:

xxx

 


Beschlussvorschlag:

 

1.               Der Haupt- und Personalausschuss beschließt die Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 252Jürgens Hof– gemäß § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB). Der Bebauungsplan soll im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB aufgestellt werden.

 

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans ist in der zum Beschluss gehörenden Anlage 2 dargestellt.

 

2.               Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB.

 


Sachverhalt:

 

A. Geltungsbereich

 

Der Geltungsbereich des aufzustellenden Bebauungsplans Nr. 252 –Jürgens Hof- umfasst einen Bereich, der durch das Gewässer „Fischergraben“ im Norden, die Langforthstraße im Osten, die Straße Jürgens Hof im Süden und das Grundstück der ehemaligen Hauptschule Jürgens Hof begrenzt wird.

 

Die parzellengenaue Abgrenzung des Geltungsbereichs ergibt sich aus der unter Anlage 2 beigefügten Kartengrundlage.

 

 

B. Planungsanlass und –erfordernis

 

Vor dem Hintergrund der demografischen Veränderungen in Herne und der damit verbundenen Neuordnung des städtischen Angebotes an Schulen und Sportanlagen kam es zu der Entscheidung, sowohl die Nutzungen der Grundschule Langforthstraße als auch des Sportplatzes am Jürgens Hof aufzugeben und die gesamte städtische Fläche einer neuen Nutzung zuzuführen.

 

Im Hinblick hierauf und in Anbetracht der städtebaulich integrierten Lage des Areals am Rande der Wohnbausiedlung Jürgens Hof wurde die Fläche bereits im Jahr 2011 in das „Programm zur Entwicklung von Wohnbauflächen“ (WEP) aufgenommen. Hier besteht nunmehr die Chance, ein breites Spektrum an nachgefragtem und modernem Wohnungsbau bereit zu stellen und damit eine sinnvolle städtebauliche Arrondierung zu ermöglichen. Zur Stärkung der Nahversorgung sollen entsprechende Angebote geschaffen werden.

 

 

C. Allgemeine Ziele und Zwecke der Planung

 

Die städtebauliche Gesamtplanung sieht vor, einen Großteil der städtischen Fläche zur Errichtung von Einfamilienhäusern in Form von Doppelhaushälften und Reihenhäusern vorzusehen. Darüber hinaus soll auch dem Bau von Mehrfamilienhäusern Rechnung getragen werden. Um dem steigenden Bedarf spezieller Wohnformen für Menschen höheren Alters zu begegnen, ist zudem der Bau von seniorengerechten und barrierefreien Wohnungen sowie Pflegeunterkünften geplant.

 

Zur langfristigen Sicherung der Nahversorgung des Ortsteils ist die Errichtung eines Lebensmitteldiscountmarkts mit maximal 800 m² Verkaufsfläche geplant, der den an der Langforthstraße bestehenden unzeitgemäßen Netto-Markt ersetzen wird. Den neu entstehenden Versorgungsbereich ergänzen sollen gegebenenfalls ein Café, eine Apotheke und Arztpraxen.

 

Damit eine geordnete städtebauliche Entwicklung garantiert ist und die erforderlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, ist die Aufstellung eines Bebauungsplans erforderlich. Der Bebauungsplan hat zudem die Aufgabe, eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung zu ermöglichen, die dem Wohl der Allgemeinheit dient und eine sozialgerechte Bodennutzung gewährleistet.

 

 

 

 

 

D. Aufstellung des Bebauungsplanes im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB

 

Der Bebauungsplan soll im beschleunigten Verfahren nach § 13a BauGB ohne Durchführung einer Umweltprüfung gemäß § 2 Abs. 4 aufgestellt werden, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Ein städtebauliches Konzept, anhand dessen geprüft werden kann, ob diese Voraussetzungen gegeben sind, wird erarbeitet. Da für die Erschließung der Fläche eine öffentliche Erschließungsstraße vorgesehen ist, wird vom Fachbereich Umwelt eine Vorprüfung des Einzelfalls gemäß § 13a Abs. 1 Nr. 2 BauGB durchgeführt.

 

 

E. Voraussichtliche Inhalte der Planung

 

Der Bebauungsplan wird „Allgemeine Wohngebiete“ gemäß § 4 BauNVO festsetzen. Dieser Baugebietstyp stellt die geplanten wohnbaulichen Nutzungen in den Vordergrund, ermöglicht aber auch die Errichtung eines Lebensmittelmarktes, der die angesprochene Nahversorgungsfunktion erfüllt. Allgemeine Wohngebiete lassen zudem ausreichend Spielraum für die Ansiedlung verschiedener Dienstleistungsbetriebe der Medizin- und Pflegebranche in Ergänzung zu den spezifischen Wohnformen für ältere Menschen.

 

Die zulässigen Maße der baulichen Nutzung, die Bauweisen und die überbaubaren Grundstücksflächen werden die Errichtung sowohl zeitgemäßer Ein- und Mehrfamilienhäuser als auch der beschriebenen gewerblichen Nutzungen berücksichtigen.

 

Die erforderliche innere verkehrliche Erschließung des Plangebiets soll durch eine Mischverkehrsfläche erfolgen, sofern dies verkehrstechnisch machbar ist.

 

 

F. Weitere Vorgehensweise

 

Zunächst wird ein städtebauliches Gesamtkonzept erarbeitet und mit den Beteiligten abgestimmt. Das Entwurfsergebnis wird dann den Bürgern im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB vorgestellt.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

 

(Thierhoff)

Stadträtin   


Anlagen:

1. Übersichtsplan im Maßstab 1:10.000

2. Auszug aus dem Liegenschaftskataster mit Eintragung des Geltungsbereichs des Bebauungsplans Nr. 252

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich BP252_Pläne_Katasterplan Aufstellungsbeschluss (375 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich BP252_Pläne_Übersichtsplan (1243 KB)