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Vorlage - 2015/0767  

Betreff: Fortführung "Energieeffizienzkampagne mission E"
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Peter Wiedeholz
Federführend:Gebäudemanagement Herne Bearbeiter/-in: Tuttas, Claudia
Beratungsfolge:
Betriebsausschuss Gebäudemanagement Herne Vorberatung
18.11.2015 
des Betriebsausschusses Gebäudemanagement Herne (GMH) beschlossen   
Haupt- und Personalausschuss Vorberatung
24.11.2015 
des Haupt- und Personalausschusses beschlossen   
Rat der Stadt Vorberatung
01.12.2015 
des Rates der Stadt beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen in €:

 

siehe Anlage 1

 


Beschlussvorschlag:

Der Rat der Stadt stimmt der Fortführung der Energieeffizienzkampagne  „mission E“ und des Teilprojektes „Energiesparen macht Schule“ nebst modifiziertem Prämiensystem in Form eines pauschalen Ausschüttungsbetrages von 40 T€ an Schulen und Kindertages-stätten unter Einbindung des Energiebüros e&u sowie der optionalen Verlängerung dieser Kampagne für die Jahre 2017 und 2018, jeweils nach einem positiv bewerteten Monitoring, zu.


Sachverhalt:

 

Die Durchführung der vom Gebäudemanagement Herne (GMH) vorgeschlagenen Energieeffizienzkampagne „mission E“ mit dem Slogan „Ruhig mal abschalten“ wurde offiziell am 10.01.2011 gestartet. Die Kampagne endet zum 31.12.2015.

 

Der Rat der Stadt Herne hat in seiner Sitzung am 27.03.2012 (Vorlage Nr. 2012/0196) die Teilnahme an dem Förderprogramm für die auf 3 Jahre ausgelegte Einführung eines Energiesparmodells „Energiesparen macht Schule“ an Herner Schulen und Kindertagesstätten (Kitas) als Teilprojekt der „mission E“ beschlossen. Die Laufzeit des geförderten Teilprojektes, das am 01.12.2012 begonnen hat, endet zum 30.11.2015.

 

Gemäß Grundsatzvorgabe des Fördergebers wurde ein Prämiensystem „Herner Modell“ als finanzieller Anreiz für dieses Projekt erarbeitet. 50 v. H. der tatsächlich eingesparten Energiekosten werden an die projektteilnehmenden Schulen und Kindertagesstätten ausgeschüttet. Lt. Beschluss des Rates der Stadt vom 21.10.2014 (Vorlage Nr. 2014/0635-1) verbleiben 50 v. H. bei der Stadt für investive energetische Maßnahmen im Rahmen der Bauunterhaltung (Sicherung der Nachhaltigkeit).

Zusammenfassend ist die Energieeffizienzkampagne „mission E“ und das Teilprojekt „Energiesparen macht Schule“ mit dem Prämiensystem „Herner Modell“ eine auf unterschiedlichen Ebenen und Zielrichtungen beschlossene Einheit mit dem gemeinsamen Ziel, den Energieverbrauch in den städtischen Liegenschaften durch nutzerorientierte Maßnahmen und damit die Energiekosten sowohl deutlich als auch nachhaltig zu senken.

Das Einsparpotential der Kampagne in Form reduzierter Energieaufwendungen spiegelt sich in der Haushaltssanierungsmaßnahme Nr. 61 „Energieeffizienzkampagne“ wider.

Die Maßnahme sieht einen Konsolidierungsbeitrag i. H. v. 100 T€ p. a. vor. Aufgrund des Erfolges dieser Maßnahme konnte im Entwurfes des Haushaltssanierungsplanes (HSP) 2016 das Einsparpotential auf 140 T€ für das Haushaltsjahr 2016 ff. angepasst werden. 

 

Wie zuvor dargestellt, endet sowohl die Laufzeit der Energieeffizienzkampagne „mission E“ als Basiskonzept zum 31.12.2015 als auch die des Teilprojektes „Energiesparen macht Schule“ nebst Förderung zum 30.11.2015, so dass eine Entscheidung zur Fortführung unter geänderten Rahmenbedingungen ansteht.

 

 

Handlungsvorschlag:

 

Die Kampagne „mission E“ mit ihrem Teilprojekt „Energiesparen macht Schule“ hat sich bewährt und konnte nachweislich durch Einsparungen in  den Bereichen Wasser (2014: 6,3%/2013: 0,7%), Wärme (2014: 6,1%/2013: 3,5%) und Strom (2014: 6,7%/2013: 6,0%) einen finanzwirtschaftlichen als auch umweltpolitischen Beitrag leisten.

 

Ziel ist es, auch zukünftig das ressourcenschonende Nutzerverhalten zu halten bzw. im Idealfall weiter auszubauen und auf einem hohen Niveau nachhaltig zu festigen.

 

Energieeffizienzkampagne „mission E“

Mit der „mission E“ existiert somit ein bewährtes Kampagnenkonzept, welches sich in den vergangenen 5 Jahren sowohl pädagogisch als auch in Bezug auf den Aufwand zur erzielten Verbrauchs- bzw. Kosteneinsparung positiv darstellt.

Die Energieeffizienzkampagne wird als Basisprogramm primär in den Bereichen Verwaltung und Sport durch die intern bestehende Projektgruppe mit Federführung des Gebäudemanagements (Energiemanagements) umgesetzt. Sie wird nicht gefördert.

 

Zur systematischen und dauerhaften Motivation der MitarbeiterInnen wird daher die Fortführung der Energieeffizienzkampagne „mission E“ im Jahr 2016 nebst möglicher Verlängerungsoption für 2017 und 2018 vorgeschlagen.

 

 

Teilprojekt „Energiesparen macht Schule“ in Schulen und Kindertagesstätten/ Beratende Begleitung

Das Projekt „Energiesparen macht Schule“ als Teilprojekt der „mission E“ hat sich inzwischen zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Mittlerweile beteiligen sich 25 Schulen bzw. Schulstandorte von insgesamt 46 Herner Schulen/51 Schulstandorten einschließlich Dependancen und alle 19 städtischen Kindertagesstätten an der Aktion.

 

Die Projektförderung des Bundes beträgt  95 v. H., der Eigenanteil der Stadt somit 5 v. H.

Durch die Förderung konnte bislang eine umfassende inhaltliche und pädagogische Begleitung durch das Energiebüro e&u, Bielefeld, erfolgen. Das Honorar an e&u wird in Abschlägen pro Quartal gezahlt, zugleich wird beim Projektträger eine Abschlagsrechnung gefordert. Das Büro e&u hat bereits die Schlussrechnung gestellt. Gemäß Fördergrundlage werden maximal 85 v. H. der Fördersumme (Zuwendungsvorbehalt von 15 v. H.) vor dem Verwendungsnachweis ausgezahlt. Der Verwendungsnachweis wird vom GMH im 1. Quartal 2016 erstellt. Danach wird der Restbetrag der Fördersumme ausgezahlt.

Die Förderung läuft jedoch zum 30.11.2015 aus; eine Verlängerung der Förderung ist mit diesem Programm danach nicht mehr möglich.

Aufgrund der Einsparerfolge und zum Zwecke der Nachhaltigkeit der Zielerreichung sollte auch nach Wegfall der Förderung das Büro e&u weiterhin begleitend tätig werden. Gemäß Angebot des Energiebüros e&u würden Kosten in Höhe von 39.000 € pro Projektjahr entstehen.

Das Energiebüro e&u hat bereits ein neues Konzept zur möglichen Fortführung des Projektes 2016 bis 2018 vorgelegt. Ausgangspunkt dabei ist, das erreichte niedrige Verbrauchsniveau in den Schulen und Kitas zu halten, indem teilnehmenden Einrichtungen weiterhin durch entsprechende Maßnahmen für energiesparendes Verhalten sensibilisiert werden. Zentrale Elemente sind dabei Treffen der Energie-beauftragten, Fortbildungsangebote für Lehrer und Hausmeister, pädagogische Angebote, Verbrauchsauswertung und Anlagen-überwachung. Dabei werden alle Nutzergruppen angesprochen, vom Hausmeister bis zur Schulleitung. Wesentlich für eine erfolgreiche Fortführung ist außerdem die Gewährung von Einsparprämien als verlässlichen Anreiz.

 

Es wird vorgeschlagen, auch nach Wegfall der Förderung das Projekt „Energiesparen macht Schule“ für das Jahr 2016, ggf. optional für die Jahre 2017 und 2018, zu verlängern und das Energiebüro e&u (vorbehaltlich der Zustimmung des Fachbereiches Rechnungsprüfung) mit der Projektbetreuung zu beauftragen.

 

 

Anpassung Prämienmodell

Die erzielten Einsparungen sind im Kollektiv der teilnehmenden Einrichtungen, Hausmeister, Energiebüro e&u sowie durch Mitarbeiter des Energiemanagements erreicht worden und mit der Auszahlung ansprechender Prämien an die Einrichtungen mit 50 v. H. des tatsächlichen Einsparvolumens honoriert worden.

Um den Energie- und Ressourcenverbrauch dauerhaft niedrig zu halten, müssen die Schulen und Kitas weiter unterstützt und motiviert werden. Eine Honorierung der pädagogischen und praktischen Aktivitäten ist auf der derzeitigen Prämienbasis jedoch nach der dauerhaften Etablierung der organisatorischen Strukturen in 2015 zur Umsetzung der Energieeffizienzziele nicht mehr angemessen. Bei einer Fortführung der Projekte sollten die bislang erreichten Aktivitäten mit einem optimierten Maßstab bewertet werden.

 

Es wird daher vorgeschlagen, die Basis des Prämienmodells grundsätzlich beizubehalten, jedoch den derzeitigen 50%igen Ausschüttungsbetrag an die beteiligten Schulen und Kindertagesstätten auf einen Pauschalbetrag i. H. v. 40.000 € zu reduzieren.

Aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen (z. B. Kommunalinvestitionsförderungs-gesetz, Stadtumbau, Optimierung der Immobilienfunktionen für die Kommunalimmobilien u. ä.) ist die Verwendung des städtischen Anteils für energetische Maßnahmen zukünftig nicht mehr notwendig.

 

 

 

Der Betriebsleiter

(In Vertretung)

 

 

 

 

 

(Dahms)


Anlagen:

 

Finanzielle Auswirkungen

Grobkonzept/Ablaufplan

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 2 1 öffentlich FinanzielleAuswirkungen (21 KB) PDF-Dokument (59 KB)    
Anlage 1 2 öffentlich Anlage II Grobkonzept (65 KB) PDF-Dokument (44 KB)