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Vorlage - 2016/0745  

Betreff: Antrag: Eigenständige Mobilität fördern und Verkehrssicherheit an Schulen und Kindergärten erhöhen
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag-Formular
Verfasser:SPD und CDU-Fraktion
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Bearbeiter/-in: Telkemeier, Erwin
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie Vorberatung
26.10.2016 
des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie beschlossen   
Schulausschuss Vorberatung
02.11.2016 
des Schulausschusses beschlossen   
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
03.11.2016 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
09.11.2016 
des Ausschusses für Umweltschutz beschlossen   
Haupt- und Personalausschuss Vorberatung
22.11.2016 
des Haupt- und Personalausschusses beschlossen   
Rat der Stadt Entscheidung
29.11.2016 
des Rates der Stadt beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:
 

Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, im Rahmen von Workshops in Zusammenarbeit mit den Eltern- und Lehrervertretungen ein Konzept zu entwickeln, wie die Anzahl der „Elterntaxen“  reduziert und die Verkehrssicherheit für Schülerinnen und Schüler auf Schulwegen und um die Schulen herum verbessert werden kann.

 

Ziel soll es sein, die eigenständige Mobilität der Kinder zu stärken. Insbesondere sollen die Fuß- und Radwegeverbindungen zu den Schulen überprüft werden, damit eine eigenständige Mobilität per Radfahren und Zu-Fuß-Gehen zunehmend möglich ist. Es soll ein Katalog von Maßnahmen entwickelt werden, der auf alle Schulen und auch Kindertagesstätten übertragen werden kann.

 

Hierfür ist zu prüfen,

 

  1. die Verbesserung von pädagogischen Informationsangeboten im Rahmen der Mobilitäts- und Verkehrserziehung in Kooperation mit Polizei, Lehrern und Eltern,

 

  1. die Ermöglichung alternativer Haltebereiche (Kiss and Ride) in angemessener Sicherheitsdistanz zu den Schulen, gegebenenfalls in der Kombination  mit der Schaffung von sicheren räumlichen Bereichen um Schulen herum, in denen motorisierter Individualverkehr sowie das Parken und Halten zu Gunsten der Verkehrssicherheit eingeschränkt sind,

 

  1. die Anpassung der Geschwindigkeitsregulierung und Ihre Überwachung, insbesondere im Sinne der künftig leichter einzurichtenden Tempo-30-Zonen,

 

  1. die Verbesserung der Bewerbung von alternativen Beförderungsoptionen wie Zu-Fuß-Gehen, Radfahren und Bus-Nutzung, insbesondere zu  Schuljahresbeginn, jedoch als Daueraufgabe an den Schulen, insbesondere für die Zielgruppe Eltern,

 

  1. die Weiterentwicklung und Unterstützung von Initiativen wie dem Walking-Bus, Radl-Bus, Bus-Schule, Bus-Lotsen und Schülerlotsen in Kooperation mit den Stadtwerken, der Wohnungswirtschaft, engagierten Herner Unternehmen, Eltern, Großeltern u.a..
    Hierzu: https://nationaler-radverkehrsplan.de/de/praxis/fuenftklaessler-werden-fahrrad-die-schule

 

  1. das Erarbeiten von Schulwege- und Kinderstadtplänen mit den Schülern und Schülerinnen mit Hilfe des Geoinformationssystems der Stadt Herne,

 

  1. die mögliche Zertifizierung fahrradfreundlicher Schulen. Nicht zuletzt reduziert eine hohe Fahrradmobilität das tägliche Verkehrschaos vor der Schule und trägt zur Verkehrssicherheit bei.

Hierzu: http://www.fahrradland-bw.de/radverkehr-in-bw/landesauszeichnung-fahrradfreundlich/fahrradfreundliche-schule/

 

Ein entsprechender Katalog soll dem Rat der Stadt vor Beginn des Schuljahres 2017/2018 vorgelegt werden.

     


Sachverhalt:
 

Der Anteil der Eltern, die ihr Kind mit dem Auto zur Schule fahren, ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Gleichzeitig beklagen Lehrer und Eltern, dass Kinder sich zu wenig bewegen.

Bedingt durch knappe Zeitfenster zu den Schulanfangs- und -endzeiten entstehen immer schwierigere Verkehrssituationen: Haltende Pkw belegen den knappen Verkehrsraum, an- und abfahrende Pkw erhöhen das Verkehrsaufkommen, Konflikte mit den anderen Verkehrsteilnehmern entstehen.

 

Die Sicherheit und die Bewegung von Schülerinnen und Schülern sind wichtige Themen, die Eltern, Lehrer und Verwaltung engagiert vertreten sollten. Mit Einzelmaßnahmen, wie der Einrichtung von Elternhaltestellen an der Schiller- und Vellwigschule, konnte die Situation punktuell in den letzten Jahren schon verbessert werden. Dies gilt es jetzt auf alle Schulen und Kindertagesstätten Hernes zu übertragen.

 


Anlage:
 

Original des Antrages    

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Antrag_Eigenständige_Mobilität_fördern (90 KB) PDF-Dokument (102 KB)