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Vorlage - 2017/0373  

Betreff: InnovationCity roll out
- Sachstandsbericht -
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Heidenreich, 16 - 3013
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Säger, Susanne
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
08.06.2017 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
14.06.2017 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:
 

Der Innovation-City roll out Prozess ist im Herbst letztes Jahres in Herne-Mitte gestartet. In der Konzeptphase werden im Quartier Herne-Mitte die konzeptionellen Grundlagen für eine Reduzierung von CO2-Emissionen und eine Erhöhung der Energieeffizienz gelegt. Das Ergebnis dieser Konzeptphase, das Quartierskonzept, ist ein Instrument für ein Sanierungsmanagement in einer sich anschließenden möglichen Umsetzungsphase. Die Quartierskonzepte bauen auf den Erfahrungen auf, die in der InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop im klimagerechten Stadtumbau gesammelt wurden und noch immer werden. Der Erfolg in diesem Modellprojekt gründet auf einer passgenauen Aktivierungsstrategie für unterschiedliche Zielgruppen im Bottroper Pilotgebiet, in dem rund 70 000 Einwohner leben.

 

Ziel des roll out-Quartierskonzeptes ist die Erstellung eines individuellen umsetzungsbezogenen Aktivierungskonzeptes für eine drei- bis fünfjährige Umsetzungsphase in Herne-Mitte. Basis einer solchen Aktivierung ist eine Zielgruppensegmentierung sowie ein allgemeiner Aktivierungsbaukasten, der verschiedene Formate zur Aktivierung privater und institutioneller Akteure bereithält.

Die Quartiersanalyse bildet hierfür einen ersten Grundstein. Ziel ist es, die bisherigen laufenden Maßnahmen, wie den Stadtumbau oder das kleinräumige Monitoring, im Quartier auszuwerten und auf der Grundlage dieser Auswertung ein Energiekonzept auf das Quartier individuell anzupassen.

 

Ergänzend werden Einzelgespräche mit wichtigen Akteuren - wie beispielweise Flächen- oder Immobilieneigentümern - geführt, um insbesondere Flächen- und Entwicklungspotenziale im Quartierszusammenhang zu ermitteln.

 

 

 

 

 

Im Zentrum der fachplanerischen Arbeit steht das Energiekonzept, das auf Basis der Quartiersanalyse erstellt wird. Ziel des Energiekonzepts ist die Darstellung der energetischen Grundlagen des Quartiers und die Ermittlung von Effizienz- und Einsparpotenzialen. Das Energiekonzept unterteilt sich in die Bereiche

 

  • Bestandsanalyse Energie
  • Minderungspotenziale sowie
  • Maßnahmenkatalog und Versorgungskonzept.

 

 

Zunächst erfolgt eine Analyse des Gebäudebestands und der Energieversorgung in den Bereichen Wärme und Strom:

 

  • Bestandsanalyse der Gebäudestruktur und Typisierung des Gebäudebestands nach der Gebäudetypologie des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) (Gebäudetyp und Baualtersklasse)
  • Analyse der Ist-Situation der vorhandenen Energieinfrastruktur (Energieversorgerdaten), Erfassung der installierten Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien und der installierten BHKW-Anlagen sowie des Anschlusses leitungsgebundener Energieträger
  • Erfassung und räumliche Darstellung des Energieverbrauchs auf Baublockebene, aufgeteilt nach Wohngebäuden, Gewerbe, Dienstleistung und Handel (ggf. Industrie) sowie nach kommunalen Liegenschaften
  • Berechnung des Heizwärmebedarfs der Wohngebäude auf Grundlage der Wohngebäudetypologie des IWU
  • Erstellung einer Energie- und Treibhausgasbilanz, differenziert nach den Verbrauchssektoren Wohnen, Gewerbe, Dienstleistung und Handel sowie kommunale Liegenschaften.

 

 

Die vorhergenannten Arbeitsschritte sind derzeit durchgeführt worden und werden im Ausschuss in einem mündlichen Vortrag als Sachstandbericht vorgestellt. Darüber hinaus wird das weitere Vorgehen dargelegt werden.

 

 

In Vertretung

 

 

 

 

Friedrichs

Stadtrat