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Vorlage - 2017/0543  

Betreff: Regionales Solardachkataster für die Metropole Ruhr
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Semmelmann, 2121
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Böhnke, Bianca
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Entscheidung
26.09.2017 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:
 

In der Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz ist  am 01.06.2016 die Erstellung eines Solardachkatasters für die Metropole Ruhr angekündigt worden. Unter der Federführung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) ist in Kooperation mit den Städten und Kreisen der Metropole Ruhr sowie der tetraeder.solar GmbH das Kataster erstellt und am 27.07.2017 auf der Homepage des Regionalverbandes für die Öffentlichkeit freigeschaltet worden.

 

In dem Kataster sind über 2,4 Millionen Gebäude erfasst. Das flächendeckende Angebot zeigt per Mausklick, welche Dächer in der Metropole Ruhr für die Stromproduktion bedingt bis gut geeignet sind. Danach könnte fast jedes zweite Dach für die Stromproduktion durch Sonnenenergie genutzt werden. Rein theoretisch ließen sich damit jährlich 11.000 GWh Strom erzeugen, der ausreichen würde, über 7 Millionen Bürger mit Strom zu versorgen. Die tetraeder.solar GmbH hat errechnet, dass die gleiche Menge Strom mit fossilen Energieträgern erzeugt, die Umwelt mit 5 Millionen Tonnen CO2 belasten würde.

 

Auf dem Herner Stadtgebiet gibt es ca. 65.000 Gebäude. Etwa die Hälfte der Gebäude verfügt über Dächer, die für die Nutzung von Sonnenenergie geeignet sind. Jeder Eigentümer kann mit dem Kataster nicht nur feststellen, ob sein Dach geeignet ist, sondern hat die Möglichkeit überschlägig die Wirtschaftlichkeit einer Anlage zu berechnen. Darüber hinaus kombiniert die Datenbank vorhandenes Wissen und macht es als Open Data für alle Privateigentümer von Wohngebäuden, der Kommune aber auch Handwerkern möglich zu überprüfen, ob sich das Speichern des produzierten Stroms lohnt und wie sich eine Kombination mit Solarthermieelementen für die Warmwasserproduktion auswirkt. Experten gehen davon aus, dass mit dieser Bündelung von Informationen, die für jeden zugänglich ist, ein bislang weitgehend brachliegendes Potential aktiviert und damit ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden kann. Dies bedeutet auch, dass die im „Integrierten Klimaschutzkonzept“ der Stadt Herne beschriebenen Solarpotentiale gehoben werden können und damit der Ausstoß von klimaschädlichen Gasen und anderen Schadgasen bei der Stromproduktion vermieden werden können.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Friedrichs

(Stadtrat)

              


Anlagen:
 

Keine