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Vorlage - 2004/0817  

Betreff: Durchführung eines Schulversuchs gem. RdErl. des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder vom 22.12.2003
"Gemeinsamer Unterricht behinderter und nicht behinderter Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I - zieldifferent" an der Königin-Luisen-Schule (Städt. Gemeinschaftshauptschule), Wilhelmstr. 88, 44649 Herne (Stadtbezirk Wanne)
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Schöbel, Ellen
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Bartkowiak, Heike
Beratungsfolge:
Schulausschuss Vorberatung
13.01.2005 
des Schulausschusses beschlossen   
Bezirksvertretung Wanne Vorberatung
25.01.2005 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne beschlossen   
Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
01.02.2005 
des Haupt- und Finanzausschusses beschlossen   
Rat der Stadt Vorberatung
15.02.2005 
des Rates der Stadt beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 Haushaltsstelle:

 Verw.-/Vermögenshaushalt:

Ausgaben

für Lehr- und

Unterrichtsmittel     1.000,--

 

 

 

1.215.522.000.5

 

 

Verwaltungshaushalt

 

 

 

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Rat der Stadt beschließt, an  der Königin-Luisen-Schule (Städt. Gemeinschafts-hauptschule) zum Schuljahr 2005/2006 den Schulversuch  “Gemeinsamer Unterricht behinderter und nicht behinderter Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I - zieldifferent” zu errichten.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Rechtslage

 

Lt. RdErl. d. Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder vom 22.12.2003, der lt. Rücksprache mit der Bezirksregierung für die Schuljahre 2004/2005 und 2005/2006 gilt,  können Schulträger gemäß § 7 Abs. 3 SchpflG in Verbindung mit § 4b SchVG für allgemeine Schulen der Sekundarstufe I – beginnend mit Klasse 5 - bei der oberen Schulaufsichts-behörde einen Antrag auf Teilnahme an einem Schulversuch stellen, wenn die personellen und sächlichen Voraussetzungen gegeben sind. Über den Antrag ist ein Ratsbeschluss gem. § 8 SchVG herbeizuführen. Diese Regelung wird voraussichtlich ab dem Schuljahr 2006/2007 durch die neuen Regelungen des noch nicht beschlossenen Schulgesetzes abgelöst werden, nach denen der gemeinsame Unterricht behinderter und nicht behinderter Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I – zieldifferent dann kein Schulversuch mehr sein wird.

Voraussetzungen für die Aufnahme in den Schulversuch sind ein bereits seit der Grundschulzeit bestehender sonderpädagogischer Förderbedarf, die Feststellung seines Fortbestehens in dem dafür vorgesehenen Verfahren und die Festlegung der allgemeinen Schule als Förderort. Letzteres erfolgt in der Regel bis zum 31. Januar des letzten Grundschulbesuchsjahres, in dem diese Kinder bereits im gemeinsamen Unterricht der Grundschule gefördert worden sind. Sofern der sonderpädagogische Förderbedarf in Ausnahmefällen erst in der Sekundarstufe I deutlich wird, ist es auch möglich, diesen im dafür vorgesehenen Verfahren festzustellen. Zieldifferent beschult werden Kinder mit Lernbehinderung und mit geistiger Behinderung.

In der Regel sollten nicht weniger als fünf Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in einer Gruppe gemeinsam mit nicht behinderten Schülerinnen und Schülern lernen.

 

 

Ausgangslage

 

Seit dem Schuljahr 2001/2002 findet in der Grundschule Drögenkamp als Bündelschule der Gemeinsame Unterricht in der Primarstufe statt. Zur Zeit befinden sich dort 5 Kinder, die zieldifferent beschult werden, in der 4. Klasse. Auch an anderen Grundschulen wird der gemeinsame Unterricht bereits seit längerem in Einzelintegrationen durchgeführt. Zur Zeit befinden sich an 2 Grundschulen der Stadtbezirke Wanne und Eickel 2 weitere zieldifferent beschulte Kinder in der 4. Klasse.

Würde für diese Kinder der Gemeinsame Unterricht in der Sekundarstufe I nicht weitergeführt werden , müssten sie in die entsprechenden Sonderschulen wechseln.

 

 

Antrag

 

Die Königin-Luisen-Schule (Städt. Gemeinschaftshauptschule) beantragt mit Schreiben vom 16.12.2004 die Teilnahme an dem Schulversuch “Gemeinsamer Unterricht behinderter und nicht behinderter Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe I - zieldifferent” (s. Anlage 1). Der Schulversuch soll ab dem Schuljahr 2005/2006 beginnen.

 

 

Schulaufsichtliche Stellungnahme

 

Lt. Stellungnahme der Unteren Schulaufsicht vom 17.12.04 ist die Ergänzung des Gemeinsamen Unterrichts in der Primarstufe in Herne durch einen schulischen Förderort in der Sekundarstufe I für zieldifferent zu beschulende Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf notwendig.

 

Die für den Schulversuch erforderliche Anzahl von Schülerinnen und Schülern wird nach dem derzeitigen Kenntnisstand vorhanden sein.

 

Der Antrag der Königin-Luisen-Schule (Städt. Gemeinschaftshauptschule) wird seitens der Unteren Schulaufsicht sehr begrüßt und unterstützt (s. Anlage 2)

 

 

Räumliche, sächliche und personelle Voraussetzungen

Unterrichts- und Fachräume
Die erforderlichen Unterrichts- und Fachräume sowie die erforderliche Ausstattung sind lt. Stellungnahme der Schule vorhanden.

 

Lehr- und Unterrichtsmittel
Lt. Stellungnahme der Schule müssen adäquate, zielorientierte Lehr- und Lernmittel in Höhe von ca. 1000,-- € jährlich ergänzend bereitgestellt und angeschafft werden.

 

Fahrkosten
Fahrkosten sind ggf. zu übernehmen. Inwieweit es dabei zu einer Erhöhung der Fahrkosten gegenüber den Fahrkosten, die bei dem Besuch einer Sonderschule anfallen würden, kommen kann, ist abhängig vom Einzelfall.

 

Lehrerstellenanteile

Lt. Stellungnahme der unteren Schulaufsicht stehen die vorgesehenen Lehrerstellenanteile – ein Zuschlag als Unterrichtsmehrbedarf in Höhe von 0,1 Stellen je Schüler/-in - zur Verfügung.

 

 

Schulkonferenzbeschluss

 

Der Schulkonferenz ist gem. § 15 SchMG Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Lt. Mitteilung der Schule liegt ein entsprechender Schulkonferenzbeschluss vom 15.12.2004 vor.

 

Genehmigung

 

Die Errichtung des Schulversuches bedarf der Genehmigung durch die Bezirksregierung Arnsberg.

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Meinolf Nowak

Stadtrat