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Vorlage - 2017/0682  

Betreff: Situation der Grundschulen im Stadtbezirk Sodingen
hier: Einleitung schulorganisatorischer Maßnahmen
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Karbowski, Ralf Tel. 3128
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Wischniewski, Kerstin
Beratungsfolge:
Schulausschuss Entscheidung
16.11.2017 
des Schulausschusses beschlossen   
Bezirksvertretung Sodingen Entscheidung
22.11.2017 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

 

Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

                          


Beschlussvorschlag:
 

Der Schulausschuss und die Bezirksvertretung Sodingen nehmen den Bericht der Verwaltung zur Situation der Grundschulen im Stadtbezirk Sodingen zur Kenntnis und beauftragen die Verwaltung mit der Einleitung der bezeichneten schulorganisatorischen Maßnahmen.                          


Sachverhalt:
 

  1. Ausgangs-/ Beschlusslage

 

Im Stadtbezirk Sodingen sind folgende Grundschulstandorte gelegen (Aufnahmerahmen laut Ratsbeschluss):

 

    Grundschule Pantrings Hof (2,0-zügig)

    Grundschule Jürgens Hof (3,0-zügig)

    Grundschule Max-Wiethoff-Straße (3,5-zügig)

    Grundschule Vellwigstraße (3,0-zügig)

    Grundschule Börsinghauser Straße (2,5-zügig)

 

Der stadtweite Rückgang der Schülerzahlen und die demografische Entwicklung haben in den zurückliegenden Jahren auch im Stadtbezirk Sodingen zu schulorganisatorischen Veränderungen geführt. Die im Randbereich gelegene Grundschule Wiescherstraße wurde nachfragebedingt aufgegeben. Im Ortsteil Horsthausen wurde die Grundschule Jürgens Hof durch Zusammenlegung der Grundschulen Regenbogenschule und Langforthstraße neu errichtet. Die laut Ratsbeschluss vorgegebenen Zügigkeiten entsprechen teilweise nicht mehr den räumlichen Rahmenbedingungen. Diese verändern sich nachhaltig durch die Fragen der Integration, der Inklusion sowie der Weiterentwicklung des Offenen Ganztags. Die aktuelle Situation ist stadtweit gekennzeichnet durch steigende Schülerzahlen aufgrund vermehrten Zuzugs, nicht zuletzt auch im Planungsbereich. Vor dem Hintergrund dieser Gesamtentwicklung ist es schulorganisatorisch sinnvoll und notwendig, den Gesamtbereich in seiner Entwicklung zu betrachten. Dies auch mit Blick auf eine qualitative Weiterentwicklung der Schullandschaft im Stadtbezirk Sodingen. Die Gesamtsituation wird nachfolgend näher beschrieben.  

 

In seiner Sitzung am 05.09.2017 (Vorlage-Nr. 2017/0492) hat der Rat der Stadt eine erste Prioritätensetzung zur Modernisierung, Sanierung sowie Erweiterung von Schulstandorten im Rahmen von Objektbeauftragungen an die HSM Herner Schulmodernisierungsgesellschaft mbH sowie von weiteren Finanzierungs-/ Förderprogrammen beschlossen. Die Verwaltung wurde in diesem Zusammenhang beauftragt, die objektbezogenen Maßnahmen-beschreibungen und Umsetzungskonzepte (Art und Umfang der Leistungen, Kosten-analysen, Zeitpläne) für die priorisierten Schulstandorte – u. a. die Grundschule Max-Wiethoff-Straße – zu erarbeiten bzw. erarbeiten zu lassen und den zuständigen bürgerschaftlichen Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen. Darüber hinaus ist die Grundschule Jürgens Hof mit einem Sanierungs- und Erweiterungsbedarf Gegenstand der beschlossenen Maßnahmenliste (Rahmenprogramm HSM / Standortkategorie 1).

 

Als Grundlage für die Erarbeitung der objektbezogenen Maßnahmenbeschreibungen und Umsetzungskonzepte sowie zur Vermeidung späterer Fehlplanungen sind die schul-organisatorischen Rahmenbedingungen (Zügigkeiten, Raumbedarfe, Raumprogramme) frühzeitig zu beschreiben und festzulegen. Dies ist u. a. Zielsetzung dieser Beschluss-vorlage.

 

 

  1. Stand der Schulentwicklungsplanung / schulorganisatorische Maßnahmen aus den zurückliegenden Planungsjahren

 

Der Schulentwicklungsplan 2004 bis 2010 für die Herner Grundschulen ist im Folgezeitraum kontinuierlich fortgeschrieben worden; zuletzt in der Ausweitung der Prognoseannahmen bis zum Schuljahr 2015/2016. Auf dieser Grundlage wurde die Grundschulsituation in den Stadtbezirken beschrieben und weitreichende  schulorganisatorische Handlungsempfeh-lungen formuliert. Für den Planungsbereich des Stadtbezirks Sodingen war seinerzeit Handlungsbedarf unter Berücksichtigung der zu erwartenden Zügigkeiten abgeleitet worden.

 

Mit Ratsbeschluss vom 05.10.2010 wurde die auslaufende Auflösung der Grundschule Wiescherstraße zum Schuljahr 2011/2012 in der Weise beschlossen, dass keine Eingangsklasse mehr aufgenommen wurde. Dies vor dem Hintergrund nicht ausreichender Anmeldezahlen zur Bildung einer Eingangsklasse. 

 

Mit Ratsbeschluss vom 07.06.2011 wurde die Errichtung einer neuen städtischen Gemeinschaftsgrundschule (Grundschule Jürgens Hof) am Standort Jürgens Hof 61 (Gebäude der ehemaligen Hauptschule Jürgens Hof) durch Zusammenlegung der städtischen Gemeinschaftsgrundschule Regenbogenschule und der städtischen Gemein-schaftsgrundschule Langforthstraße zum Schuljahr 2013/2014 beschlossen.  Der Aufnahme-rahmen wurde auf 3 Parallelklassen pro Jahrgang festgelegt.

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Aktualisierung der bisherigen Planungsaussagen / Prognosen

 

Für die Herner Grundschulen wurden die Prognoseannahmen zuletzt bis zum Schuljahr 2016/2017 fortgeschrieben. Nachfolgend ein kurzer Abgleich der seinerzeitigen Prognose für das Schuljahr 2016/2017 sowie der Ist-Zahlen laut Schulstatistik vom 15.10.2016. Gesamtstädtisch ergibt sich hieraus eine Abweichung von rd. 4,4 %:

 

Schul-

Schüler der Jahrgangsstufe

Schüler

Zu bildende

jahr

1

2

3

4

insges.

Klassen 1-4

Prognose* 2016/17

1.135

1.265

1.296

1.234

4.930

212

Ist       2016/17

1.232

1.340

1.325

1.248

5.145

218

Differenz

+97

+75

+29

+14

+215

+6

*Prognose vom 12.03.2015 auf Basis der amtlichen Schulstatistik 2014/2015 (Stand: 15.10.2014)

 

 

Nachfolgend eine Betrachtung der Entwicklung der Grundschülerzahlen im Stadtgebiet in den letzten Jahren:

 

 

 

Betrachtet man die Entwicklung der Schülerzahlen in den letzten Jahren, so bleibt festzustellen, dass diese bis zum Schuljahr 2014/2015 stets rückläufig waren. Seit dem Schuljahr 2015/2016 steigen die Schülerzahlen wieder deutlich an.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Grundlage der Schulstatistik 2016/2017 werden die Schülerzahlen nachfolgend bis zum Schuljahr 2022/2023 prognostiziert. Dabei wird für die folgenden Einschulungsjahrgänge die Zahl der geborenen Kinder zum 30.06.2017 zugrunde gelegt:

 

 

Grundschulen Stadtgebiet

Schul-

Jahrg. 0

Schüler der Jahrgangsstufe

Schüler

Zu bildende

jahr

lt. FB 22

1

2

3

4

insges.

Klassen 1-4

IST 2016/17

1.266

1.232

1.340

1.325

1.248

5.145

208 + 10 VK

2017/18

1.342

1.281

1.371

1.297

1.331

5.280

219

2018/19

1.366

1.323

1.427

1.321

1.303

5.374

229

2019/20

1.385

1.352

1.471

1.377

1.334

5.534

233

2020/21

1.358

1.294

1.505

1.418

1.388

5.605

234

2021/22

1.407

1.374

1.439

1.452

1.432

5.697

239

2022/23

1.421

1.397

1.528

1.387

1.459

5.771

243

 

Für die gesamtstädtische Betrachtung ist festzustellen, dass im mittelfristigen Prognose-zeitraum weiter deutlich steigende Schülerzahlen anzunehmen sind (+ 12,2 % bis 2022/23). Ursächlich sind auch hier die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Zuwanderung, welche weiter zu beobachten sind. Insgesamt muss der Zuwanderungsfaktor als Prognose-unsicherheit bewertet werden. Fragen nach dem weiteren Verlauf der Entwicklung, des längerfristigen Verbleibs der neu Zugewanderten oder des Familiennachzuges werden hier einwirken und unmittelbar die Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder beeinflussen. Darüber hinaus ist festzustellen, dass sich die Verweildauer der Kinder in der Schuleingangsphase (Jahrgangsstufen 1 und 2) in den letzten Jahren deutlich erhöht hat. Dies macht sich in einer stark angestiegenen Übergangsquote (zuletzt 110 % im gewichteten Mittel der letzten drei Jahre) bemerkbar.

 

 

Nachfolgend eine Betrachtung der zu erwartenden Eingangszahlen zu den ersten Klassen:

 

 

Die zur Verfügung stehenden 54 Züge im Stadtgebiet Herne können den gesamten Schulplatzbedarf im Zeitfenster bis 2022/2023 bei Eingangsklassen mit durchschnittlich 26 Schülerinnen und Schülern je Klasse abdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Aktualisierung der Prognosen für die Grundschulstandorte im Stadtbezirk Sodingen

 

Nachfolgend werden die einzelnen Grundschulstandorte im Stadtbezirk Sodingen unter den gleichen Annahmen näher betrachtet:

 

 

Grundschule Pantrings Hof (Ist 2016 = 94; davon Seiteneinsteiger = 6)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2016-2022

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

absolut

in %

  0 *

16

23

20

16

20

29

20

30

23

3

15

   1**

21

26

22

22

25

36

25

37

29

7

30

2

24

21

32

25

25

29

41

29

43

11

34

3

23

25

18

31

25

25

28

41

28

10

56

4

19

24

22

17

29

23

23

26

38

16

71

Jahrgang 1 bis 4

87

96

94

95

104

113

117

133

138

44

47

* Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder

Statistikstelle: 30.06.2017

 

 

 

** 2017: Zahl der Anmeldungen (Stand: 13.07.2017)

 

Die Grundschule Pantrings Hof ist aktuell in allen Jahrgängen einzügig. Der Standort wird auch von Schülerinnen und Schülern außerhalb des unmittelbaren Einzugsbereiches nachgefragt. Dies fließt in die Prognoseaussagen ein, so dass sich in den Jahren 2019 und 2021 der Bedarf für die Bildung einer zweiten Eingangsklasse ergeben könnte. Die laut Ratsbeschluss noch geltende Zweizügigkeit ist aktuell im räumlichen Verbund mit der Förderschule Erich-Kästner nicht mehr darstellbar. Es ist daher vorgesehen, den Aufnahmerahmen der Grundschule Pantrings Hof formell auf eine Eingangsklasse zu begrenzen. Die jahrgangsweise Bildung einer zweiten Eingangsklasse soll jedoch in Absprache mit der unteren Schulaufsicht ermöglicht werden. 

 

 

Grundschule Jürgens Hof (Ist 2016 = 232; davon Seiteneinsteiger = 25)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2016-2022

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

absolut

in %

  0 *

91

87

68

78

83

80

75

79

80

12

18

   1 **

63

64

51

54

60

57

54

57

57

6

13

2

46

63

68

54

57

63

60

57

60

-8

-12

3

53

47

65

70

55

58

64

62

58

-7

-11

4

44

46

48

61

66

52

55

60

58

10

21

Jahrgang 1 bis 4

206

220

232

239

238

230

233

236

233

1

0

* Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder

Statistikstelle: 30.06.2017

 

 

 

** 2017: Zahl der Anmeldungen (Stand: 13.07.2017)

 

Die Schülerzahlen der Grundschule Jürgens Hof haben sich in den zurückliegenden Jahren positiv entwickelt. Für das Schuljahr 2017/2018 werden in Absprache mit der unteren Schulaufsicht drei Eingangsklassen gebildet. Nach der Prognose weist die Grundschule Jürgens Hof auch in den Folgejahren fast ausnahmslos eine 3-Zügigkeit auf. Nur ca. 2/3 der Schülerinnen und Schüler der ehemaligen Grundschulbezirke der (aufgelösten) Grundschulen Regenbogenschule und Langforthstraße besuchen die Grundschule Jürgens Hof.  

 

 

 

 

 

 

 

Grundschule Max-Wiethoff-Straße (Ist 2016 = 199; davon Seiteneinsteiger = 25)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2016-2022

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

absolut

in %

  0 *

87

82

68

77

67

75

63

61

76

8

12

   1 **

45

60

43

41

40

45

38

37

46

3

6

2

50

49

62

45

43

42

47

39

38

-24

-38

3

49

42

49

62

45

43

42

47

40

-9

-19

4

48

52

45

50

64

46

44

43

48

3

7

Jahrgang 1 bis 4

192

203

199

198

192

176

171

166

172

-27

-14

* Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder

Statistikstelle: 30.06.2017

 

 

 

** 2017: Zahl der Anmeldungen (Stand: 13.07.2017)

 

Die Prognose geht bei der Schülerzahlentwicklung an der Grundschule Max-Wiethoff-Straße über den gesamten Betrachtungszeitraum von einer stabilen 2-Zügigkeit aus. Die Zügigkeit (derzeit 3,5-zügig) ist angesichts der tatsächlichen und räumlichen Situation auf 2,0 Züge anzupassen.

 

 

GS Vellwigstraße (Ist 2016 = 337; davon Seiteneinsteiger = 32)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2016-2022

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

absolut

in %

  0 *

39

48

47

45

45

54

37

38

51

4

9

   1 **

71

78

83

65

71

85

58

60

80

-3

-3

2

87

81

86

92

72

79

95

65

67

-19

-23

3

77

87

86

87

94

73

80

96

66

-20

-23

4

83

78

82

85

86

92

72

79

94

12

15

Jahrgang 1 bis 4

318

324

337

329

323

329

305

300

307

-30

-9

* Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder

Statistikstelle: 30.06.2017

 

 

 

** 2017: Zahl der Anmeldungen (Stand: 13.07.2017)

 

Die Grundschule Vellwigstraße weist eine stabile 3-Zügigkeit über den gesamten Betrachtungszeitraum aus. Diese begrenzt auch die Aufnahmekapazitäten. Die Schüler-schaft stammt zu einem deutlichen Anteil aus den umliegenden Einzugsbereichen. Im Jahr 2019 kann dies zu einem geringfügigen Anmeldeüberhang führen.

 

GS Börsinghauser Straße (Ist 2016 = 167; davon Seiteneinsteiger = 1)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2016-2022

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

absolut

in %

  0 *

49

46

40

44

43

42

50

48

44

4

10

   1 **

39

37

33

54

44

43

51

49

45

12

36

2

52

48

42

38

63

51

50

59

57

15

35

3

40

46

46

39

36

58

47

46

55

9

19

4

38

41

46

45

39

35

58

47

46

0

-1

Jahrgang 1 bis 4

169

172

167

176

182

187

206

201

203

36

22

* Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder

Statistikstelle: 30.06.2017

 

 

 

** 2017: Zahl der Anmeldungen (Stand: 13.07.2017)

 

Die Prognose geht davon aus, dass an der Grundschule Börsinghauser Straße über den gesamten Betrachtungszeitraum eine stabile 2-Zügigkeit erreicht wird. Die Zügigkeit (derzeit 2,5-zügig) ist angesichts der tatsächlichen und räumlichen Situation auf 2,0 Züge anzupassen.

 

 

 

 

  1. Zusammenfassung der Prognoseaussagen

 

Im Stadtbezirk Sodingen stehen an den fünf Grundschulstandorten - bei notwendiger Reduzierung der Zügigkeiten an den Grundschulen Pantrings Hof, Max-Wiethoff-Straße und Börsinghauser Straße - insgesamt 11 Züge pro Jahrgang zur Verfügung. Dies ist ausreichend um sowohl im gesamten Stadtbezirk als auch an den einzelnen Standorten - trotz gestiegener Schülerzahlen bedingt durch die Zuwanderung - die Beschulung der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.

 

Die vor allem zuwanderungsbedingten Auswirkungen auf die Schülerzahlentwicklung sind erheblich. Betrachtet man die Gesamtstadt, ist im Zeitraum von Dezember 2013 bis Juni 2017 (also rd. 3,5 Jahre) folgende zuwanderungsbedingte Veränderung bei den schulpflichtig werdenden Kindern feststellbar:    

 

 

 

2017/18

2018/19

2019/20

2020/21

2021/22

2022/23

31.12.2013

1198

1247

1226

-

-

-

30.06.2017

1342

1366

1385

1358

1407

1421

Differenz

+144

+119

+159

       +163

(seit 9/2014)

+153

(seit 9/2015)

+64

(seit 9/2016)

 

 

Betrachtet man nur den Stadtbezirk Sodingen, ist im Zeitraum von Dezember 2013 bis Juni 2017 (also rd. 3,5 Jahre) folgende zuwanderungsbedingte Veränderung bei den schulpflichtig werdenden Kindern feststellbar:

 

 

2017/18

2018/19

2019/20

2020/21

2021/22

2022/23

31.12.2013

258

249

258

-

-

-

30.06.2017

273

273

293

263

278

288

Differenz

+15

+24

+35

        +16

(seit 9/2014)

+27

(seit 9/2015)

+25

(seit 9/2016)

 

 

Nachfolgend eine Betrachtung der zu erwartenden Eingangszahlen zu den ersten Klassen:

 

 

Die zur Verfügung stehenden 11 Züge im Stadtbezirk Sodingen können den gesamten Schulplatzbedarf im Zeitfenster bis 2022/2023 bei Eingangsklassen mit durchschnittlich 25 Schülerinnen und Schülern je Klasse abdecken.

 

 

 

 

 

  1. Beschreibung / Bewertung der Gebäudesituation / Infrastruktur

 

Grundschule Pantrings Hof

Die im nördlichen Teil des Stadtbezirks Sodingen nahe der Stadtgrenze gelegene Grundschule Pantrings Hof wurde im Jahre 1961 erbaut. Zusammen mit dem Förderschwerpunkt Sprache der Förderschule Erich-Kästner-Schule bildet sie ein Schulzentrum. Die Schule verfügt über eine Turnhalle und ein Lehrschwimmbecken.

 

Die Grundschule Pantrings Hof ist laut Ratsbeschluss eine 2,0-zügige Schule, die im Schuljahr 2016/2017 von insgesamt 94 Schülerinnen und Schülern besucht wurde. Die Höchstzahl der gemeinsam von der Grundschule Pantrings Hof und der Förderschule Erich-Kästner-Schule (nur Förderschwerpunkt Sprache) genutzten OGS lag bei 35 Plätzen für die Grundschule und weiteren 50 Plätzen für die Förderschule. An der Schule wurden 6 Seiteneinsteiger beschult. Ein Teil der Schülerschaft stammt auch aus anderen Einzugsbereichen.

 

Raumart

Raum-

1-Zügigkeit

Diff.

2-Zügigkeit

Diff.

Bemerkungen

 

bestand

Raumbedarf

 

Raumbedarf

 

 

Unterrichtsraum

 

 

 

 

 

Größe rd. 69 qm;

> Regelklassen

4

4

0

8

-4 Räume

2 Räume genutzt

 

 

 

 

 

 

durch FöS

Informatikraum

1 / 69 qm

1 / 72 qm

0

1 / 72 qm

0

auch FöS

 

 

 

 

 

 

 

Mehrzweckraum

1 / 69 qm

1 / 72 qm

0

2 / 72 qm

-1 Raum

 

Forum

0 qm

150 qm

-150 qm

150 qm

-150 qm

Mitnutzung der

 

 

 

 

 

 

Aula der FöS

OGS**

 

 

 

 

 

mit Förderschule

> Gruppenräume

1 / 55 qm

2 / 72 qm

0

3 / 72 qm

-21 qm

 

> Gruppenraum

1 / 36 qm

 

 

 

 

 

> Gruppenraum

1 / 104 qm

 

 

 

 

auch MZR.

> Speiseraum

1 / 87 qm

80 qm

-53 qm

120 qm

-108 qm

einschl. Küche /

> Küche / Nebenräume

 

60 qm

 

75 qm

 

Nebenraum

Sonderbedarfe

 

 

 

 

 

 

> Differenzierung /

1 / 84 qm

2 / 36 qm

0

4 / 36 qm

-60 qm

2016/17

   Förderung / 

 

nach Bedarfs-

 

nach Bedarfs-

 

> 94 SuS ges.

   inklusive Schule

 

prüfung /

 

prüfung /

 

> 85 OGS-Plätze*

 

 

Förderschwer-

 

Förderschwer-

 

> 40 % ZwG

 

 

punkten

 

punkten

 

> 6 Seiteneinst.

 

 

 

 

 

 

> 0 Gem. Lernen

* GS Pantrings Hof 35 Plätze, FöS Erich Kästner 50 Plätze

 

 

 

 

Die Grundschule Pantrings Hof ist formell eine 2-zügige Schule, faktisch wird sie zurzeit jedoch 1-zügig geführt. Für eine 1-zügige Schule ist der Raumbestand an Unterrichtsräumen ausreichend, darüber hinaus konnten zwei Unterrichtsräume nach Absprache schuljahres-weise der Förderschule Erich-Kästner überlassen werden. Lediglich im Bereich der OGS, die gemeinsam mit der Förderschule Erich-Kästner genutzt wird, besteht ein Raumdefizit im Bereich der Küche und der Nebenräume von ca. 53 qm. Für eine 1-zügige Schule ist die  Raumbilanz insgesamt ausgeglichen. Sollte in den Jahren 2019 und 2021 nach Absprache mit der unteren Schulaufsicht die Bildung einer zweiten Eingangsklasse notwendig werden, wäre die schuljahresweise Überlassung von Unterrichtsräumen an die Förderschule Erich-Kästner nicht in dem bisherigen Umfang möglich. Vor diesem Hintergrund ist auch auf die Schülerzahlentwicklung der Förderschule ein besonderes Augenmerk zu richten. Für eine durchgehende 2-Zügigkeit ist das Raumangebot nicht ausreichend.

 

Grundschule Jürgens Hof

Das Gebäude und die Turnhalle der im Ortsteil Horsthausen gelegenen Grundschule Jürgens Hof wurden im Jahre 1965 erbaut und seit dieser Zeit durch die bis zum Ende des Schuljahres 2012/2013 endgültig aufgelöste Hauptschule Jürgens Hof genutzt. Seit dem Schuljahr 2013/2014 wird das Gebäude für die neu errichtete Grundschule Jürgens Hof genutzt. Diese ist  eine 3-zügige Schule, die im Schuljahr 2016/2017 von insgesamt 232 Schülerinnen und Schülern besucht wurde. Die Höchstzahl der OGS-Plätze lag bei 80 Schülerinnen und Schülern. 11 Schülerinnen und Schüler befanden sich im Gemeinsamen Lernen. Außerdem wurden an der Schule 25 Seiteneinsteiger beschult.

 

 

 

 

 

 

 

Raumart

Raumbestand

Raumbestand

3-Zügigkeit

Diff.

Bemerkungen

 

vor Umbau

nach Umbau

Raumbedarf

 

 

Unterrichtsraum

11

 

 

0

Größe ca. 64 qm

> Regelklassen

 

12

12

 

Informatikraum

1 / 64 qm

1 / 64 qm

1 / 72 qm

0

 

Mehrzweckraum

0

3 / 64 qm

3 / 72 qm

0

 

Lehrküche

1 / 65 qm

1/ 65 qm

0

1

 

Lehrmittelraum

1 / 86 qm

1 / 86 qm

1 / 40 qm

46 qm

auch Schülerbücherei

Elterncafé

1 / 63 qm

1 / 63 qm

0

1

multifunktionale

 

 

 

 

 

Nutzung

Forum

358 + 90 qm

358 + 90 qm

150 qm

298 qm

Aula mit Bühne

OGS

 

 

 

 

 

> Gruppen- u. Speiseraum

3 / 64 qm

3 / 72 qm

3 / 72 qm

0

 

> Speiseraum

0

120 qm

120 qm

0

Ausbaubedarf

> Küche

1 / 27 qm

60 qm

60 qm

0

OGS rd. 450 qm

> Nebenräume

1 / 27 qm

70 qm

70 qm

0

 

  Waschraum, Rezeption

 

 

 

 

 

  Büro OGS, Tornisterraum

 

 

 

 

 

Sonderbedarfe

 

 

 

 

 

> Differenzierung 

2 / 45 qm

2 / 45 qm

2 / 36 qm

0

2 Sprachförder-

 

 

 

 

 

gruppen

 

0

4 / 36 qm

4 / 36 qm

 

Ausbaubedarf

 

6 / 26 qm

6 / 26 qm

 

 0

über Klassen begehbar

> Förderräume / inklusive

separate

separate

separate

 

2016/17

   Schule

Bedarfs-

Bedarfs-

Bedarfs-

 

> 232 SuS ges.

 

prüfung

prüfung

prüfung

 

> 80 OGS-Plätze

 

 

 

 

 

> 63 % ZwG

 

 

 

 

 

> 25 Seiteneinst.

 

 

 

 

 

> 11 Gem. Lernen

 

Das Raumangebot ist für eine 3-zügige Grundschule nicht mehr ausreichend. Bei den Klassen-, Mehrzweck- und Differenzierungsräumen sowie im OGS-Bereich weist es erhebliche Defizite auf. Die Versorgungsquote bei der OGS liegt mit 34 % im Grundschulvergleich deutlich unter der durchschnittlichen Versorgungsquote von 42 % im Stadtgebiet. Es besteht ein Erweiterungsbedarf von rd. 450 qm für den OGS-Bereich sowie von rd. 150 qm für Differenzierungs- und Förderzwecke.

 

 

 

 

Grundschule Max-Wiethoff-Straße

Die zentral im Ortsteil Sodingen gelegene Grundschule Max-Wiethoff-Straße besteht aus einem Hauptgebäude (Baujahr 1905), einem Erweiterungsbau (Baujahr 1982), einem 2-Raum-Pavillon (Baujahr 1997) sowie einer Turnhalle. Für die OGS wird u. a. der ehemalige Schulkindergarten an der nahegelegenen Von-Gluck-Straße genutzt.

Die Grundschule Max-Wiethoff-Straße ist eine ursprünglich 3,5-zügige Schule, die im Schuljahr 2016/2017 von insgesamt 199 Schülerinnen und Schülern besucht wurde. Die Schule hat sich in den zurückliegenden Jahren fast vollständig in Richtung Zweizügigkeit entwickelt. Lediglich der jetzige Jahrgang 3 ist noch dreizügig. Die Höchstzahl der OGS-Plätze lag bei 60. Außerdem befanden sich 10 Schülerinnen und Schüler im Gemeinsamen Lernen; es wurden 25 Seiteneinsteiger beschult.

 

(bei Abgang OGS-Pavillon Von-Gluck-Straße und Pavillon am Standort)

Raumart

Raumbestand

Raumbestand

2-Zügigkeit

Diff.

Bemerkungen

 

vor Umbau

nach Umbau

Raumbedarf

 

 

Unterrichtsraum

12

10

 

0

Größe 61 - 64 qm

> Regelklassen

 

 

9 (Jg. 3 mit 3 Kl.)

2  Räume Neubau

> VK Zuwanderung

 

 

1

 

Informatikraum

1 / 61 qm

1 / 61 qm

1 / 72 qm

0

 

Mehrzweckraum

2 / 61 qm

2 / 72 qm

2 / 72 qm

0

2 Räume Neubau

Forum

0

0

150 qm

0

Turnhalle

OGS

 

 

 

 

 

> Gruppenräume

0

3 / 56 qm

2 / 72 qm

24 qm

Räume im Bestand

> Speiseraum

0

80 qm

80 qm

0

(Umbau)

> Küche

0

60 qm

60 qm

0

 

> Nebenräume

 

 

 

 

 

  Waschraum, Rezep-

0

30 qm

30 qm

0

 

  tion, Tornisterraum

0

20 qm

20 qm

0

ggf. im Bestand

Sonderbedarfe

 

 

 

 

 

> Differenzierung /

1 / 52 qm

1 / 52 qm

4 / 36 qm

-31 qm

2016/17

   Förderung / 

 

1 / 61 qm

ggf. weitere nach

 

> 199 SuS ges.

   inklusive Schule

 

 

Bedarfsprüfung /

 

> 60 OGS-Plätze

 

 

 

Förderschwer-

 

> 54 % ZwG

 

 

 

punkten

 

> 25 Seiteneinst.

 

 

 

 

 

> 10 Gem. Lernen

 

Auf dem Schulgelände der Grundschule Max-Wiethoff-Straße  befinden sich das Haupt- und Erweiterungsgebäude sowie ein 2-Raum-Pavillon für die OGS-Betreuung. Der Pavillon (Baujahr 1997) befindet sich in einem maroden Zustand. Eine Sanierung wäre unwirtschaftlich, er soll daher aufgegeben werden. Der weitere OGS-Bereich (Speiseraum, Küche und Nebenräume) befindet sich im ehemaligen Schulkindergarten an der nahegelegenen Von-Gluck-Straße. Die Aufgabe des Nebenstandortes und die Verlagerung an den Schulstandort werden aus Gründen der OGS-Erweiterung sowie aus organisatorischer Sicht angestrebt. Dies bedingt einen Umbau im Erdgeschoss des Erweiterungsgebäudes. Hier könnten dann Speiseraum, Küche und Nebenräume neu geschaffen werden. Für die Betreuungsangebote stünden drei Klassenräume im 1. Obergeschoss zur Verfügung. Als Ersatz für die durch die Verlagerung der OGS wegfallenden Räumlichkeiten würde dann ein 4-Raum-Pavillon mit ca. 300 qm Raumfläche auf dem Schulgrundstück neu errichtet werden.

Die Grundschule Max-Wiethoff-Straße ist laut Ratsbeschluss eine 3,5-zügige Schule, die faktisch jedoch in der Gegenwart und auch nach der aufgestellten Prognose in der Zukunft nur eine 2-Zügigkeit erreicht bzw. erreichen wird. Für eine 2-zügige Schule ergibt sich somit nach Um- und Neubau eine optimierte ausgeglichene Raumbilanz.

Grundschule Vellwigstraße

Die in der Mitte des Stadtbezirks Sodingen (Ortsteil Börnig) gelegene Grundschule Vellwigstraße besteht aus einem Hauptgebäude (Baujahr 1913), einem Pavillon mit 2 Räumen (Baujahr 2005) und einem 1-Raum-Pavillon (Baujahr 2006). Die Pavillons werden für die OGS genutzt. Außerdem befindet sich eine Turnhalle (Baujahr 1990) auf dem Schulgelände.

 

Die Grundschule Vellwigstraße ist eine 3-zügige Schule, die im Schuljahr 2016/2017 von insgesamt 337 Schülerinnen und Schülern besucht wurde. Die Höchstzahl der OGS-Plätze lag bei 135. 4 Schülerinnen und Schüler befanden sich im Gemeinsamen Lernen. Außerdem wurden an der Schule 32 Seiteneinsteiger beschult. Ein größerer Teil der Schülerschaft stammt auch aus anderen Einzugsbereichen.

 

 

 

 

 

Raumart

Raum-

3-Zügigkeit + VK

Diff.

Bemerkungen

 

bestand

Raumbedarf

 

 

Unterrichtsraum

14

 

0

 

> Regelklassen

 

12

Größe rd. 60 qm

> VK Zuwanderung

 

2

 

Informatikraum

1 / 23 qm

1 / 72 qm

-49 qm

8 PC + 1 Lehrer-PC

Mehrzweckraum

1 / 36 qm

3 / 72 qm

-1 Raum

 

 

1 / 102 qm

 

 

gleichzeitig Forum

Werkraum

1 / 58 qm

0

1

Kellergeschoss;

 

 

 

 

Umnutzung wegen

 

 

 

 

mangelnder Belichtung

 

 

 

 

nicht möglich

Forum

0

150 qm

-150 qm

1 Mehrzweckraum

 

 

 

 

wird auch als Forum

 

 

 

 

genutzt

OGS

 

 

 

 

> Gruppenräume

2 / 62 qm

3 / 72 qm

-1 Raum

 

> Speiseraum

1 / 61 qm

120 qm

-59 qm

 

> Küche + Nebenräume

1 / 24 qm

75 qm

-51 qm

 

Sonderbedarfe

 

 

 

 

> Differenzierung /

0

6 / 36 qm

-6 / 36 qm

2016/17

   Förderung / 

 

ggf. weitere nach

 

> 337 SuS ges.

   inklusive Schule

 

Bedarfsprüfung /

 

> 135 OGS-Plätze

 

 

Förderschwer-

 

> 15 % ZwG

 

 

punkten

 

> 32 Seiteneinst.

 

 

 

 

> 4 Gem. Lernen

 

Im Bereich der Unterrichtsräume ist der Raumbedarf für eine 3-zügige Schule durch den Raumbestand ausreichend abgedeckt. Zusätzlich werden zwei Klassenräume für Vorbereitungsklassen genutzt. Dies schränkt die räumlichen Möglichkeiten aktuell ein. Der OGS-Bereich ist mit 135 Plätzen voll ausgelastet, eine Kapazitätserweiterung ist nicht möglich. Bei den Differenzierungsräumen besteht ein Defizit. Eine zusätzliche bauliche Erweiterung auf dem Schulgelände würde die ohnehin nicht großzügigen Freiflächen / Schulhofflächen der dreizügigen Grundschule Vellwigstraße weiter einschränken.

 

 

 

 

 

Grundschule Börsinghauser Straße

Die im Südosten des Stadtbezirks Sodingen (Ortsteil Holthausen) gelegene Grundschule Börsinghauser Straße wurde 1951 erbaut und 1993 baulich erweitert. Außerdem verfügt die Schule über eine Turn- und Schwimmhalle.

 

Die Grundschule Börsinghauser Straße ist eine 2,5-zügige Schule, die im Schuljahr 2016/2017 von insgesamt 167 Schülerinnen und Schülern besucht wurde. Die Höchstzahl der OGS-Plätze lag bei 85. Außerdem befanden sich 5 Schülerinnen und Schüler im Gemeinsamen Lernen und es wurde ein Seiteneinsteiger beschult.

 

 

 

 

 

Raumart

Raum-

2-Zügigkeit

Diff.

Bemerkungen

 

bestand

Raumbedarf

 

 

Unterrichtsraum

8

 

 

 

> Regelklassen

 

8

0

Größe rd. 66 qm

Informatikraum

1 / 50 qm

1 / 72 qm

-22 qm

 

Mehrzweckraum

1 / 63 qm

2 / 72 qm

-1 Raum

 

Forum

173 qm

150 qm

0

Aula, gleichzeitig

 

 

 

 

als Mehrzweckraum

 

 

 

 

nutzbar

OGS

 

 

 

 

> Gruppenräume

2 / 66 qm

2 / 72 qm

0

 

> Speiseraum

1 / 66 qm

80 qm

-14 qm

 

> Küche + Nebenräume

1 / 15 qm

60 qm

-45 qm

 

Sonderbedarfe

 

 

 

 

> Differenzierung /

1 / 66 qm

4 / 36 qm

0

Raum wird auch für

   Förderung / 

 

 

 

die OGS genutzt

   inklusive Schule

1 / 61 qm

 

 

Raum wird auch für

 

 

 

 

die Schulsozialarbeit

 

 

 

 

genutzt

 

 

ggf. weitere nach

 

2016/17

 

 

Bedarfsprüfung /

 

> 167 SuS ges.

 

 

Förderschwer-

 

> 85 OGS-Plätze

 

 

punkten

 

> 33 % ZwG

 

 

 

 

> 1 Seiteneinst.

 

 

 

 

> 5 Gem. Lernen

 

 

Der Raumbedarf bei den Unterrichtsräumen ist für eine 2-zügige Schule durch den Raumbestand abgedeckt. Der Informatikraum fällt flächenmäßig etwas klein aus. Das Raumdefizit von einem Raum bei den Mehrzweckräumen kann durch die Nutzung der Aula als Mehrzweckraum kompensiert werden. Im OGS-Bereich konzentriert sich das Flächendefizit auf den Küchenbereich. Insgesamt betrachtet ist die Raumbilanz für eine 2-zügige Schule ausgeglichen. Die Zügigkeit ist den räumlichen und organisatorischen Gegebenheiten anzupassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Schulorganisatorische Handlungsansätze / Perspektiven

 

Die beschriebenen Rahmenbedingungen lassen mit Blick auf die Entwicklung der einzelnen Standorte (Infrastrukturbewertung, Investitionsbedarfe, Zukunftssicherung) schulorgani-satorische Handlungsbedarfe erkennen, denen zeitnah begegnet werden soll. Gleichzeitig sollen Möglichkeiten einer qualitativen Weiterentwicklung genutzt werden bzw. Perspektiven aufgezeigt werden. Konkret werden folgende Handlungsempfehlungen für die Grundschulen im Planungsbereich formuliert:

 

  1. Die Zügigkeit der Grundschule Pantrings Hof wird zum Schuljahr 2018/2019 angesichts der tatsächlichen und räumlichen Situation auf eine Eingangsklasse begrenzt. Für eine durchgehende 2-Zügigkeit ist das Raumangebot nicht ausreichend. Jahrgangsweise soll in Absprache mit der unteren Schulaufsicht die Bildung einer zweiten Eingangsklasse möglich sein. Hierbei sind der beschriebene räumliche Verbund mit der Förderschule Erich-Kästner sowie die dortige Schülerzahlentwicklung im Blick zu behalten. Ebenso sind die begrenzten Möglichkeiten der OGS in die weiteren Überlegungen einzubeziehen.

 

  1. Die aktuellen Prognosen bestätigen, dass die Grundschule Jürgens Hof auch zukünftig als 3-zügige Schule geführt wird. Das derzeitige Raumprogramm ist für eine 3-zügige Grundschule nicht mehr ausreichend. Es besteht ein Ausbaubedarf von rd. 600 qm schulischer Nutzfläche für die OGS und für Differenzierungs- und Förderzwecke. Der Schulstandort ist mit seinem Sanierungs- und Erweiterungsbedarf Gegenstand des durch den Rat der Stadt am 05.09.2017 beschlossenen Rahmenprogramms zur Modernisierung, Sanierung sowie Erweiterung von Schulstandorten. Die Maßnahme wurde mit einem Gesamtvolumen von rd. 4,5 Mio. € der HSM Schul-modernisierungsgesellschaft mbH zugeordnet.

 

  1. Die Zügigkeit an der Grundschule Max-Wiethoff-Straße wird zum Schuljahr 2018/2019 angesichts der tatsächlichen Situation auf zwei Eingangsklassen begrenzt. Diese Zügigkeit wird durch die aktuellen Prognosen bestätigt. Das Raumprogramm wird entsprechend der Zügigkeit durch den Umbau im Hauptgebäude (neuer OGS-Bereich) sowie die Errichtung eines 4-Raum-Pavillons auf dem Schulgelände in der Größenordnung von rd. 300 qm schulischer Nutzfläche den künftigen Anforderungen angepasst. Der marode 2-Raum-Pavillon auf dem Schulgelände sowie der ehemalige Schulkindergarten an der nahegelegenen Von-Gluck-Straße, der für die OGS genutzt wird, werden aufgegeben. Der Schulstandort ist mit seinem Sanierungs- und Ausbaubedarf Gegenstand des durch den Rat der Stadt am 05.09.2017 beschlossenen Rahmenprogramms zur Modernisierung, Sanierung sowie Erweiterung von Schulstandorten. Die Maßnahme wurde mit einem Gesamtvolumen von rd. 2,78 Mio. € dem KInvFG 2 NRW in der ersten Priorität zugeordnet. Das Umsetzungskonzept soll auf Grundlage der hier beschriebenen schulorganisatorischen Rahmenbedingungen zeitnah weiter konkretisiert werden.

 

  1. Die Grundschule Vellwigstraße wird auch künftig als 3-zügiges System geführt. Das Raumprogramm der Schule weist mit Blick auf eine zukunftsorientierte Ausrichtung deutliche Defizite auf. Eine zusätzliche bauliche Erweiterung auf dem Schulgelände würde die ohnehin nicht großzügigen Freiflächen / Schulhofflächen der dreizügigen Grundschule Vellwigstraße weiter einschränken. Die räumliche und organisatorische Gesamt-entwicklung ist weiter im Blick zu behalten.

 

  1. Die Zügigkeit an der Grundschule Börsinghauser Straße wird zum Schuljahr 2018/2019 angesichts der tatsächlichen und räumlichen Situation auf zwei Eingangsklassen begrenzt. Das Raumprogramm der Schule ist für eine 2-Zügigkeit ausreichend.

 

 

 

 

 

  1. Beteiligungsverfahren / weiteres Vorgehen

 

Die grundlegenden Planungen des Schulträgers sind im Vorfeld mit den beteiligten Schulleitungen sowie der unteren Schulaufsicht erörtert worden. Die Stellungnahme des Schulamtes für die Stadt Herne liegt der Sitzungsvorlage bei.

 

Vorbehaltlich des Auftrages der bürgerschaftlichen Gremien sind im weiteren Verfahren die Schulkonferenzen der betroffenen Schulen zu beteiligen. Nachfolgend ist das Beratungs-/ Beschlussverfahren zur Umsetzung der schulorganisatorischen Maßnahmen sowie zur Durchführung der Sanierungs-/ Erweiterungsprojekte (konkrete Umsetzungsplanung) in den bürgerschaftlichen Gremien einzuleiten.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

Thierhoff

Stadträtin

 


Anlagen:
 

Stellungnahme der unteren Schulaufsicht vom 21.09.2017

                          

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage - Stellungnahme d. unteren Schulaufsicht (405 KB)