Ratsinformationssystem

Vorlage - 2004/0826  

Betreff: Umzug des Stadtarchivs
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Leckscheid, Markus
Federführend:FB 32 - Kultur Bearbeiter/-in: Leckscheid, Markus
Beratungsfolge:
Bezirksvertretung Herne-Mitte Vorberatung
20.01.2005 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Herne-Mitte beschlossen   
Kultur- und Bildungsausschuss Entscheidung
09.02.2005 
des Kultur- und Bildungsausschusses beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 Haushaltsstelle:

 Verw.-/Vermögenshaushalt:

  60.000,00 € A

265.000,00 € VE

  59.400,00 € E

265.000,00 € A

  25.000,00 € A

280.000,00 € E

 

  25.000,00 € E

1.322.950/810/0

1.322.950/810/0

1.300.141/000/9

1.322.950/810/0

1.322.xxx

noch festzulegen; Nettoerlös

Grundstücksverkauf

1.322.362/810/3 Zuweisung LWL

Vermögenshaushalt 2005

Vermögenshaushalt 2005

Verwaltungshaushalt 2005

Vermögenshaushalt 2006

Verwaltungshaushalt 2006

Vermögenshaushalt 2006

 

Vermögenshaushalt 2006

 

 

 

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Der Kultur- und Bildungsausschuss beschließt den Umzug des Herner Stadtarchivs und die Neuunterbringung in entsprechend umzugestaltende Räumlichkeiten des Kulturzentrums, wie im Sachverhalt geschildert.

Gleichzeitig wird die Verwaltung beauftragt, alle Anstrengungen zu unternehmen, das bisherige Archivgrundstück zu veräußern.

Die Beschlussfassung erfolgt unter dem Vorbehalt der Verfügbarkeit der vorgesehenen Haushaltsmittel.

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die derzeitige Unterbringung des Stadtarchivs im Gebäude Eickeler Str. 7 (erbaut 1886) ist in vielerlei Hinsicht unbefriedigend. Insbesondere ist unter Berücksichtigung der Gebäudestatik sowie aufgrund mangelnder Reserveflächen die Aufnahme zusätzlicher Archivalien in größerem Umfang nicht mehr möglich. Als einzig zukunftsfähige Lösung kommt hier die Installation einer den üblichen Archivstandard darstellende Kompaktregalanlage in Betracht, die am derzeitigen Standort aus baulichen Gründen nicht zu realisieren ist.

Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass eine wirtschaftliche Lösung dieser vorhandenen Probleme im derzeit genutzten Gebäude nicht möglich ist. Hinzu kommen hohe Kosten für Bauunterhaltung, notwendige Brandschutzinvestitionen, Energieverbräuche, Reinigung und Hofsäuberungsarbeiten.

Bei der Suche nach einer Lösung bot sich ein Umzug des Stadtarchivs in die leerstehenden Räume der inzwischen umgezogenen Martin-Opitz-Bibliothek (Nutzungsmöglichkeit: Lesesaal, Zeitungsarchiv, Archivbibliothek) und der ehemaligen Stadtbildstelle (Nutzungsmöglichkeit: Magazin) sowie in den Keller des Kulturzentrums (Nutzungsmöglichkeit: Magazin) an. Die Restaurierungswerkstatt soll in dafür gut geeigneten Räumlichkeiten des Gebäudes Berliner Platz 5 (Martin-Opitz-Bibliothek) untergebracht werden. Die Räume wurden zwischenzeitlich vom Westfälischen Archivamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe begutachtet. Das Ergebnis der Begutachtung ist, auch was Reserveflächen für die Zukunft betrifft, positiv. Durch die damit verbundene enge räumliche Zusammenlegung der entsprechenden Bibliothekseinrichtungen wäre auch eine gemeinsame Nutzung der Bestände sowie kostenintensiver technischer Einrichtungen, z.B. Bookeyescanner der Martin-Opitz-Bibliothek und Digibib (Digitale Bibliothek) der Stadtbibliothek, problemlos möglich. Auch ist damit eine benutzerfreundliche Spezialisierung in der Bestandspflege und eine Entlastung der beteiligten Einrichtungen realisierbar.

 

Nach umfangreichen Kostenermittlungen durch das GMH sowie den hiesigen Fachbereich ist für die Gesamtmaßnahme gegenwärtig mit dem o. g. Kosten in Höhe von 350.000,00 € zu rechnen.

Diese entfallen hauptsächlich auf notwendige Umbauten im Gebäude, die Beschaffung und Installation einer Kompaktregalanlage, die Herrichtung des Besucherbereiches, weitere archivspezifische Beschaffungen sowie den Umzug selbst.

 

Zur Deckung dieser Kosten kann mit Einnahmen von rund 365.000,00 € gerechnet werden.

 

Die in dieser Berechnung noch vorhandene positive Differenz in Höhe von 15.000,00 € zwischen Einnahmen und Ausgaben soll vorerst als Reserve für eventuelle Kostensteigerungen vorgehalten werden. Auf keinen Fall soll allerdings das finanzielle Gesamtvolumen von 365.000,00 € überschritten werden.

 

Auf der Kostenseite werden weiterhin bereits jetzt 5.000,00 € p.a. an Standleitungskosten aufgebracht, die mit Inbetriebnahme des Archivs an der neuen Stelle sofort entfallen können.

 

Nach einem erfolgten Umzug kann auf einen gesonderten Hausmeisterdienst für das Archiv verzichtet werden, ebenso sind Einspareffekte im Hinblick auf mögliche gemeinsame Schreibdienstnutzung, auf Benutzerdienste sowie nicht mehr notwendiger Botenfahrten zu erwarten.

 

Bezüglich der Bewirtschaftung der Haushaltsmittel soll, im Hinblick auf die in diesem Rahmen notwendigen Gebäudeumbauten durch das GMH, ein Auftraggeber- und -nehmerverhältnis angestrebt werden. Insofern sollen die Ausgaben der Gesamtmaßnahme im UA 322, wie oben skizziert, in Zuständigkeit und Verfügungsberechtigung des Fachbereiches 32 veranschlagt werden. Allerdings ist bereits bei Beginn der Maßnahme sicher zu stellen, dass eine volle Verfügbarkeit der insgesamt vorgesehenen Haushaltsmittel über den geplanten Maßnahmezeitraum gegeben ist.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Bornfelder