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Vorlage - 2017/0808  

Betreff: Gründung eines ZWAR-Netzwerks in den Quartieren Röhlinghausen und Eickel - mündliche Berichterstattung
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Neumann (Büro Oberbürgermeister)
Federführend:FB 41 - Soziales Bearbeiter/-in: Bittokleit, Ralf
Beratungsfolge:
Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Senioren Anhörung
13.12.2017 
des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Senioren zur Kenntnis genommen   
Bezirksvertretung Eickel Anhörung
01.02.2018 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

Sachverhalt:
 

Intakte soziale Beziehungen wirken sich positiv auf die Lebensqualität von Menschen aus. Dies gilt für alle Lebensphasen und ganz besonders für das Alter. Der Eintritt in den Ruhestand stellt für viele Menschen einen starken Einschnitt im Leben dar. Nicht selten bedeutet die Freistellung von der Arbeit auch den Verlust sozialer Kontakte. Zugleich gilt es, die zusätzliche freie Zeit sinnvoll zu gestalten. Viele Menschen im Übergang von Arbeit und Ruhestand sind daher auf der Suche nach Gleichgesinnten, um den Ruhestand gemeinsam zu gestalten - um gemeinsamen Interessen nachzugehen, oder um sich gemeinsam zu engagieren.

 

Hier setzen sogenannte ZWAR-Netzwerke („Zwischen Arbeit und Ruhestand“) an. Das erprobte ZWAR-Konzept, das bereits in über 60 Kommunen in Nordrhein-Westfalen etabliert ist, zielt auf den Aufbau selbsttragender sozialer Netzwerke von Menschen, die sich im Übergang von Arbeit und Ruhestand befinden und gemeinsam Zeit verbringen wollen.

 

ZWAR-Netzwerke unterstützen den Aufbau tragfähiger sozialer Beziehungen im Stadtteil, fördern das gesellschaftliche Engagement und stärken die Identifikation der Menschen mit ihrer Nachbarschaft. Damit sind sie sowohl für die einzelnen Bürgerinnen und Bürger als auch für die Gesellschaft insgesamt von großem Wert.

 

Auch in Röhlinghausen und Eickel sollen im kommenden Jahr 2018 Gruppen nach dem ZWAR-Konzept gegründet werden. Sie stellen eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Strukturen in diesen Quartieren dar. Ihr Aufbau erfolgt auf Initiative der hier aktiven Träger der altersgerechten Quartiersentwicklung, dem Deutschen Roten Kreuz in Röhlinghausen sowie der Arbeiterwohlfahrt in Eickel. Wesentliches Element des Aufbaus ist die sogenannte Netzwerkbegleitung, in deren Rahmen die Gruppen während der Gründungsphase bei der Entwicklung der Selbstorganisation unterstützt werden. Diese Begleitung, über einem Zeitraum von maximal einem Jahr, wird durch die Träger sichergestellt. Unterstützt wird der Prozess durch die ZWAR Zentralstelle NRW in Dortmund, etwa in Form von Schulungen oder durch fachliche Begleitung.


Die Stadt Herne begrüßt die Initiative der Verbände und unterstützt den Gründungsprozess, etwa durch die Einbindung von Multiplikatoren oder durch die Mitorganisation der zentralen Gründungsveranstaltung. Zu dieser Veranstaltung sollen alle Bürgerinnen und Bürger im Alter von 55- bis 65 Jahren, die in den genannten Quartieren leben, eingeladen werden.

 

Mit der Berichterstattung im Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Senioren sollen das ZWAR-Konzept und die Planungen zum Aufbau eines ZWAR-Netzwerkes in Herne vorgestellt werden.

 

 

Der Oberbürgermeister

 

in Vertretung

 

 

 

Chudziak