Ratsinformationssystem

Vorlage - 2018/0010  

Betreff: Situation der Grundschulen im Stadtbezirk Eickel
hier: Einleitung schulorganisatorischer Maßnahmen und
Festlegung der schulorganisatorischen Rahmenbedingungen

Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Karbowski, Ralf, Tel. 3128
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Wischniewski, Kerstin
Beratungsfolge:
Schulausschuss Entscheidung
25.01.2018 
des Schulausschusses beschlossen   
Bezirksvertretung Eickel Entscheidung
01.02.2018 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

                             

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:
 

Der Schulausschuss und die Bezirksvertretung Eickel nehmen den Bericht der Verwaltung zur Situation der Grundschulen im Stadtbezirk Eickel zur Kenntnis und beauftragen die Verwaltung mit der Einleitung der bezeichneten schulorganisatorischen Maßnahmen. Die beschriebenen schulorganisatorischen Rahmenbedingungen sind als Grundlage für die zu konkretisierenden Umsetzungskonzepte heranzuziehen.

                            

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
 

I. Ausgangs-/ Beschlusslage

 

Im Stadtbezirk Eickel sind folgende Grundschulstandorte gelegen (Aufnahmerahmen laut Ratsbeschluss):

 

      Grundschule Freiherr-vom-Stein-Schule (2,5-zügig)

      Grundschule Südschule (3-zügig)

      Grundschule Eickeler Park (2-zügig)

      Grundschule Europaschule Königstraße (3-zügig).

 

 

Der stadtweite Rückgang der Schülerzahlen und die demografische Entwicklung haben in den zurückliegenden Jahren auch im Stadtbezirk Eickel zu schulorganisatorischen Veränderungen geführt. Die im Randbereich gelegene Grundschule Görresschule wurde angesichts sinkender Schülerzahlen aufgegeben. Die laut Ratsbeschluss vorgegebenen Zügigkeiten entsprechen teilweise nicht mehr den räumlichen Rahmenbedingungen. Diese verändern sich nachhaltig durch die Fragen der Integration, der Inklusion sowie der Weiterentwicklung des Offenen Ganztags. Die aktuelle Situation ist stadtweit gekennzeichnet durch wieder steigende Schülerzahlen aufgrund vermehrten Zuzugs, nicht zuletzt auch im Planungsbereich. Vor dem Hintergrund dieser Gesamtentwicklung ist es schul-organisatorisch sinnvoll und notwendig, den Gesamtbereich in seiner Entwicklung zu betrachten. Dies auch mit Blick auf eine qualitative Weiterentwicklung der Schullandschaft im Stadtbezirk Eickel. Die Gesamtsituation wird nachfolgend näher beschrieben.  

 

In seiner Sitzung am 05.09.2017 (Vorlage-Nr. 2017/0492) hat der Rat der Stadt eine erste Prioritätensetzung zur Modernisierung, Sanierung sowie Erweiterung von Schulstandorten im Rahmen von Objektbeauftragungen an die HSM Herner Schulmodernisierungsgesellschaft mbH sowie von weiteren Finanzierungs-/ Förderprogrammen beschlossen. Die Verwaltung wurde in diesem Zusammenhang beauftragt, die objektbezogenen Maßnahmen-beschreibungen und Umsetzungskonzepte (Art und Umfang der Leistungen, Kostenanalysen, Zeitpläne) für die priorisierten Schulstandorte – u. a. die Grundschule Europaschule Königstraße – zu erarbeiten bzw. erarbeiten zu lassen und den zuständigen bürgerschaftlichen Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen. Darüber hinaus ist die Grundschule Südschule  mit einem Sanierungs- und Erweiterungsbedarf Gegenstand der beschlossenen Maßnahmenliste (Rahmenprogramm).

 

Als Grundlage für die Erarbeitung der objektbezogenen Maßnahmenbeschreibungen und Umsetzungskonzepte sowie zur Vermeidung späterer Fehlplanungen sind die schul-organisatorischen Rahmenbedingungen (Zügigkeiten, Raumbedarfe, Raumprogramme) frühzeitig zu beschreiben und festzulegen. Dies ist u. a. Zielsetzung dieser Beschluss-vorlage.

 

 

II. Stand der Schulentwicklungsplanung / schulorganisatorische Maßnahmen aus den zurückliegenden Planungsjahren

 

Der Schulentwicklungsplan 2004 bis 2010 für die Herner Grundschulen ist im Folgezeitraum kontinuierlich fortgeschrieben worden; zuletzt in der Ausweitung der Prognoseannahmen bis zum Schuljahr 2015/2016. Auf dieser Grundlage wurde die Grundschulsituation in den Stadtbezirken beschrieben und weitreichende  schulorganisatorische Handlungs-empfehlungen formuliert. Für den Planungsbereich des Stadtbezirkes Eickel war seinerzeit Handlungsbedarf unter Berücksichtigung der zu erwartenden Zügigkeiten abgeleitet worden.

 

Mit Ratsbeschluss vom 21.06.2011 wurde die auslaufende Auflösung der Grundschule Görresschule zum Schuljahr 2012/2013 (01.08.2012) in der Weise beschlossen, dass keine Eingangsklasse mehr aufgenommen wurde. Ursächlich für diese Entscheidung war, dass nach den seinerzeitigen Schülerzahlprognosen selbst bei Aufgabe eines dreizügigen Systems und dann nur 10 zur Verfügung stehenden Zügen ab dem Schuljahr 2012/2013 immer noch Überkapazitäten von 1,6 bis 2,0 Zügen im Stadtbezirk Eickel prognostiziert wurden. Die endgültige Auflösung der Grundschule Görreschule erfolgte zum Schul-jahresende 2013/2014. 

 

 

 

 

 

 

 

 

III. Aktualisierung der bisherigen Planungsaussagen / Prognosen

 

Die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler an den Herner Grundschulen hat im Schuljahr 2014/2015 mit 4.996 Kindern ihren Tiefststand erreicht. Seitdem steigen die Schülerzahlen zuwanderungsbedingt wieder deutlich an. Nachfolgend eine Betrachtung der Entwicklung der Schülerzahlen in den letzten Jahren:

 

 

Grundschulen Stadtgebiet 

 

 

Auf der Grundlage der Schulstatistik 2017/2018 werden die Schülerzahlen nachfolgend bis zum Schuljahr 2023/2024 prognostiziert. Dabei wird für die folgenden Einschulungsjahrgänge die Zahl der geborenen Kinder zum 30.09.2017 zugrunde gelegt:

 

 

Grundschulen Stadtgebiet

 

 

Für die gesamtstädtische Betrachtung ist festzustellen, dass im mittelfristigen Prognosezeitraum weiter deutlich steigende Schülerzahlen anzunehmen sind (+ 11,6 % bis 2023/24). Ursächlich sind auch hier die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Zuwanderung, welche weiter zu beobachten sind. Insgesamt muss der Zuwanderungsfaktor als Prognoseunsicherheit bewertet werden. Fragen nach dem weiteren Verlauf der Entwicklung, des längerfristigen Verbleibs der neu Zugewanderten oder des Familiennachzuges werden hier einwirken und unmittelbar die Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder beeinflussen. Darüber hinaus ist festzustellen, dass sich die Verweildauer der Kinder in der Schuleingangsphase (Jahrgangsstufen 1 und 2) in den letzten Jahren deutlich erhöht hat. Dies macht sich in einer stark angestiegenen Übergangsquote (zuletzt 113 % im gewichteten Mittel der letzten drei Jahre) bemerkbar.

 

Nachfolgend eine Betrachtung der zu erwartenden Eingangszahlen zu den ersten Klassen:

 

 

Die zur Verfügung stehenden 54 Züge im Stadtgebiet Herne können den gesamten Schulplatzbedarf im Zeitfenster bis zum Schuljahr 2023/2024 bei Eingangsklassen mit durchschnittlich 25 bis 27 Schülerinnen und Schülern je Klasse abdecken. Die Entwicklung im Stadtgebiet und in den einzelnen Stadtbezirken ist bei insgesamt steigenden Schülerzahlen zu beobachten.

 

 

IV. Aktualisierung der Prognosen für die Grundschulstandorte im Stadtbezirk Eickel

 

Nachfolgend werden die einzelnen Grundschulstandorte im Stadtbezirk Eickel unter den gleichen Annahmen näher betrachtet:

 

 

Grundschule Freiherr-vom-Stein-Schule (Ist 2017 = 191; davon Seiteneinsteiger = 38)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2017-2023

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

absolut

in %

  0 *

49

48

63

51

65

60

49

52

58

-5

-8

1

51

39

47

42

54

49

40

43

48

1

2

2

54

56

49

55

49

62

58

47

50

1

2

3

53

52

53

47

52

47

60

55

45

-8

-15

4

45

53

42

48

42

47

42

54

50

8

18

Jahrgang 1 bis 4

203

200

191

192

197

205

200

199

193

2

1

* Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Grundschule Freiherr-vom-Stein-Schule ist laut Ratsbeschluss eine 2,5-zügige Schule, die im Schuljahr 2017/2018 von insgesamt 191 Schülerinnen und Schülern besucht wird. Die Schule richtet einen Förderschwerpunkt auf die Beschulung von Kindern aus dem Seiteneinstieg. Aktuell besuchen 38 SeiteneinsteigerInnen die Schule. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte (rd. 64 %) liegt über dem gesamtstädtischen Wert von rd. 52 %.  Die Höchstzahl der OGS-Plätze liegt aktuell bei 93. Dies entspricht einer Versorgungsquote von rd. 49 % (Gesamtstadt = rd. 43 %). Mit Blick auf die Zielgruppe der SeiteneinsteigerInnen besteht ein OGS-Ausbaubedarf. Der Standort war deshalb Gegenstand des Förderantrags aus dem Sonderprogramm des Landes NRW „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“.

 

Die Grundschule Freiherr-vom-Stein-Schule weist in der Prognose eine stabile 2-Zügigkeit über den gesamten Betrachtungszeitraum auf. Die Zügigkeit (derzeit 2,5-zügig) ist angesichts der tatsächlichen und räumlichen Situation auf 2,0 Züge anzupassen.

 

 

 

 

 

Grundschule Südschule (Ist 2017 = 262; davon Seiteneinsteiger = 18)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2017-2023

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

absolut

in %

  0 *

36

46

35

35

44

39

42

41

32

-3

-9

1

54

61

64

56

71

63

68

66

52

-12

-19

2

66

61

79

77

68

86

76

82

80

1

1

3

75

62

55

72

71

62

78

69

75

20

36

4

66

73

64

56

73

72

63

79

70

6

10

Jahrgang 1 bis 4

261

257

262

261

283

283

285

296

277

15

6

* Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Grundschule Südschule ist laut Ratsbeschluss eine 3-zügige Schule, die im Schuljahr 2017/2018 von insgesamt 262 Schülerinnen und Schülern besucht wird. Aktuell besuchen 18 SeiteneinsteigerInnen sowie 14 Kinder aus dem Bereich des „Gemeinsamen Lernens“ die Schule. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte (rd. 62 %) liegt über dem gesamtstädtischen Wert von rd. 52 %. Die Höchstzahl der OGS-Plätze liegt aktuell bei 81. Dies entspricht einer Versorgungsquote von nur rd. 31 % (Gesamtstadt = rd. 43 %). Es besteht ein deutlicher OGS-Ausbaubedarf.

 

Die Prognose für die Grundschule Südschule geht von einer überwiegenden 3-Zügigkeit für den Betrachtungszeitraum aus. Da sich nach der Prognose für die (Nachbar-) Grundschule Eickeler Park bereits jetzt erkennbar auch in den Folgejahren Anmeldeüberhänge ergeben werden, kann dies die Schülerzahlentwicklung der Grundschule Südschule positiv beeinflussen.

 

 

Grundschule Eickeler Park (Ist 2017 = 221; davon Seiteneinsteiger = 4)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2017-2023

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

absolut

in %

  0 *

51

29

41

46

45

36

58

41

50

9

22

1

51

56

52

65

64

51

82

58

71

19

36

2

60

53

58

55

69

67

54

87

61

3

6

3

55

57

54

57

54

68

66

53

85

31

58

4

47

58

57

54

58

54

68

67

53

-4

-6

Jahrgang 1 bis 4

213

224

221

231

245

240

270

265

270

49

22

* Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Grundschule Eickeler Park wird laut Ratsbeschluss 2-zügig geführt und im Schuljahr 2017/2018 von 221 Schülerinnen und Schülern besucht. Aufgrund der räumlichen Situation ist ihre Aufnahmekapazität auch faktisch auf 2 Züge begrenzt. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte (rd. 28 %) liegt deutlich unter dem gesamtstädtischen Wert von rd. 52 %. Die Schülerschaft stammt auch aus den umliegenden Bereichen. Dies führte In der Vergangenheit wiederholt zu Anmeldeüberhängen. Abgewiesene Schülerinnen und Schüler finden einen Schulplatz in den benachbarten Grundschulen des Stadtbezirks. Die Grundschule Eickeler Park bietet aktuell 121 OGS-Plätze an; dies entspricht einer überdurchschnittlichen Versorgungsquote von rd. 55 % (Gesamtstadt = rd. 43 %). Gleichwohl deckt das Angebot an OGS-Plätzen noch nicht den standortbezogenen Bedarf.  

 

 

 

 

 

 

Grundschule Europaschule Königstraße (Ist 2017 = 271; davon Seiteneinsteiger = 28)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2017-2023

2015

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

absolut

in %

  0 *

58

61

51

67

61

66

44

57

67

16

31

1

66

67

56

74

67

73

49

63

74

18

32

2

72

72

77

64

84

77

83

55

72

-5

-7

3

44

64

74

73

60

80

72

78

52

-22

-29

4

71

46

64

76

75

62

82

74

80

16

26

Jahrgang 1 bis 4

253

249

271

287

286

292

286

270

278

7

3

* Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Grundschule Europaschule ist laut Ratsbeschluss eine 3-zügige Schule. Sie wird im Schuljahr 2017/2018 von 271 Schülerinnen und Schülern besucht; davon 28 Kinder aus dem Seiteneinstieg. Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte (rd. 44 %) liegt unter dem gesamtstädtischen Wert von rd. 52 %. Die Grundschule Europaschule bietet aktuell 101 OGS-Plätze an; dies entspricht einer unterdurchschnittlichen Versorgungs-quote von rd. 37 % (Gesamtstadt = rd. 43 %).

 

Nach der Prognose weist die Schule auch in den Folgejahren fast ausnahmslos eine stabile 3-Zügigkeit auf.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

V. Zusammenfassung vorstehender Aussagen

 

Im Stadtbezirk Eickel stehen an den vier Grundschulstandorten - bei notwendiger Reduzierung der Zügigkeit an der Grundschule Freiherr-vom-Stein-Schule -  insgesamt 10 Züge pro Jahrgang zur Verfügung. Dies ist ausreichend um sowohl im gesamten Stadtbezirk als auch an den einzelnen Standorten (mit Ausnahme der Grundschule Eickeler Park) - trotz gestiegener Schülerzahlen bedingt durch Zuwanderung - die Beschulung der Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.

 

Betrachtet man die Gesamtstadt, ist im Zeitraum von Dezember 2013 bis September 2017 (also rd. 4 Jahre) folgende zuwanderungsbedingte Veränderung bei den schulpflichtig werdenden Kindern feststellbar:    

 

 

2017/18

2018/19

2019/20

2020/21

2021/22

2022/23

31.12.2013

1198

1247

1226

-

-

-

30.09.2017

1330

1361

1365

1352

1403

1421

Differenz

+132

+114

+139

       +157

(seit 9/2014)

+149

(seit 9/2015)

+64

(seit 9/2016)

 

Betrachtet man nur den Stadtbezirk Eickel, ist im Zeitraum von Dezember 2013 bis Dezember 2017 (also rd. 4 Jahre) folgende zuwanderungsbedingte Veränderung bei den schulpflichtig werdenden Kindern feststellbar:

 

 

2017/18

2018/19

2019/20

2020/21

2021/22

2022/23

31.12.2013

189

206

231

-

-

-

30.09.2017

242

239

273

249

244

235

Differenz

+53

+33

+42

        +41

(seit 9/2014)

+28

(seit 9/2015)

   -6

(seit 9/2016)

 

Nachfolgend eine Betrachtung der zu erwartenden Eingangszahlen zu den ersten Klassen:

 

 

Die zur Verfügung stehenden 10 Züge im Stadtbezirk Eickel können den gesamten Schulplatzbedarf im Zeitfenster bis 2023/2024 bei Eingangsklassen mit durchschnittlich 25 Schülerinnen und Schülern je Klasse abdecken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VI. Beschreibung / Bewertung der Gebäudesituation / Infrastruktur

 

Grundschule Freiherr-vom-Stein-Schule

 

Die im nördlichen Teil des Stadtbezirks Eickel (Ortsteil Wanne Süd) gelegene Grundschule Freiherr-vom-Stein-Schule wurde in den Jahren 1951 und 1954 erbaut. Ein 2-Raum-Pavillon für die OGS wurde im Jahre 2005 errichtet. Die Schule verfügt außerdem über eine Turnhalle.

 

Die Grundschule Freiherr-vom-Stein-Schule ist laut Ratsbeschluss eine 2,5-zügige Schule. Eine Anpassung auf zwei Züge und damit an die räumlichen und tatsächlichen Gegebenheiten ist vorgesehen. Ein Ausbau des Raumbestandes erfolgt aktuell aus dem Sonderprogramm des Landes NRW „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“.

Raumart

Raumbestand

Raumbestand

2-Zügigkeit

Diff.

Bemerkungen

 

vor Umbau

nach Umbau

Raumbedarf

 

 

Unterrichtsraum

8

8

 

0

 

> Regelklassen

 

 

8

Raumgröße rd. 61 qm

Informatikraum

1 / 67 qm

1 / 67 qm

1 / 72 qm

0

 

Mehrzweckraum

2 / 61 qm

1 / 61 qm

2 / 72 qm

-1 Raum

 

Forum

0

0

150 qm

-150 qm

Turnhalle

OGS

 

 

 

 

 

> Gruppen-/Speiseraum

2 / 61qm

 

 

 

Umbau im Rahmen

> Gruppenräume

 

2 / 61 qm

2 / 72 qm

0

des Projekts

> Speiseraum

 

100 qm

80 qm

0

"CHATroom"

> Küche + Nebenräume

18 qm

52 qm

60 qm

0

 

> OGS-Büro / -Beratung

 

2 / 12 qm

2 / 12 qm

0

Gruppenräume dienen

   Tornisteraufbewahrung

 

 

 

 

im Vormittagsbereich

 

 

 

 

 

als Mehrzweckräume

Sonderbedarfe

 

 

 

 

 

> Differenzierung

1 / 40 qm

1 / 40 qm/

4 / 36 qm

-43 qm

 

 

 

1 / 61 qm

 

 

 

> Förderräume / inklusive

0

0

separate

 

2017/18

   Schule

 

 

Bedarfsprüfung

 

> 191 SuS ges.

 

 

 

 

 

> 93 OGS-Plätze

 

 

 

 

 

> 64 % ZwG

 

 

 

 

 

> 38 Seiteneinst.

 

 

 

 

 

> 3 Gem. Lernen

 

Im Bereich der Unterrichtsräume ist der Raumbedarf für eine zweizügige Schule durch den Raumbestand abgedeckt. Der Bereich der OGS wird im Rahmen des Projekts „CHATroom“ aus dem Sonderprogramms des Landes NRW „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ deutlich ausgebaut bzw. erweitert. Hierdurch können zielgruppengerecht weitere OGS-Plätze generiert werden. Darüber hinaus können die zusätzlichen Raumressourcen im Vormittagsbereich auch unterrichtlich genutzt werden.

 

 

 

 

 

 

Grundschule Südschule

 

Die im Südwesten des Stadtbezirks, im Ortsteil Röhlinghausen, gelegene Grundschule Südschule wurde im Jahr 1905 erbaut und 1964 durch einen Anbau erweitert. Die Turnhalle wurde 1981 errichtet. Für das Gebäude wird insgesamt ein Sanierungsbedarf beschrieben.

.

Die Grundschule Südschule ist eine 3-zügige Schule, die seit der Auflösung der Görresschule im Jahr 2014 den gesamten westlichen Bereich des Stadtbezirkes räumlich abdeckt. Ein Erhalt des Standortes als 3-zügiges System wird angestrebt.

 

Raumart

Raum-

3-Zügigkeit

Diff.

Bemerkungen

 

bestand

Raumbedarf

 

 

Unterrichtsraum

12

 

0

 

> Regelklassen

 

12

Raumgröße rd. 67 qm

Informatikraum

1 / 77 qm

1 / 72 qm

0

auch als Mehrzweck-

 

 

 

 

raum genutzt

Mehrzweckraum

1 / 69 qm

3 / 72 qm

-1 Raum

Ausbaubedarf

 

1 / 77 qm

 

 

Raum nicht nutzbar

Forum

0

150 qm

-150 qm

Turnhalle

OGS

 

 

 

 

> Gruppenräume

1 / 103 qm

3 / 72 qm

-2 / 72 qm

 

> Speiseraum

50 qm

120 qm

-70 qm

Ausbaubedarf OGS

> Küche

12 qm

75 qm

-63 qm

bei Vollausbau

> Nebenräume

 

70 qm

-70 qm

rd. 480 qm

Waschraum, Rezeption

 

 

 

 

Büro OGS, Tornisterraum

 

 

 

 

Sonderbedarfe

 

 

 

 

> Differenzierung

1 / 33 qm

6 / 36 qm

-5 / 36 qm

Ausbaubedarf

> Förderräume / inklusive

0

separate Bedarfs-

 

 

2017/2018

   Schule

 

prüfung

 

> 262 SuS ges.

 

 

 

 

> 81 OGS-Plätze

 

 

 

 

> 62 % ZwG

 

 

 

 

> 18 Seiteneinst.

 

 

 

 

> 14 Gem. Lernen

 

Das Raumangebot weist im Bereich der Mehrzweckräume, der OGS und der Differenzierung erhebliche Defizite auf. Insbesondere die räumliche Situation der OGS (Küche, Speiseraum, Nebenräume etc.) sowie die auszubauende Versorgungsquote begründen einen dringenden Handlungsbedarf. Mit Blick auf eine zukunftsorientierte Ausrichtung wird ein Ausbaubedarf von rd. 480 qm im OGS-Bereich sowie von rd. 144 qm für Differenzierungs- und Förderzwecke beschrieben. Der Ausbedarf ist im Rahmen einer Maßnahmenbeschreibung zu konkretisieren.

 

 

 

 

 

 

 

Grundschule Eickeler Park

 

Das Gebäude der im Süden des Stadtbezirks gelegenen Grundschule Eickeler Park wurde 1952 erbaut. Nach einer Generalinstandsetzung 1972 erfolgte 1988 eine Renovierung des Gebäudes. Ein Erhalt des Standortes als zweizügiges System wird angestrebt.

 

Raumart

Raum-

2-Zügigkeit

Diff.

Bemerkungen

 

bestand

Raumbedarf

 

 

Unterrichtsraum

8

 

0

 

> Regelklassen

 

8

Raumgröße rd. 67 qm

Informatikraum

1 /37 qm

1 / 72 qm

-35 qm

 

Mehrzweckraum

1 / 68 qm

2 / 72 qm

-1 Raum

Lehrküche entfällt bei

Lehrküche

1 / 46 qm

 

 

Umbau zugunsten der

 

 

 

 

Ausgabeküche (OGS)

Forum

0

150 qm

-150 qm

 

OGS

 

 

 

 

> Gruppenräume

2 / 68 qm

2 / 72 qm

0

 

> Speiseraum

99 qm

80 qm

19 qm

auch Gruppenraum

> Küche + Nebenräume

17 qm

60 qm

-43 qm

Umbau im Bestand

> Sanitärbereich

 

 

 

wird geprüft

Sonderbedarfe

 

 

 

 

> Differenzierung

0

4 / 36 qm

-144 qm

 

> Förderräume / inklusive

0

separate Bedarfs-

 

2017/18

   Schule

 

prüfung

 

> 221 SuS ges.

 

 

 

 

> 121 OGS-Plätze

 

 

 

 

> 28 % ZwG

 

 

 

 

> 4 Seiteneinst.

 

 

 

 

> 3 Gem. Lernen

 

Im Bereich der Unterrichtsräume ist der Raumbedarf für eine 2-zügige Schule durch den Raumbestand abgedeckt. Bei den Mehrzweck- und Differenzierungsräumen besteht ein Defizit. Der OGS-Bereich ist mit 121 Plätzen voll ausgelastet, eine Kapazitätserweiterung ist nicht möglich. Die Küche (17 qm), der Sanitärbereich in der OGS sowie die Nebenräume sind nicht ausreichend. Es ist angedacht, die Lehrküche zugunsten der Ausgabeküche umzubauen. Außerdem soll geprüft werden, ob in diesem Zusammenhang auch eine Verbesserung der Situation im Sanitärbereich erreicht werden kann. Insgesamt erreicht die Schule unter den gegebenen Bedingungen eine hohe Versorgungsquote.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Grundschule Europaschule Königstraße

 

Die im Südosten des Stadtbezirks gelegene Grundschule Europaschule Königstraße wurde zusammen mit der Turnhalle 1974 erbaut. Der aktuelle Gebäudezustand ist als generalsanierungsbedürftig zu beschreiben. Der Standort ist im Stadtbezirk Eickel nicht verzichtbar und soll als dreizügiges System erhalten werden.

 

 

Raumart

Raum-

3-Zügigkeit

Diff.

Bemerkungen

 

bestand

Raumbedarf

 

 

Unterrichtsraum

12

 

0

 

> Regelklassen

 

12

Raumgröße rd. 65 qm

Informatikraum

1 / 82 qm

1 / 72 qm

0

 

Mehrzweckraum (Bestand

1 / 82 qm

3 / 72 qm

-2 Räume

Ausbaubedarf

 innenliegend; Lichtkuppeln)

 

 

 

 

Forum

0

150 qm

-150 qm

Turnhalle

OGS

 

 

 

 

> Gruppenräume

3 / 65 qm

3 / 72 qm

-21 qm

 

> Speiseraum

65 qm

120 qm

-55 qm

Ausbaubedarf OGS

> Küche

22 qm

75 qm

-53 qm

(rd. 480 qm bei Voll-

> Nebenräume

 

70 qm

-70 qm

 ausbau)

Waschraum, Rezeption

 

 

 

 

Büro OGS, Tornisterraum

 

 

 

 

Sonderbedarfe

 

 

 

 

> Differenzierung

3 / 25 qm

6 / 36 qm

 

über Klassen begehbar

 

2 / 16 qm

 

 

über Klassen begehbar

 

2 / 25 qm

 

-4 / 36 qm

Ausbaubedarf

 

 

 

 

 

> Förderräume / inklusive

0

separate Bedarfs-

 

2017/18

   Schule

 

prüfung;

 

> 271 SuS ges.

 

 

ggf. Zusatzbedarf

 

> 101 OGS-Plätze

 

 

Förderschwer-

 

> 44 % ZwG

 

 

punkt KM

 

> 28 Seiteneinst.

 

 

 

 

> 2 Gem. Lernen

 

Das Raumangebot weist im Bereich der Mehrzweckräume, der OGS und der Differenzierung / Förderung deutliche Defizite auf. Angesichts der anstehenden Generalsanierung des Gebäudes sollte das Raumprogramm grundsätzlich angepasst / überarbeitet werden. Die beschriebenen Ausbaubedarfe dienen hierbei lediglich als Rahmenvorgaben. Möglichkeiten der räumlichen Optimierung sowohl im Gebäudebestand als auch mittels Erweiterung sind zu prüfen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VII. Schulorganisatorische Handlungsansätze / Perspektiven

 

Die beschriebenen Rahmenbedingungen lassen mit Blick auf die Entwicklung der einzelnen Standorte (Infrastrukturbewertung, Investitionsbedarfe, Zukunftssicherung) schul-organisatorische Handlungsbedarfe erkennen, denen zeitnah begegnet werden muss. Gleichzeitig sollen Möglichkeiten einer qualitativen Weiterentwicklung genutzt werden bzw. Perspektiven aufgezeigt werden. Konkret werden folgende Handlungsempfehlungen für die Grundschulen im Planungsbereich formuliert:

 

  1. Die Zügigkeit an der Grundschule Freiherr-vom-Stein-Schule wird angesichts der tatsächlichen und räumlichen Situation auf zwei Eingangsklassen begrenzt. Der Bereich der OGS wird durch den bereits beschlossenen Umbau im Rahmen des Projekts „CHATroom“ aus dem Sonderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ ausgebaut bzw. erweitert. Dadurch können zielgruppengerecht weitere OGS-Plätze generiert werden. Darüber hinaus kann damit das Raumprogramm der Schule insgesamt optimiert werden.

 

  1. Die Grundschule Südschule wird auch künftig als 3-zügiges System geführt .Das Raumprogramm der Schule weist deutliche Defizite auf. Es besteht ein deutlicher Ausbaubedarf im Bereich der OGS sowie für Differenzierungs- und Förderzwecke. In die Überlegungen zur Optimierung des Raumangebotes ist der Standort der ehemaligen Görresschule einzubeziehen (Ratsbeschluss vom 05.09.2017). Der Schulstandort der Südschule ist mit seinem Sanierungs- und Ausbaubedarf Gegenstand des durch den Rat der Stadt am 05.09.2017 beschlossenen Rahmenprogramms zur Modernisierung, Sanierung sowie Erweiterung von Schulstandorten. Eine Priorisierung ist noch nicht erfolgt. Die Maßnahme wurde der HSM Herner Schulmodernisierungsgesellschaft mbH sowie dem KInvFG 2 NRW im Durchführungszeitraum 2022 bis 2025 zugeordnet.

 

  1. Die Grundschule Eickeler Park wird auch künftig als 2-zügiges System geführt. Eine Verbesserung der räumlichen Rahmenbedingungen wird kurzfristig im Bestand geprüft. Insbesondere werden Optimierungsmöglichkeiten für die OGS (Verbesserung der Küchensituation und des Sanitärbereichs) geprüft.   

 

  1. Die aktuellen Prognosen bestätigen, dass die Grundschule Europaschule Königstraße auch zukünftig als 3-zügige Schule geführt wird. Das derzeitige Raumprogramm ist nicht mehr ausreichend; es besteht Ausbaubedarf. Der Schulstandort ist mit seinem General-sanierungs- und Ausbaubedarf Gegenstand des durch den Rat der Stadt am 05.09.2017 beschlossenen Rahmenprogramms zur Modernisierung, Sanierung sowie Erweiterung von Schulstandorten. Die Realisierung des Sanierungs- und Erweiterungsbedarfs erfolgt durch die Herner Schulmodernisierungsgesellschaft (HSM). Die Maßnahme ist priorisiert im Zeitfenster ab 2018. Die konkrete Umsetzungsplanung ist zeitnah zu erarbeiten.

 

 

VIII. Beteiligungsverfahren / weiteres Vorgehen

 

Die grundlegenden Planungen des Schulträgers sind im Vorfeld mit den beteiligten Schulleitungen sowie der unteren Schulaufsicht erörtert worden.

 

Vorbehaltlich des Auftrages der bürgerschaftlichen Gremien sind im weiteren Verfahren die Schulkonferenzen der betroffenen Schulen zu beteiligen. Nachfolgend ist das Beratungs-/ Beschlussverfahren zur Umsetzung der schulorganisatorischen Maßnahmen sowie zur Durchführung der Sanierungs-/ Erweiterungsprojekte (konkrete Umsetzungsplanung) in den bürgerschaftlichen Gremien einzuleiten.

 

 

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

Thierhoff

Stadträtin

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen:
 

keine