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Vorlage - 2018/0029  

Betreff: Aktueller Sachstand über die Abwicklung der Baumaßnahmen und Auftragsarbeiten im Jahr 2017
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Beiersdorf
Federführend:FB 26 - Gebäudemanagement Bearbeiter/-in: Tuttas, Claudia
Beratungsfolge:
Immobilienausschuss Anhörung
24.01.2018 
des Immobilienausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
 

Für die Abwicklung der Baumaßnahmen im Jahr 2017 standen insgesamt 5,92 Mio. € gemäß Wirtschaftsplan zur Verfügung. Darüber hinaus wurden Rückstellungen bzw. Sonderposten für bereits begonnene, aber noch nicht fertig gestellte Vorhaben von rd. 3,3 Mio. € (ohne Teilleistungen aus Vorjahren) gebildet. Die im Jahr 2017 von anderen Fachbereichen eingegangenen oder bereits vorliegenden Auftragsarbeiten mit einem Auftragsvolumen von mehr als 2.000 € umfassten ein Budgetvolumen von rd. 57,7 Mio. €, davon entfallen rd. 11 Mio. € auf den Bereich des Brandschutzes und rd. 11,78 Mio. € auf Maßnahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes (KInvFG).

Im Wirtschaftsjahr 2017 waren insgesamt 327 Maßnahmen (größer als 2.000 €) zu bearbeiten, die sich wie folgt aufteilen:

 5    Maßnahmen des Vorhabenplanes (zzgl. Allg. Bauunterhaltung)

 5    Maßnahmen, die neu eingestellt werden mussten

         279 Auftragsarbeiten von Fachbereichen inkl. Brandschutz und KInvFG   (zuzüglich Kleinaufträge)

 33 Maßnahmen aus Sonderposten

   1 Maßnahme aus dem Vermögensplan

  4 Maßnahmen aus Gewinnvorträgen

Die Kleinaufträge bis zu einem Auftragswert von 2.000 € sind in der Übersicht (s. Anlage) nicht aufgeführt.

Die Vielzahl von Bauvorhaben machte die Inanspruchnahme externer Ingenieurbüros notwendig, weil die Kapazitäten des eigenen Personals bereits deutlich überschritten waren und/oder spezifisches Know-how nicht vorhanden ist (Statik, Brandschutz). Die Bearbeitung der einzelnen Maßnahmen unterlag einer Rangfolge in zeitlicher Hinsicht.

Maßnahmen aus Auftragsarbeiten der Fachbereiche

1230 Königin-Luisen-Schule, Umnutzung

Die Baugenehmigung wurde am 08.10.2015 erteilt. Mit den nicht genehmigungspflichtigen Arbeiten wurde am 22.09.2015 begonnen. Die Baumaßnahmen sind abgeschlossen. Die Mängel aus den Schlussabnahmen wurden bis auf eine Ausnahme beseitigt. Der Kita-Betrieb ist am 07.11.2016 von der Kita Michaelstraße in die Räumlichkeiten der ehemaligen Königin-Luisen-Schule gewechselt. Die offizielle Eröffnungsfeier mit Vertretern aus Politik und Verwaltung fand am 20.03.2017 statt. In der Woche zuvor war auch die Familien- und Schulberatungsstelle umgezogen. Die Abrechnung der Auftragsarbeiten ist bis auf zwei Aufträge erfolgt. Bei den noch nicht abgerechneten Aufträgen handelt es sich um die Aufträge „Erneuerung / Sanierung Fenster und Außentüren“ und „Tragwerksplanung“. Mit der Firma für Fenster und Außentüren wird derzeit über eine Minderung der Schlusszahlungssumme verhandelt, da die Mängelbeseitigung bei einigen Fenstern nicht erfolgreich war. Eine Einigung müsste bis Ende Januar 2018 möglich sein. Ein mit Röber Ingenieure im Dezember 2017 geführtes Gespräch über die bisher nicht akzeptierten Honorarforderungen (Tragwerksplanung) führte zu keinem Ergebnis. Die Stellungnahme des von uns Mitte Dezember beauftragten Rechtsanwalts wird für Mitte Januar 2018 erwartet. Eine Einigung mit Röber Ingenieure wird voraussichtlich nicht vor Ende Februar 2018 möglich sein.

2170 GS Freiherr-vom-Stein, OGS Erweiterung

Die OGS-Raumsituation an der Grundschule Freiherr-vom-Stein ist mit aktuell 93 Plätzen bereits überbelegt und muss daher erweitert werden. Insbesondere die Küchen- und Speiseraumsituation lässt eine weitere Ausweitung der Platzzahl nicht ohne bauliche Veränderungen / Erweiterungen zu.  Erstellt wird ein Neubau, angegliedert an das bestehende Schulgebäude mit einer Fläche von rd. 190 m² für Betreuungszwecke bzw. zur Einnahme des Mittagessens. Durch die bauliche Erweiterung der vorhandenen OGS-Räumlichkeiten wird das Angebot um 20 bis 30 Plätze erhöht. Der Abriss der beiden abgängigen Pavillons ist zum Jahresende 2017 bereits erfolgt. Die Baugenehmigung ist am 24.10.2017 beantragt worden, fehlende Unterlagen (z.B. Brandschutzkonzept) wurden nachgereicht und das Genehmigungsverfahren ist in der Bearbeitung. Die Ausschreibung soll im ersten Quartal 2018 auf den Weg gebracht werden. Aufgrund der geplanten Modulbauweise ist die Fertigstellung bereits bis Ende 2018 vorgesehen.

3300 Gym Pestalozzi, Legionellenprophylaxe Sporthalle GS 2020

Das Trinkwassernetz der Sporthalle war abgängig und nicht mehr durch einfache Reparaturen auf den Stand der novellierten Trinkwasserverordnung zu versetzen. Die Legionellenprophylaxe konnte nur noch durch zeitaufwendige und unwirtschaftliche thermische Desinfektionen gewährleistet werden. Das Netz ist überdimensioniert und hat zu viele stagnierende Leitungsstränge.  Aufgrund der Betreiberverantwortung und der neuen Trinkwasserverordnung musste das Trinkwassernetz der Duschbereiche saniert werden. Die notwendigen Arbeiten wurden bis zum 02.10.2017 erfolgreich umgesetzt, so dass die Sporthalle ab diesem Zeitpunkt wieder uneingeschränkt genutzt werden konnte.

3480 KUZ Fenstersanierung

Der Einbau der Fenster in der Vhs betrifft das erste Obergeschoss. Die Maßnahme ist gekoppelt an die Brandschutzsanierung. Der Baubeginn dieser Maßnahme fand Mitte Juli 2017 mit dem Umzug der Büros und Schulungsräume statt. Die vorbereitenden Maßnahmen durch eine Elektrofirma wurden Anfang August 2017 abgeschlossen. Danach startete die Schadstoffsanierung. Die Entfernung der Schadstoffe im Deckenbereich wurde Anfang September 2017 beendet, parallel konnte mit der Entfernung der belasteten Fugen im Fensterbereich des vorderen Abschnittes begonnen werden. Diese Arbeiten wurden in der zweiten Septemberhälfte abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt hat auch der Fensterbauer seine Arbeit begonnen. In Abstimmung mit dem Nutzer wurde im Stadtarchiv ab Oktober gearbeitet. Nach Einbau der Fenster erfolgte das genaue Aufmaß für die Bestellung des Sonnenschutzes, der Ende des Jahres 2017 eingebaut wurde. Die Gesamtmaßnahme und Feininstallation des Sonnenschutzes wird Ende Januar 2018 beendet sein. Mit der Schlussrechnung des Fensterbauers ist ab Ende Januar 2018 zu rechnen.

1240 RS Crange, Einbau Aufzug

An der RS Crange wird ein behindertengerechter Aufzug aus Stahlbeton-Fertigteilen zur Verbindung des Erdgeschosses mit dem ersten und zweiten Obergeschosses erstellt. Einhergehend mit der Maßnahme wird die Eingangshalle umgebaut, dort wird der Eingang zum Aufzug sein und ein behindertengerechtes WC mit Duschraum und Wickelliege eingebaut. Die Baugenehmigung für das Bauvorhaben liegt noch nicht vor, da erst die Statik erstellt werden muss. Diese wird erstellt, sobald der Architekt die Ausführungsplanung beendet hat. Dieser Schritt wurde gewählt, damit keine unnötigen Kosten entstehen, falls es noch  Änderungen seitens des  Fachbereiches Bauordnung geben sollte.

3270 GS Neustraße Umbauarbeiten

Die ehemalige Hauptschule Hans-Tilkowski soll zu einer Grundschule umgebaut werden. Hierfür müssen neue Pausen-WC-Anlagen im Erdgeschoss errichtet werden, da sich die vorhandenen WC-Anlagen im Kellergeschoss befinden und nur über den Schulhof erreichbar sind. Darüber hinaus entspricht das Trinkwassernetz nicht den gesetzlichen Anforderungen und muss daher komplett erneuert werden. Der Bauantrag wurde am 15.09.2017 eingereicht. Zwischenzeitlich wurde bereits mit vorbereitenden Arbeiten begonnen. Bei der Besichtigung der vorhandenen Lüftungsanlage im ehemaligen Kraftraum, in welchem die neuen Pausen-WC-Anlagen eingebaut werden sollen, wurde festgestellt, dass eine neue Lüftungsanlage erforderlich ist. Anfang Januar 2018 werden die Ausschreibungen des Architekten und der Fachplaner erwartet. Aus heutiger Sicht wird der Bauzeitenplan eingehalten.

3430 städtische Galerie Strünkede Giebelsicherung

Die Arbeiten zur Beseitigung der Schäden am Fachwerkgiebel - insbesondere die gefährdete Standsicherheit des Giebels wurden Ende September 2017 abgeschlossen. Es wird derzeit noch auf die Zusage von Fördermitteln für Innenausbau, Technik und Barrierefreiheit gewartet. Die reservierten Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsfördergesetz werden dann ebenfalls für die energetische Ertüchtigung des Gebäudes verwendet. Lösungsansätze für die Deckung des notwendigen Mittelbedarfes, die nicht über Fördermaßnahmen gedeckt werden können, werden am 16.01.2018 im Rahmen eines Sondertermins, der vom Fachbereich 32 koordiniert wird, besprochen.

1180 GS Laurentiusschule Errichtung eines Neubaus (Erweiterung OGS)

Die vorbereitenden Arbeiten für die Errichtung des Neubaus haben begonnen. Die Außenanlagen wurden zurückgebaut, die Überprüfung auf Kampfmittel ist abgeschlossen. Seit dem 08.01.2018 wird die im Baugebiet liegende Fernwärmeleitung verlegt. Die Bodenplatte soll nach dem aktuellen Bauzeitenplan bis zum 07.03.2018 fertiggestellt sein, anschließend beginnen die Hochbauarbeiten. Zum Jahresende 2018 ist mit der Übergabe des Neubaus an die Schule die endgültige Fertigstellung geplant.

Der zum Schuljahr 2018/2019 anfallende zusätzliche Raumbedarf im Bereich der OGS soll durch drei zusätzliche Räume in 12 Containern gedeckt werden.

 

Auftragsarbeiten Projekt Brandschutz

Auch für 2017 wurden dem GMH 3.3 Mio. € (plus 1.7 Mio. € aus dem Fördertopf "Gute Schule") für konsumtive Brandschutzmaßnahmen sowie 3.2 Mio. € für investive Brandschutzmaßnahmen zur Verfügung gestellt. Schwerpunkte der Baumaßnahmen waren, wie bereits im Vorjahr, die Schulen und Kindergärten. Die Grundlage der Maßnahmen waren die Forderungen der Maßnahmenkataloge, die Bestandteile der entsprechenden Bauanträge waren. Die Maßnahmen erstreckten sich von der Errichtung von zweiten baulichen Rettungswegen und Einbau von Rauchmeldeanlagen in Kindergärten bis zum Rückbau von brennbaren Decken in den notwendigen Flucht- und Rettungswegen diverser Schulen. Die Ertüchtigungsmaßnahmen wurden in den Ferien konzentriert umgesetzt, müssen jedoch teilweise in der regulären Unterrichtszeit fortgeführt werden. Die begonnenen Brandschutzmaßnahmen werden in 2018 fortgeführt. Hier kommt es zu Maßnahmen, die die Ferienzeiten benötigen. Daher ist eine Fortführung über das gesamte Jahr 2018 anzunehmen. 

3360 FöS Robert-Brauner, Brandschutz GS 2020

Die Flucht- und Rettungswege im Gebäude entsprachen nicht den aktuellen Brandschutzbestimmungen und mussten ertüchtigt werden. Es wurden in den Sommerferien Wand- und Deckendurchbrüche geschlossen und brennbare Abhangdecken ersetzt. Darüber hinaus wurden auch die Elektroinstallation inklusive der Sicherheitsbeleuchtung sowie die elektrische Lautsprecheranlage (ELA) saniert. Die Maßnahme wurde Mitte 2017 begonnen und wird zum Jahresbeginn 2018 beendet sein. Die Brandschutzmaßnahmen sind, bis auf geringe Restarbeiten, abgeschlossen worden. Für die Erledigung der Restarbeiten sind zwei Wochen kalkuliert, sodass die Maßnahme voraussichtlich in der 3. KW 2018 abgeschlossen sein wird.

Neben der Vielzahl von Einzelmaßnahmen werden sowohl durch externe Beauftragung als auch durch die Zentrale Werkstatt alle kleineren Instandhaltungsmaßnahmen (Reparaturen, Wartungen) durchgeführt.

Zur Unterstützung des ausgelasteten Personals ist die Einbeziehung externer Ingenieurbüros unverzichtbar gewesen.

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

Dr. Klee

Stadtdirektor           

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen: Baubericht Maßnahmen 2017            

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
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