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Vorlage - 2005/0003  

Betreff: Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz -BImSchG-;
hier: Antrag der Firma SITA Remediation GmbH, Südstr. 41, 44625 Herne, auf Genehmigung zur Einhausung bisher nicht überdachter Flächen des Schwarzbereiches der Thermischen Bodenreinigungsanlage gemäß § 16 BImSchG
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Krüwel, 2842
Federführend:FB 54 - Umwelt Bearbeiter/-in: Säger, Susanne
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
19.01.2005 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die Firma SITA Remediation betreibt an der Südstraße in Herne eine Anlage zur Reinigung von mit Schadstoffen belasteter Böden. Die Thermische Bodenanlage ist in einem geschlossenen Gebäude untergebracht und auch das Lager für belastete Böden befindet sich in einer geschlossenen Halle. Bisher noch nicht eingehaust ist der Eingangsbereich (sog. Schwarzbereich) der Anlage.

 

Die Firma SITA hat bei der Bezirksregierung Arnsberg eine Genehmigung zur Überdachung des Eingangsbereichs beantragt. Beantragt werden folgende Maßnahmen:

 

I.               Baugenehmigung für die Überdachung des Eingangsbereichs zwischen Thermischer Bodenreinigungsanlage, Lagerboxen und Mechanischer Aufbereitung

 

Mit Hilfe der Maßnahme soll eine Verbesserung der gegenwärtigen Emissionssituation (deutliche Senkung der Geruchsemissionen) erreicht werden.

 

Die Überdachung des Schwarzbereiches wird aus zwei gegeneinandergesetzten Hallenschiffen gebaut. Die Hallen werden in Stahlbauweise ausgeführt. Wände und Dächer bestehen aus beschichteten Stahltrapezblechen. Zur Abdichtung des Hallenbauwerks werden im Bereich der Traufe, des Bodens und im Firstbereich Profilfüller und Dichtbänder eingesetzt um diffuse Emissionen möglichst zu minimieren.

 

Die Zufahrt zur Halle erfolgt über zwei elektrisch betriebene Rolltore (Ein- und Ausfahrttor).

 

 

 

II.             Betriebsgenehmigung für die Absaugung der Hallenluftmenge von 20.000 m³/h über Aktivkohle

 

Zur Absaugung der Hallenluft werden unterhalb der Dachkonstruktion Kanäle mit Absaugöffnungen angebracht. Mit Hilfe eines Ventilators können pro Stunde 20.000 m³ Hallenluft abgesaugt werden. Die abgesaugte Luft wird einen Aktivkohlefilter gereinigt. Die Minderungswirkung des Aktivkohlefilters für Geruchsstoffe beträgt > 90 %.

 

Um einen Austrag von Schadstoffen über die Torzufahrt zu verhindern, wird eine Luftschleieranlage installiert. Die Wirkungsweise der Luftschleieranlagen beruht darauf, das vor einem Tor oder einer Tür ein starker gerichteter Luftstrom erzeugt wird. Dieser Luftstrom verhindert, dass es an dem geöffneten Tor zu Zugerscheinungen kommt, also Luft von außen in die Halle eindringt oder Luft aus der Halle nach draußen entweicht. Bekannt sind solche Luftschleieranlagen z. B. aus dem Eingangsbereich von Kaufhäusern (Warmluftschleieranlagen).

 

Der Betrieb der Luftschleieranlage wird an die Öffnungsteuerung des Hallentors gekoppelt. Die Anlage setzt sich bei der Öffnung des Tores automatisch in Betrieb und schaltet sich entsprechend beim Schließen wieder ab.

 

 

 

 

 

Umweltauswirkungen

 

Die Einhausung des Schwarzbereiches hat keine Auswirkungen auf den Durchsatz, die Annahmemenge oder die Annahmegrenzwerte der Anlage. Ebenso ergeben sich keine Auswirkungen auf den Anlieferverkehr, die Abfallsituation und den Anfall von betrieblichen Abwasser.

 

Durch die Einhausung des Eingangsbereiches und die Reinigung der Hallenluft über einen Aktivkohlefilter, wird eine deutliche Reduktion der Geruchsemissionen erreicht. Vor allem bei der  Annahme von teerhaltigen Böden, ist es wiederholt zu Beschwerden über Geruchsbelästigungen gekommen. Durch die Maßnahme ergeben sich die von der Immissionsschutzbehörde geforderten Minderungen der Geruchsemissionen der Anlage.

 

 

 

 

Stellungnahme der Verwaltung

 

Einwendungen gegen das beantragte Vorhaben wurden von Seiten der Verwaltung nicht erhoben. Nebenbestimmungen zur beantragten Genehmigung ergaben sich aus der brandschutztechnischen Prüfung des Vorhabens.

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

(Terhoeven)