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Vorlage - 2005/0007  

Betreff: Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz -BImSchG-;
hier: Antrag der Firma Linde Gas Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG auf Genehmigung zur wesentlichen Änderung der Betriebsweise der Kälteanlage auf dem Werksgelände Friedrich der Große 6, 44628 Herne, gemäß § 16 BImSchG
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Krüwel, 2842
Federführend:FB 54 - Umwelt Bearbeiter/-in: Säger, Susanne
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
19.01.2005 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die Antragstellerin betreibt am Standort Friedrich der Große eine Luftzerlegungsanlage. In der Anlage wird die natürliche Luft in die Bestandteile Sauerstoff, Stickstoff und Argon zerlegt. Für die Luftzerlegung wird eine Ammoniak-Kälteanlage eingesetzt. Sauerstoff, Stickstoff und Argon werden in flüssiger, tiefkalter Form zwischengelagert und dann in Straßentankwagen verladen.

Die beantragten Änderungen betreffen die Betriebsweise der Anlage, beantragt wird:

 

Ø      Die bisherige Fernüberwachung der Anlage rund-um-die-Uhr von Bremen auf Standleitung wird verlegt zu einem anderen Fernbedienungszentrum (Duisburg), das ebenfalls über 24 Stunden mit mindestens 2 geschulten Personen besetzt ist.

 

Ø      Einsatz des zentrales Abtankverwaltungssystem mit Drucküberwachung bei Abfüllvorgängen

 

 

Ø      Wegfall der Überwachung vor Ort durch einen Wachdienst außerhalb der normalen Betriebszeiten.

 

 

 

Bisherige Betriebsweise:

 

Die Anlage ist werktags zwischen 7 und 16 Uhr besetzt. Das Personal vor Ort führt dabei im Wesentlichen die Überwachung der Luftzerlegungsanlage, Liefer- und Abfüllvorgänge sowie Wartungsarbeiten durch. Parallel können die Anlagen kontinuierlich vom Linde-Fernbedienungs-zentrum überwacht werden. Außerhalb dieser Zeiten werden jedoch weitere Abtankvorgänge durchgeführt, d. h. Straßentankwagen werden mit Gasen aus den Lagertanks befüllt. Befugt für diese Abtankvorgänge sind nur speziell geschulte Tankwagenfahrer. Neben dem Tankwagenfahrer war dabei bisher der Wachdienst anwesend, der stündliche Rundgänge machte.

 

 

 

 

Beantragte Betriebsweise:

 

Für die Betankungsvorgänge außerhalb der Betriebszeiten wird das sog. LZAV-System eingesetzt (LZAV = Linde Zentrales AbtankVerwaltungssystem). Dieses System verfügt neben Abrechnungs- und Statistikfunktionen über folgende Hauptfunktionen:

 

§          Überprüfung und Erteilung der Zufahrts- und Beladeberechtigung

 

§          Sicherung gegen der unberechtigte Entnahme

 

§          Berechnung und Kontrolle der max. Zuladung, Verhinderung von Überladungen/Überfüllungen

 

§          Registrierungen der Messungen und Daten

 

 

Der Tanklastwagenfahrer erhält am Werkstor Zugang über Zugangskontrollsystem. Dabei hat er sich auch mit einem Personenschutzsender auszurüsten. Der eigentliche Betankungsvorgang wird vom Linde-Fernbedienungszentrum überwacht. Über die laufend übermittelten Messwerte sind Abweichungen vom Normalbetrieb erkennbar. Nach Abschluss des Betankungsvorgangs gibt der Fahrer den Personenschutzsender am Werkstor ab und meldet sich beim Zugangskontrollsystem ab.

 

Der beantragte Ablauf stellt eine Verbesserung beim Abtankvorgang außerhalb der Betriebszeiten dar, so dass sich die Anwesenheit des Wachdienstes erübrigen.

 

 

 

 

Umweltauswirkungen

 

Die beantragten Änderungen führen zu keinen Auswirkungen auf die Emissionen (Luftverunreinigungen, Lärm) des Betriebes. Es ergeben sich auch keine Auswirkungen auf den Abfall- und Abwasserbereich.

 

 

 

 

Stellungnahme der Verwaltung

 

Einwendungen gegen das beantragte Vorhaben, wurden von Seiten der Verwaltung nicht erhoben. Nebenbestimmungen zur beantragten Genehmigung ergaben sich nicht.

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

(Terhoeven)