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Vorlage - 2018/0222  

Betreff: Errichtung eines Kunstrasenspielfeldes auf dem Nebenplatz Stadion Eickel - Stadtbezirk Eickel
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Bernd Fischer
Federführend:FB 44 - Öffentliche Ordnung Bearbeiter/-in: Fischer, Bernd
Beratungsfolge:
Sportausschuss
26.04.2018 
des Sportausschusses beschlossen   
Bezirksvertretung Eickel
03.05.2018 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen in €

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

 

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:   7.420.121.700.520

Bez.: Stadion Eickel – Erneuerung Nebenplatz

Nr.:   8

Bez.: Ausz. für Baumaßnahmen

-          970.000,- geplant

 

                                   

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Beschlussvorschlag:

 

Die Bezirksvertretung Eickel beschließt die Errichtung eines Kunstrasenspielfeldes auf dem Nebenplatz Sportplatz Eickel.

 

Das Kunstrasenspielfeld soll ein Spielfeld der neuesten Generation sein, d. h. ein mit Quarzsand und Gummigranulat gefüllter Kunststoffrasen.

 

Die Errichtung des Kunstrasenspielfeldes kann nur erfolgen, wenn eine baurechtliche Genehmigung vorliegt.

 

Die Maßnahme kann nur ausgeführt werden, wenn entsprechende Haushaltsmittel bereitgestellt und freigegeben werden.

                                   

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Sachverhalt:

 

1. Historie

 

Der Tennensportplatz (Nebenplatz) am Stadion Eickel wurde im Jahr 1970 umgebaut. Der Platz diente den Sportlerinnen und Sportlern zunächst als Ausweichmöglichkeit bei ungünstiger Witterung.

Durchgeführt wurde eine Regulierung des Tennenplatzes, der Kurzstreckenlaufbahnen sowie der Einzelanlagen für die Leichtathletik. Die etwa 7.500 qm große Gesamtfläche sowie die angrenzenden Vegetationsflächen wurden mit sandigem, wasserdurchlässigem Füllboden höhenmäßig ausgeglichen, mit neuen Kantensteinen versehen und mit Schotter und Dolomitsteinsand fertiggestellt. Zur Sicherung der an der Platzanlage vorbeiführenden Fußwege wurden im Bereich der Tore ca. 30 m lange und 5 m hohe Ballfangzäune errichtet.

 

Die Arbeiten waren u. a. notwendig, weil die Anlage wegen aufgetretener Bergschäden nicht mehr den Wettkampfbestimmungen entsprach. Die Sportanlage wurde seinerzeit von fast allen Wanner Schulen für die Schulsportfeste genutzt.

 

Zwei Jahre später erhielt der Nebenplatz eine Trainingsbeleuchtung. Im Zuge dieser Arbeiten wurden auch die Weitsprunganlage und die 100 m Laufbahn hergerichtet.

 

In den Folgejahren wurden Ballfangzäune und Schutzgitter für den Diskus- und Hammerwurf installiert.

 

Eine Grundrenovation des Platzes erfolgte alsdann im Jahr 1989. In den Folgejahren geriet die leichtathletische Nutzung mehr und mehr in den Hintergrund. Hierfür wurden zunehmend der Rasenplatz im Stadion Eickel und die Umlaufbahn genutzt.

 

Im Jahr 2015 wurde der Platz mit Containern für die Unterbringung von Flüchtlingen bestückt. Nach dem Rückbau der Container erfolgte eine „kleine Renovation“ des Platzes.

 

 

2. Status Quo

 

Der Tennenplatz befindet sich in einem mittelmäßigen Zustand; der Sportplatzaufbau erfüllt aber noch die DIN-Anforderungen. Die Wasserdurchlässigkeit ist allerdings durch die Vermengung der jeweiligen Schichten nicht mehr in allen Bereichen gegeben. Die Leichtathletikanlagen sind in einem desolaten Zustand bzw. sind nicht mehr vorhanden oder zurückgebaut. Zudem weist der Sportplatz eine leichte Schieflage auf.

 

Zurzeit wird der Sportplatz vom Sportverein DJK Wanne-Eickel 88 e. V. für die Durchführung des Spiel- und Übungsbetriebes genutzt.

 

 

3. Sportentwicklungsplanung

 

In Zusammenarbeit mit der Bergischen Universität Wuppertal - Sportwissenschaft -, Herrn Prof. Dr. Hübner, wurde in der Zeit von Mai 2013 bis Oktober 2014 die Sportentwicklungsplanung für die Stadt Herne fortgeschrieben.

Aufgrund eines Beschlusses des Sportausschusses aus März 2015 fanden von Juni 2015 bis März 2016 Sitzungen des "Runden Tisches Sportstätten - Fußballsport in Herne" statt. Diese wurden von Herrn Prof. Dr. Hübner moderiert.

 

Die Ergebnisse wurden am 05.04.2016 im Sportausschuss diskutiert und am 10.05.2016  den Vereinen vorgestellt.

 

Es ist festzuhalten, dass über die bereits geplanten bzw. umgesetzten Maßnahmen in Horsthausen (Fußballzentrum) und Baukau (Stadion Schloss Strünkede/SC Westfalia Herne) hinaus ein Überangebot von bis zu fünf Sportplätzen erkannt wurde und diese Flächen in unterschiedlicher Form umgenutzt werden können. Für die Sportplätze Reichsstraße und Nebenplatz Stadion Eickel kommt eine Nutzungsänderung wie folgt in Betracht:

 

Aufgabe des Sportplatzes "Reichsstraße" (Kunstrasen) und Übersiedlung des Vereins DSC Wanne-Eickel zum Stadion Eickel (Rasen und Kleinspielfeld mit Kunstrasen) bei gleichzeitiger Aufwertung des Nebenplatzes (zurzeit Tenne) durch einen Kunstrasenbelag.

An dem neuen Standort müssten Vereinsheime sowie ein Funktionsgebäude errichtet werden. Der Bau eines neuen Vereinsheimes könnte ggf. auch über einen städt. Zuschuss an den Verein realisiert werden (Modell Horsthausen).

 

Jetzige Nutzung des Nebenplatzes:

Trainings- und Spielstätte des Vereins DJK Wanne 88 (1 Senioren- und 1 Altherren-mannschaft).

 

Zukünftige zusätzliche Nutzung:

Der DSC Wanne-Eickel stellt insgesamt 3 Senioren-, 11 Jugendmannschaften und 1 Altherrenmannschaft.

 

Finanzbedarf:970.000,00 €

 

Alternative:

Sollte der SP "Reichsstraße" nicht aufgegeben werden, bestünde dort ein kurzfristiger Investitionsbedarf von ca. 800.000,00 € für die Erneuerung des Kunstrasenbelages und die Errichtung eines neuen Umkleidegebäudes.

 

 

4. Ausbauprogramm

 

Vorgeschlagen wird folgende Ausbauvariante:

 

  • Großspielfeld 104 m x 68 m (Nettospielfläche: 100 m x 64 m)
  • Linierung Großspielfeld, weiß, Breite 12 cm
  • Linierung Jugendspielfelder, blau, 5 cm
  • Handlauf, Höhe 1,10 m
  • 2 x Ballfangzäune, Höhe 6,00 m, Länge 80,00 m
  • Trainingsbeleuchtung, 6 Masten, LED
  • Jugendfußballtore, 4 Stück

 

Es ist vorgesehen, dass die Spielfläche etwas verschoben wird.

 

Die „Schieflage“ des Sportplatzes wird ausgeglichen. Darüber hinaus wird ein neues Drainagesystem installiert. Die Umgehungswege werden in grauem Betonpflaster gehalten. Die Abstellflächen für die Jugendfußballtore werde in anthrazitfarbenem Pflaster gefertigt.

 

Der Zugang wird barrierefrei gestaltet.

 

 

5. Kosten und Finanzierung

 

Die geschätzten Kosten für die dargestellte Variante belaufen sich auf rd. 878.000,00 € (brutto). Die Mittel für diese Baumaßnahme stehen im Haushaltsjahr 2018 zur Verfügung.

 

 

Die Kostenschätzung (brutto) gliedert sich wie folgt auf:

 

Baukosten Großspielfeld618.000,00  €

Architektenhonorar  77.000,00  €

Diverse Gutachen  10.000,00  €

Zuschüsse Vereinsheime173.000,00  €

878.000,00  €

 

Nicht berücksichtigt sind hierbei die Baukosten für die Umwandlung des bestehenden  Kleinspielfeldes in Kunstrasen in Höhe von ca. 64.000,00 € inkl. Honorar (hierfür wird eine gesonderte Sitzungsvorlage vorgelegt). Abrisskosten und Kosten für zusätzliche Sanitärräume sind in der Aufstellung nicht enthalten.

 

 

6. Zeitlicher Ablauf

 

Nach dem politischen Beschluss und der Mittelfreigabe durch die Finanzverwaltung sollen Planung und Ausschreibung für die Baumaßnahme zeitnah erfolgen. Eine Auftragsvergabe wird im 4. Quartal 2018 angestrebt.

 

 

Der Oberbürgermeister

 

in Vertretung

 

 

 

 

Chudziak

(Stadtrat)

 

 

 

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Anlage:

Übersichtsplan Nebenplatz Stadion Eickel - Vorentwurf                                   

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlage Sitzungsvorlage Nebenplatz (118 KB)