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Vorlage - 2018/0239  

Betreff: Anfrage: Internationale Gartenausstellung 2027 der Metropole Ruhr
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:SVO Sobieski, Udo
Federführend:FB 11 - Rat und Bezirksvertretungen Bearbeiter/-in: Telkemeier, Erwin
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Entscheidung
17.04.2018 
des Rates der Stadt zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:


Mit der Internationalen Gartenausstellung 2027 hat sich die Metropole Ruhr nach der IBA Emscher Park und der Kulturhauptstadt 2010 auf ein neues Dekadenprojekt verständigt.  Bereits vor zwei Jahren hat sich die Region um die Ausrichtung beworben und den Zuschlag im letzten Jahr von der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) erhalten. Die IGA ist ein regionales Generationenprojekt mit Transformationsperspektive, wie es der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung in seinem Hauptgutachten in 2016 für die Metropole Ruhr mit seiner polyzentralen Struktur empfiehlt.

 

Ausgelegt als Motor für Investitionen in städtische und ländliche Infrastrukturen unterscheidet sich das Konzept der IGA 2027 im Ruhrgebiet grundsätzlich von allen bisherigen Gartenausstellungen. Große Infrastrukturprojekte im Wohnungs- und Landschaftsbau stehen im Zentrum des Projektes. Die Modernisierung städtischer Parks und Quartiere und die Ansiedlung von Zukunftstechnologie tragen ebenso wie die Entwicklung neuer Aufenthaltsqualitäten an Flüssen, Kanälen und Seen zu einer umfassenden Wirtschaftsentwicklung bei. Fast alle 53 Kommunen haben Projekte eingereicht und verbinden mit ihnen große Hoffnungen für ihre städtischen Entwicklungen.

 

Das ist der Untertitel der IGA 2027. Das Konzept der IGA weist uns den Weg in die Zukunft. Bau- und Wohnungswirtschaft, Garten- und Landschaftsbau sowie die produzierende Landwirtschaft werden von diesem Projekt profitieren. Hinzu kommen starke, positive Beschäftigungseffekte beim Dienstleistungssektor, wie Gastronomie, Hotelgewerbe und Fahrgastunternehmen. Bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze könnten entstehen. Für einen öffentlich investierten Euro fließen laut neusten Studien zum Projekt sechs bis acht privat investierte Euros in die Region zurück. Das bedeutet, dass die eingesetzten öffentlichen Mittel ein Mehrfaches an privaten Investitionen auslösen.

 

Seit 2016 plant und arbeitet die Metropole Ruhr unter der Federführung des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und der Emschergenossenschaft  am Konzept des neuen Dekadenprojektes. Das  Landeskabinett will sich in einer seiner nächsten Sitzungen mit diesem Zukunftsprojekt einer ganzen Region in Sachen Stadt- und Regionalentwicklung befassen.

 

Nach aktuellen Informationen der SPD-Ratsfraktion gibt es seitens der Landesregierung Tendenzen, keine finanzielle Beteiligung an diesem ambitionierten Projekt beizusteuern.

 

Vor diesem Hintergrund bittet die SPD-Fraktion um die Beantwortung der nachfolgenden Fragen:

 

  1. Ist der Verwaltung die Position der Landesregierung NRW in dieser Sache bekannt?

 

  1. Ist es aus Sicht der Verwaltung notwendig, die Wichtigkeit des Projektes gegenüber der Landesregierung nochmals deutlich zu machen gegebenenfalls in Form einer Resolution des Rates?

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlage:
 

Original der Anfrage  

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anfrage_Rat_IGA2027 (49 KB) PDF-Dokument (85 KB)