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Vorlage - 2018/0363  

Betreff: "Soziale Stadt Wanne-Süd"
Neubau der Fußgängerbrücke Hardenbergstraße und Anbindung an die angrenzenden Grünräume.
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Gromberg
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Deutsch, Christina
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
05.06.2018 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Bezirksvertretung Eickel Entscheidung
21.06.2018 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

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Finanzielle Auswirkungen in €

Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:5401

Bez.: Öffentliche Verkehrsflächen

Nr.: 2

Bez.: Zuwendungen und allgemeine Umlagen

5.000 € p.a.

 

Nr.: 14

Bez.: Bilanzielle Abschreibung

- 6.250 € p.a.

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.: 7.510412

Bez.: Soziale Stadt Wanne-Süd

Nr.: 8

Bez.: Auszahlungen für Baumaßnahmen

 

2017:    - 23.000 €

2018:  - 100.000 €

2019:  - 377.000 €

 

Nr.: 7.510412

Bez.: Soziale Stadt Wanne-Süd

Nr.: 1

Bez.: Einzahlungen aus Investitionszuwendungen

 

2017:   - 18.400 €

2018:   - 80.000 €

2019: - 301.600 €

 

 

 

 

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Beschlussvorschlag:
 

Die Bezirksvertretung Eickel beschließt den Neubau der Fußgängerbrücke über den Dorneburger Mühlenbach und die Anbindung an die Hardenbergstraße und die angrenzenden Grünräume auf Grundlage der Planung vom 11.04.2018 unter dem Vorbehalt der Mittelfreigabe im Haushalt der Stadt Herne und der Zustimmung der Bezirksregierung Arnsberg zur Förderung der Maßnahme.

 

 

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Sachverhalt:
 

Allgemein

 

Der Rat der Stadt Herne hat am 01.12.2015 das Soziale Stadtgebiet Wanne-Süd festgelegt und das entsprechende integrierte Handlungskonzept Wanne-Süd beschlossen. Das Soziale Stadtgebiet umfasst den gesamten statistischen Bezirk Wanne-Süd. Es wird im Norden begrenzt von der Köln-Mindener Eisenbahn und den Anlagen des Güterbahnhofs Wanne, im Osten von der Dorstener Straße, Bielefelder Straße und Königstraße, im Süden von der Straße Heisterkamp und Röhlinghauser Straße sowie im Westen von der Wakefieldstraße.

 

Im Rahmen des Projektes Soziale Stadt Wanne-Süd soll der Stadtteil gestärkt und der erforderliche Wandel aktiv und positiv gestaltet werden. Das integrierte Handlungskonzept (IHK) sieht hierzu ein Paket von Maßnahmen vor, das mit Hilfe von Mitteln der Städtebauförderung nach aktuellem Planungsstand innerhalb der Jahre 2017 bis 2028 umgesetzt werden soll.

 

In diesem Rahmen soll auch eine fußläufige Verbindung durch den Neubau einer Brücke über den Dorneburger Mühlenbach geschaffen werden.

 

 

Konkret

 

Bereits Anfang der 90er Jahre, bei den ersten Überlegungen zur Gestaltung des naturnahen Baches, wurde von der Verwaltung die Vorstellung einer fußläufigen Verbindung zwischen den großen Parkanlagen Sportpark Eickel und dem Dorneburger Park über den Dorneburger Bach in das Planverfahren der Emschergenossenschaft eingebracht. Die bürgerschaftlichen Gremien hatten diese Vorstellung im Rahmen ihrer Beteiligung am Verfahren für sinnvoll erachtet.

 

Mit der Erarbeitung des Integrierten Handlungskonzeptes Wanne-Süd im Jahre 2015 wurde die Möglichkeit gegeben, den lang gehegten Wunsch nach dieser wichtigen Verbindung Wirklichkeit werden zu lassen.

Das dem Handlungskonzept beiliegende Maßnahmenprogramm beinhaltet auch den Neubau der Fußgängerbrücke Hardenbergstraße. Durch die zu erwartende Förderung rückt die Realisierung des Brückenneubaues nun in ihre entscheidende Phase.

 

Der Dorneburger Mühlenbach, der das Stadtgebiet von Herne durchfließt,

wird im Rahmen des Umbaus des Emschersystems ökologisch verbessert.

Im Bereich des Projektes „Soziale Stadt Wanne-Süd“ unterquert der Bach

mehrere Straßen. Die Brücken Eintrachtstraße und Baltzstraße werden im

Zuge der ökologischen Verbesserung des Gewässers erneuert. In

Verlängerung der Hardenbergstraße ist der Neubau einer Fußgängerbrücke

geplant, die den Sportpark mit dem Dorneburger Park verbindet. Damit

markieren die Brücken wichtige Grünachsen im Quartier.

Diese Bedeutung soll durch die Gestaltung der neuen Brücken besonders betont werden.

 

 

Brückenfamilie und Partizipation

 

Die „Brückenfamilie Dorneburger Mühlenbach“ ist ein Kooperationsprojekt

zwischen der Stadt Herne (Soziale Stadt Wanne-Süd) und der

Emschergenossenschaft (ökologische Verbesserung Dorneburger

Mühlenbach). Das Projekt wurde mit Städtebaufördermitteln des Landes und

des Bundes gefördert.

 

Folgende Ziele wurden für das Projekt definiert:

 

- Entwicklung einer Brückenfamilie in Wanne-Süd, 5 Brücken mit

verbindenden, gemeinsamen Gestaltungselementen

 

- Identifikation im Quartier Wanne-Süd stärken

 

- Blick auf die Brücken und den ökologisch aufgewerteten Dorneburger Mühlenbach lenken

 

 

Die Bürgerbeteiligung wurde schrittweise durchgeführt und mündete bis Ende 2016 in einer planerisch konkretisierten Gestaltungsempfehlung. Die Ergebnisse wurden in einer Broschüre zusammengefasst und dem Brückenplanern an die Hand gegeben.

Die Bürgerschaftlichen Gremien wurden ebenfalls über die Ergebnisse informiert.

 

Beteiligungsschritte im Einzelnen

 

25.10.2016:   Bürger-Information zur Ökologischen Verbesserung des

Dorneburger Mühlenbaches

 

Okt./Nov. 2016:  Ansprache von Kitas und Schulen zur kreativen Beteiligung

 

10.11.2016:   „Brücken gestalten in Wanne-Süd“, öffentlicher Mitmach-

Workshop

 

Die benötigten Grundflächen außerhalb der Flächen der Emschergenossenschaft werden hierfür seit Jahren vorgehalten.

Dazu gehören das städtische Grundstück nördlich des Baches (zwischen den Häusern Hardenbergstraße 21 und 23) und Flächen der Kleingartenanlage „Wanne Süd“, die schon seit Jahren aus der Gartennutzung genommen wurden.

 

 

Baubeschreibung

 

Die Fußgängerbrücke wird in Stahlbauweise errichtet und erhält einen Gehwegbelag aus glasfaserverstärkten Kunststoffprofilen. Der Stahlbau wird verzinkt und anschließend noch farblich beschichtet. Die Farben richten sich dabei nach den Vorgaben und werden die Stadtfarben repräsentieren.

Der Überbau wird auf Widerlagern gegründet, die als Fertigteile auf die Baustelle kommen und auf in den Baugrund eingerüttelten Stahlrohren aufgestellt werden. Ein Betonverguss sichert die dauerhafte und feste Verbindung der Gründungsbauteile untereinander.

Der Weg von bzw. zur Brücke wird mit einer so genannten „Wassergebundenen Decke“ hergestellt, auf einem standfesten Schotterunterbau wird ein Dolosand-Gemisch aufgetragen und abgewalzt, welches wasserdurchlässig bleibt und günstig in der Unterhaltung ist.

Das Bauwerk aus Stahl wird eine Bogenkonstruktion sein, an die die Fahrbahn angehängt wird. Die Hängerstangen werden dabei so angeordnet sein, dass sie optisch sehr ansprechend wirken und in der Seitenansicht wie ein unregelmäßiges, lockeres Netz wirken. Damit wird die Tragstruktur aufgelöst und das Tragwerk sehr transparent.

 

Realisierungszeitraum

 

Nach Vorliegen der Zustimmung des Zuwendungsgebers erfolgt die Vergabe der Ausführungsplanung. Dies wird ca. 2 Monate in Anspruch nehmen.

Nach Vorliegen der Ausführungsplanung wird die Maßnahme ausgeschrieben. Der Baubeginn wird im Herbst 2018 sein. Die Bauzeit beträgt ca. 3 Monate.

 

Finanzierung

 

Die Kosten wurden im Rahmen der Entwurfsplanung errechnet und belaufen sich brutto, einschl. Baunebenkosten, auf ca. 500.000 €. Die Maßnahme ist Gegenstand des Stadtteilprojektes und kann zu 80 % der zuwendungsfähigen Kosten mit Bundes- und Landesmitteln der Stadterneuerung gefördert werden. Ein Zuwendungsbescheid liegt vor.

 

 

 

 

 

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

 

 

(Friedrichs)

Stadtrat

 

 

 

 

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Anlagen:
 

-          Lageplan mit Brückenstandort

-          Detailplan Brückenbauwerk

-          Brückenansicht 3D

 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 3 1 öffentlich Lageplan Beschluss (370 KB) PDF-Dokument (303 KB)    
Anlage 2 2 öffentlich 608 Variante VIII 18-04-18 (135 KB)      
Anlage 1 3 öffentlich Brücke_Hardenbergstr._Variante 1_18-04-11 (139 KB)