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Vorlage - 2018/0420  

Betreff: Änderung der Honorarrichtlinien der Volkshochschule ab 01.09.2018
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Bandholz, Heike
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Lehmensiek, Frank
Beratungsfolge:
Kultur- und Bildungsausschuss Entscheidung
26.06.2018 
des Kultur- und Bildungsausschusses beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 25.02

Bez.: Volkshochschule

Nr.: 52

Bez.: Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen

2018                -18.000,00

Folgejahre      -42.800,00

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

                                   

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Beschlussvorschlag:
Der Kultur- und Bildungsausschuss der Stadt Herne beschließt die Änderung der Honorarrichtlinien (vgl. Anlage 1) für die Volkshochschule Herne am 01.09.2018 in Kraft zu setzen.

                                   

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Sachverhalt:
Gem. § 6 Abs. 1 Ziff. 5 der Zuständigkeitsordnung für die Ausschüsse des Rates der Stadt Herne (Zuständigkeitsordnung) vom 03.05.2016, in der Fassung der 2. Änderung durch Beschluss des Rates vom 27.02.2018, beschließt der Kultur- und Bildungsausschuss über die Richtlinien für die Dozenten- und Referentenhonorare (Honorarrichtlinien) der Volkshochschule.

 

Im Jahr 2012 wurden die Honorarsätze für Dozentinnen und Dozenten im Bereich der VHS-Standard-Kurse und im Schulabschlussbereich letztmalig erhöht. Sie sollen nun, nach sechs Jahren, in angemessener Weise angehoben werden.

 

Im aktuellen Quervergleich mit Volkshochschulen in den Nachbarstädten (Anlage 3) rangiert Herne bei der Dozentenvergütung durchaus im unteren Bereich. So ist eine Anpassung der Regelhonorarsätze opportun.

 

Überdies ist anzumerken, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Bereich der Deutsch-Integrationskurse bereits ein Honorar i. H. v. 35,00 €/Unterrichtsstunde (UStd.) vorgibt. Die Höhe des Honorars ist vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) so seit dem 01.07.2016 verbindlich festgelegt. Das trägt auch dazu bei, dass viele Dozenten und Dozentinnen versuchen, die notwendige zusätzliche BAMF-Qualifikation zu erwerben, um in diesen Kursen unterrichten zu können. Diese Personen gehen dann der VHS als Kursleiter/-innen für die Standardkurse, in denen ein Regelhonorar von 18,00 €/

UStd. gezahlt wird, verloren.

 

Bei der Bemessung der Honorare muss auch berücksichtigt werden, dass für viele Dozentinnen und Dozenten die Kursleitung auf Honorarbasis zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden ist. Sind die Honorarsätze an den anderen Volkshochschulen lukrativer, ist immer die Gefahr gegeben, dass Dozentinnen und Dozenten Lehraufträge in diesen Einrichtungen übernehmen.

 

Maßnahme/Lösungsvorschlag:

 

Es ist beabsichtigt, die Dozentenhonorare wie folgt zu erhöhen:

 

  • In den Standard VHS-Kursen:
    Der bisherige Stundensatz der Kurs- und Seminarleitungen soll von derzeit 18,00 € und in wenigen Fällen von 19,00 bzw. 20,00 € (bei erhöhter Qualifikation) auf einheitliche 21,00 €/UStd. angehoben werden.

 

  • Aufgrund des zusätzlichen erheblichen Arbeitsaufwandes und der besonderen Qualifikation sollen die Honorare der Dozentinnen und Dozenten der Schulabschlusskurse von 21,00 € auf 23,00 €/UStd. angehoben werden.

 

Von einer Anhebung der Honorare ist der Bereich „Deutsch als Fremdsprache“ nicht betroffen. Unter Berücksichtigung der Dozentenqualifikation wird hier bereits ein Honorar in Höhe von 21,00 €/UStd. gezahlt.

 

Die Honorarrichtlinien werden – wie beschreiben – ab dem 01.09.2018 angepasst.

 

Alternativen:

 

Auf eine Honorarerhöhung wird verzichtet.

 

Es ist jedoch zu beachten, dass trotz der engen Verbundenheit der Dozentenschaft mit der VHS Herne dann damit gerechnet werden muss, dass Verpflichtungen nicht mehr zustande kommen, weil die Dotierung in Nachbarstädten lukrativer ist. Auch die vergleichsweise hohen Honorarsätze in den Deutsch-Integrationskursen sind bei der Entscheidung in Betracht zu ziehen.

Wenn Honorar-Verträge aus den genannten Gründen nicht mehr zustande kämen, ginge dies zu Lasten der Attraktivität, Quantität und Qualität des VHS-Programms.

 

Hinweise zur Deckung der Honorarerhöhung

 

Die vorgesehenen Anhebungen verursachen Honorar-Mehrkosten von rd. 42.800,00 € pro Jahr. Da das 2. Semester der VHS erst am 10.09.2018 beginnt, verringert sich in diesem Jahr der Bedarf auf rund 18.000,00 €.

 

Zur Kostendeckung der Honorarerhöhung bietet sich zunächst und aktuell der Mehrertrag im Bereich der berufsbezogenen Deutschsprachförderung (DeuFöV) an. Diese neuartigen Kurse richten sich in ihrer Konzeption an Teilnehmende, die ihren jeweiligen Deutschintegrationskurs erfolgreich absolviert haben und nun gezielt auf den Arbeitsmarkt vorbereitet werden sollen. Diese Kurse, die zunehmend an Bedeutung gewinnen, werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gefördert.

 

Diese Entwicklung wurde seitens der VHS ab 2019 eingeplant. De facto wirkt sich der Mehrertrag bereits in 2018 aus, deutlich höher als erwartet und geplant. Neben den ursprünglich geplanten vier Kursen hat die VHS aktuell einen zusätzlichen DeuFöv-Kurs eingerichtet.

 

In 2019 sind mindestens zwei weitere Kurse zur Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt vorgesehen. 

Vor diesem Hintergrund ergeben sich in 2018 (und 2019 ff) folgende Aufwendungen und Erträge, die den Mehraufwand der vorgesehenen Honorarerhöhung kompensieren:

 

2018   (zusätzlicher Kurs)

Mehrertrag: 32.789,00

Mehraufwendungen: 14.528,00

Deckungsbeitrag: 18.261,00

 

2019 ff (zwei zusätzliche Kurse)

Mehrertrag: 65.578,00

Mehraufwendungen: 29.056,00

Deckungsbeitrag: 36.522,00

 

Für die Durchführung der Kurse wird eine Zuwendung in Form einer Vergütung gewährt. Die Vergütung errechnet sich aus einer Pauschale pro anwesenden Teilnehmer und der Anzahl der Unterrichtseinheiten. Zudem wird ein Teil der Vergütung für bis zu maximal 15 Teilnehmende, die am ersten Unterrichtstag anwesend waren, garantiert. Da die Vergütung erst nach Kursende abgerechnet und ausgezahlt wird, können Rückzahlungsverpflichtungen nicht entstehen.

 

Zur Kostendeckung der Honorarerhöhung ist zudem ab dem 2. Semester 2019 eine Erhöhung der Teilnehmendenentgelte geplant, durch die jährlich rd. 30.000,00 €

(15.000,00 € in 2019) an zusätzlichem Mehrerträgen erwirtschaftet werden. Die letzte Entgelterhöhung fand im Jahr 2015 statt.

 

Die Erträge aus den privatrechtlichen Leistungsentgelten befinden sich auf konstant hohem Niveau. Das geringere Ergebnis für 2017 resultiert aus der Verkürzung des 2. Halbjahressemester 2017, in dem notwendige Brandschutzmaßnahmen erfolgen mussten.

 

Privatrechtliche Leistungsentgelte:

Rechnungsergebnis 2015: 525.275,00

Rechnungsergebnis 2016: 536.128,00

Rechnungsergebnis 2017: 514.784,00

 

Die Honoraranpassung wurde bei der Haushaltsplanung 2018 bereits berücksichtigt.

Das 2. Semester 2018 wird am 10.09.2018 beginnen.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

Thierhoff

(Stadträtin)                                

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Anlagen:
 

Honorarrichtlinien neu 2018

Synopse Honorarrichtlinien neu 2018

Honorarvergleich Nachbarstädte                                  

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Honorarrichtlinien neu 2018 (49 KB) PDF-Dokument (64 KB)    
Anlage 2 2 öffentlich Synopse Honorarrichtlinien neu 2018 (114 KB) PDF-Dokument (72 KB)    
Anlage 3 3 öffentlich Honorarvergleich Nachbarstädte (40 KB) PDF-Dokument (50 KB)