Ratsinformationssystem

Vorlage - 2018/0523  

Betreff: Anfrage - Veräußerung eines Grundstückes an der Kanalstraße durch die S Immobilien GmbH der Sparkasse Essen
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:Elisabeth Majchrzak-Frensel
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Bensel, Heike
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung
11.09.2018 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
Die SPD-Ratsfraktion wurde von Anwohnern darüber informiert, dass die S Immobilien GmbH der Sparkasse Essen über das Online-Immobilienportal „Immobilienscout24“ ein ca. 12.452 m² großes Grundstück im Ortsteil Horsthausen vermarktet, der angegebene Kaufpreis beläuft sich auf 200.000 Euro. Das Areal an der Kanalstraße befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Friedrich der Große 1 & 2. Im Altlastenregister der Stadt Herne ist das Grundstück der Katasternummer 46 0112.0 zuzuordnen.

Anbei ein Auszug aus der Objektbeschreibung des Verkäufers: https://www.immobilienscout24.de/expose/104440195

„Das brach liegende Grundstück hat eine Gesamtfläche von ca. 12.000 m². Hier bestehen viele Entwicklungsmöglichkeiten für Sie. Zurzeit ist das Gelände dicht bewachsen mit Pioniergehölzen (z.B. Birken). Früher befanden sich im Bereich dieses Grundstücks eine Kokerei und eine abgebrannte Teerfabrik. Auf dem Nachbargrundstück steht ein Restpostenmarkt mit einem dafür typischen Gebäude. Das gesamte Objekt ist im Altlastenkataster der Stadt Herne eingetragen. Die Sanierungskosten für eine Baureifmachung hängen von Ihrer Planung ab.“

Seitens der Anwohnerinnen und Anwohner besteht nun die Befürchtung, dass mit einer Veräußerung, einer möglichen Bebauung und einer damit einhergehenden Rodung des dichtbewachsenen Areals eine erhebliche Einschränkungen ihrer Lebensqualität und spürbare Auswirkungen auf die Umwelt einhergehen. 

Vor diesem Hintergrundgrund bittet die SPD Fraktion die Verwaltung um die Beantwortung der folgenden Fragen:

  1. Wer ist Eigentümer des Grundstückes?
  2. Als unbeplanter Innenbereich darf das Areal grundsätzlich bebaut werden. Wie kann das Grundstück aufgrund seiner Lage und der Altlastenbelastung durch einen potentiellen Käufer genutzt werden?
    1. Es ist von erheblichen Sanierungskosten auszugehen: Kann die Verwaltung hierzu eine Kostenschätzung abgeben?
    2. Ist aus Sicht der Verwaltung von einem Verkauf und einer Baureifmachung des Areals auszugehen?
    3. Wenn ja: Ist die Erstellung einer Quartiersanalyse / Quartierskonzeption angedacht?
  3. Ist aus Sicht der Verwaltung durch die geplante Veräußerung des Grundstückes von einer, wie von den Anwohnerinnen und Anwohnern befürchteten, Einschränkung der Lebensqualität der Bevölkerung auszugehen?
    1. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, das Areal dauerhaft als Grünfläche zu erhalten?
    2. Ein Erwerb der Fläche durch die Stadt Herne wurde bereits öffentlich ausgeschlossen. „Die klimatischen Bedingungen in Deutschland verändern sich weiter. Extremwetterereignisse wie Hochwasser, schwere Unwetter und Hitzewellen sind die Folge. Städte, Gemeinden und Unternehmen sind daher mehr und mehr gefordert, sich auf Veränderungen infolge des Klimawandels vorzubereiten.“[1]  Vor diesem Hintergrund: Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, zum Erhalt der Grünfläche Fördergelder zum Beispiel aus dem Programm des Bundesumweltministeriums „Anpassung an den Klimawandel“ zu akquirieren? 
    3. Besteht die Möglichkeit, dass anstelle der Stadt Herne eine andere Institution, zum Beispiel der BUND, das Grundstück mit Fördermitteln erwirbt, um es als Grünfläche zu erhalten?

 

Für die SPD-Fraktion

 

 

 

 

Elisabeth Majchrzak-Frensel

Stadtverordnete

 

 


ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen:
 

Original der Anfrage 

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anfrage_APS_Veräußerung_Grundstück_Kanalstraße (38 KB) PDF-Dokument (91 KB)