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Vorlage - 2018/0529  

Betreff: Machbarkeitsstudie "Ehemaliges Bergwerk General Blumenthal XI, Kraftwerk Shamrock und angrenzende Bereiche"
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Wolter, Carolin
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Sowe, Simone
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung
11.09.2018 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung ungeändert beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz
19.09.2018 
des Ausschusses für Umweltschutz ungeändert beschlossen   
Bezirksvertretung Eickel
04.10.2018 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel ungeändert beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

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Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 51.04

Bez.: Stadterneuerung

Nr.: 2

Bez.: Zuwendungen

- 64.000,- €

Nr.:  51.04

Bez.: Stadterneuerung

Nr.: 16

Bez.: Sonstige ordentliche Aufwendungen

80.000,- €

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

                       

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Beschlussvorschlag:
 

Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beauftragt die Verwaltung – vorbehaltlich der Zustimmung der Bezirksvertretung Eickel und des Ausschusses für Umweltschutz – mit der Durchführung eines Verfahrens zur Erstellung einer Machbarkeitsstudie mit Nutzungs- und Strukturkonzept in drei Varianten sowie Grünflächenvernetzungskonzept für das ehemalige Bergwerk General Blumenthal XI, das Kraftwerk Shamrock und angrenzende Bereiche.                    

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Sachverhalt:
 

Bei der Fläche des seit 2001 brachliegenden Bergwerks Blumenthal XI und des seit 2013 stillgelegten Kraftwerks Shamrock im statistischen Bezirk Wanne-Süd handelt es sich um die größte zusammenhängende Flächenreserve in Herne. Ein Großteil des westlich angrenzenden Geländes des ehemaligen Bauunternehmers Heitkamp liegt seit dessen Insolvenz im Jahr 2011 ebenfalls brach. Durch die Möglichkeit zur Revitalisierung besitzen diese Flächen großes Potenzial und haben somit eine herausgehobene Bedeutung für die Herner Stadtentwicklung.

 

 

 

 

Bislang fehlt jedoch eine konkrete planerische Gesamtperspektive, die der Bedeutung der Flächen gerecht wird und deren Gesamtpotenzial ausschöpft. Eine konkrete planerische Perspektive ist auch im Rahmen der Entlassung aus der Bergaufsicht gefordert, um die Maßnahmen zur Wiedernutzbarmachung darauf abzustimmen. Am 20.03.2018 wurde daher vom Verwaltungsvorstand der Stadt Herne der Beschluss gefasst, eine städtebauliche Rahmenplanung für das Gebiet zu erarbeiten, die eine standort- und bedarfsgerechte Zielvorstellung für die Entwicklung der Fläche aufzeigt und als Grundlage für die erforderlichen nachfolgenden Planverfahren dienen soll.

 

Hierzu soll ein zweistufiges Verfahren durchgeführt werden. In der ersten Verfahrensstufe wird zur Ideenfindung ein Planungsbüro mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, welche ein Nutzungs- und Strukturkonzept (Maßstab 1 : 5.000) in drei Varianten sowie ein Grünflächenvernetzungskonzept (Maßstab 1 : 7.500) umfasst. Die zu entwickelnde Nutzungs- und Strukturkonzeption in drei Varianten soll sowohl aus wirtschaftlicher, städtebaulicher, freiraumplanerischer, funktionaler und ökologischer Perspektive überzeugen und Bezüge zur Umgebung herstellen. Das Grünflächenvernetzungskonzept soll Grünverbindungen und -vernetzungen sowie die Funktion der Grünflächen im Stadtteil Wanne-Süd und im Plangebiet aufzeigen. Eine Auftaktveranstaltung, bei der sich das Büro mit den Flächeneigentümern, der Stadt sowie der Politik zur Aufgabenstellung, den verschiedenen Anforderungen und den bei einer gemeinsamen Ortsbegehung gewonnenen Eindrücken austauscht, bildet neben einer genauen Aufgabenstellung mit Hintergrundinformationen zum Plangebiet die Grundlage für die vierwöchige Bearbeitungszeit. Im Anschluss an die Bearbeitungszeit berät eine Empfehlungskommission über die verschiedenen Nutzungsvarianten und empfiehlt eine Variante für die spätere Konkretisierung zu einem städtebaulichen Rahmenplan im Maßstab 1 : 2.000. Die Ergebnisse der ersten Stufe sollen im Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung sowie der Bezirksvertretung vorgestellt werden. In der zweiten Verfahrensstufe soll die Ausarbeitung der favorisierten Variante der Nutzungs- und Strukturkonzeption zu einem städtebaulichen Rahmenplan im Maßstab 1 : 2.000 erfolgen. Die Vergabe dieses Auftrags erfolgt in einer weiteren Ausschreibung.

 

Für die erste Verfahrensstufe werden Kosten von ca. 80.000,- € veranschlagt. Hierfür wird die Bereitstellung von Mitteln aus dem Stadterneuerungsprogramm Soziale Stadt mit einer 80-prozentigen Förderung vorbereitet. Bei der Finanzierung der zweiten Verfahrensstufe wird eine finanzielle Beteiligung der Eigentümer erwartet. Zudem beabsichtigt die Stadt den Einsatz öffentlicher Mittel auch in dieser Stufe.

 

Die Beratungsfolge der Gremien wurde ausnahmsweise geändert, um die durch die Stadt-
erneuerung für das Jahr 2018 zur Verfügung stehenden Mittel noch verwenden zu können.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

Friedrichs

(Stadtrat)

 

 

 

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Anlagen:
 

Keine