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Vorlage - 2018/0699  

Betreff: Auslobung und Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs (Reichsstraße)
Stadtbezirk Herne-Eickel
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Frau Hentschel / Herr Figgener
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Leckscheid, Jörn
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
13.11.2018 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Bezirksvertretung Eickel Entscheidung
15.11.2018 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 Finanzielle Auswirkungen in €

 Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Aufwand (-)

Nr.: 5103

Bez.: Planungsrecht zur

Bodennutzung

Nr.: 13

Bez.: Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen

 

40.400,- €

                                              

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Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Eickel beschließt die Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbs an der Reichsstraße.

                                                     

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Sachverhalt:

Mit der Nutzungsaufgabe der städtischen Sportplätze an der Schaeferstraße (Stadtteil Herne-Mitte) und der Reichsstraße (Stadtbezirk Eickel) bietet sich die Chance, neuen Wohnraum – u.a. im gehobenen Qualitäts- und Preissegment – in städtebaulich integrierten und erschlossenen Lagen zu schaffen. Beide Entwicklungsflächen zählen zu den prioritären Potentialflächen des WEP (Programm zur Entwicklung von Wohnbauflächen). Im Zuge der Reduzierung von Fußballplätzen sollen die Sportplätze voraussichtlich im Jahr 2019 aufgegeben werden. Als Grundlage für die verbindliche Bauleitplanung und weitere Instrumente zur Umsetzung der jeweiligen Entwicklungsvorstellungen bedarf es der Erarbeitung eines städtebaulichen Entwurfs.

 

Um einerseits eine gute Bandbreite an unterschiedlichen möglichen Entwicklungsvarianten zu erhalten, andererseits die gewünschte hohe städtebauliche und gestalterische Qualität zu sichern, sollen zwei städtebauliche Wettbewerbe seitens der Stadt Herne ausgelobt werden.

 

Wettbewerbsgegenstand ist die städtebauliche Entwicklung der Sportplätze als Wohnquartier inklusive der Beziehungen zum näheren Umfeld. Dabei sollen über den „klassischen“ Städtebau hinaus auch beispielhaft Aussagen zur architektonischen Gestaltung der Gebäude getroffen werden, um diese etwa in ein Gestaltungshandbuch überführen zu können.

 

Für die Reichsstraße ist die Entwicklung eines Wohnquartiers mit einer Mischung aus Einfamilienhäusern (freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhäuser, Reihenhäuser) und Mehrfamilienhäusern vorgesehen, die ebenfalls in der näheren Umgebung vorzufinden sind und zudem eine Bandbreite an Wohnformen sicherstellen.

 

Es handelt sich jeweils um einen einphasigen, nichtoffenen Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren nach der Richtlinie für Planungswettbewerbe RPW 2013. Das Verfahren ist anonym. Die Wettbewerbsleistungen entsprechen im Wesentlichen der Grundlagen-ermittlung und dem städtebaulichen Vorentwurf (Leistungsphasen I bis II) nach dem Merkblatt Nr. 51 der Architektenkammer Baden-Württemberg (AKBW).  Zusätzlich sind zwei weitere Abgabeleistungen als besondere Leistungen zu erbringen, namentlich Gestaltungsvorschläge für die Gebäudearchitektur und ein analoges Entwurfsmodell. Der Erstplatzierte erhält zudem eine weitere Beauftragung zur Überarbeitung des Wettbewerbsbeitrags zum Städtebaulichen Entwurf (Leistungsphase III).

 

Die Begleitung und Koordination der städtebaulichen Wettbewerbe wird durch den Fachbereich 51/2 erfolgen.

 

Das Preisgericht setzt sich gemäß § 6 RPW 2013 aus sieben Preisrichtern (vier Fach- und drei Sachpreisrichter) zusammen, was der Größe und Bedeutung des Wettbewerbs im Sinne der RPW 2013 angemessen ist. Anerkennungen werden aufgrund der geringen Größe des Wettbewerbs und der geringen Teilnehmerzahl im Einklang mit den Regelungen der RPW 2013 nicht verliehen.

 

Für den Wettbewerb an der Reichsstraße stellt die Stadt Herne ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 19.200 Euro brutto zur Verfügung. Der Erstplatzierte erhält zudem eine weitere Beauftragung zur Überarbeitung des Wettbewerbsbeitrags zum Städtebaulichen Entwurf (Leistungsphase III). Das Überarbeitungshonorar für den erstplatzierten Beitrag (inkl. Modell) beträgt nach dem Merkblatt 51 der AKBW zusätzlich 14.200 Euro brutto. Zuzüglich der organisatorischen Kosten (Tagespauschale je Preisrichter 800 Euro, d.h. bei insgesamt 7 Preisrichtern 5.600 Euro; Catering (geschätzt) 500 Euro) belaufen sich die gesamten Wettbewerbskosten für die Reichsstraße auf gerundet 40.400 Euro.

 

Die Bereitstellung der benötigten Finanzmittel erfolgt durch den Fachbereich 51.

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

Dr. Klee

Stadtdirektor   

 

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Anlagen:
1.Auslobung Städtebaulicher Wettbewerb Reichsstraße

2.Kostenübersicht Städtebaulicher Wettbewerb Reichsstraße

3.Zeitplan

                      

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 01 2018-08-06 Auslobung WB Reichsstraße Entwurf (1488 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich 02 2018-08-04 Kostenübersicht_Reichsstraße (30 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich 03 Wettbewerbsverfahren_Zeitplan (21 KB)