Ratsinformationssystem

Vorlage - 2018/0734  

Betreff: Neuausrichtung des Herner Umwelttages
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Semmelmann, Tel. 2121
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Böhnke, Bianca
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz
21.11.2018 
des Ausschusses für Umweltschutz beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

        

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:
 

Der Ausschuss für Umweltschutz beschließt die inhaltliche Neuausrichtung des Herner Umwelttages in Form einer spezifischen Fachtagung.

        

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
Ursprünglich ist der Herner Umwelttag 1986 aus dem Herner Naturschutztag hervorgegan-gen. Interessierte Personen des Arbeitskreises Umwelt gründeten im gleichen Jahr den BUND Herne und beschlossen, sich über diesen Herner Naturschutztag zu vernetzen, um das Bewusstsein für Umwelt- und Naturschutzthemen in der Öffentlichkeit zu schärfen. 10 Vereine und Institutionen nahmen im ersten Jahr am Naturschutztag des Arbeitskreises teil und präsentierten ihre Arbeiten im damaligen Freizeithaus des Revierparks Gysenberg, bevor dann die Trägerschaft zum BUND Herne wechselte.

 

Der 18. Herner Umwelttag wurde dann 2002 erstmals gemeinsam vom BUND Herne, der Revierpark Gysenberg GmbH und dem Agenda Büro der Stadt Herne organisiert. Zwei Jahre später hat sich die Stadt Herne entschlossen, die Trägerschaft aus

versicherungstechnischen Gründen zu übernehmen. Die organisatorische Vorbereitung, die Planung des Rahmenprogramms und die Öffentlichkeitsarbeit für über 70 Aussteller waren ehrenamtlich nicht mehr zu leisten. Das Format einer marktähnlichen Präsentation des mitt-lerweile breit angelegten Nachhaltigkeitsansatzes mit Themen wie bspw.  Ernährung, ökolo-gisches Bauen, alternative Antriebsarten für PKWs und Fairer Handel hat dann fast 10 Jahre getragen. Über diese Zeit haben die 60 bis 70 Aussteller und Institutionen ihre Angebote präsentiert und  mehrere Tausend Besucher jährlich angelockt.

 

Neben den größtenteils ehrenamtlich organisierten Vereinen und Verbänden, sind es auch die institutionellen Einrichtungen und Behörden sowie ÖKOPROFIT-Unternehmen gewesen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. In der Zwischenzeit hat es in mehreren Vereinen altersbedingte Fluktuationen in den Vorständen gegeben, die dazu geführt haben, dass eine Teilnahme aus Ressourcengründen nicht mehr möglich war. Ähnlich war es bei Behörden und Unternehmen, die aus Personal- bzw. Kostengründen nicht mehr am Umwelttag teil-nehmen, aber mit ihren Angeboten Zuschauermagnete waren.

 

Dies hat in den letzten 2 bis 3 Jahren dazu geführt, dass die Aussteller- und Besucherzahlen gesunken sind.  Darüber hinaus gibt es mit dem Umwelt- und Familientag des Naturschutz-zentrums, der Pflanzentauschbörse der Verbraucherzentrale und dem Gartentag des Fach-bereichs Stadtgrün weitere Angebote mit einer ähnlichen Ausrichtung, die den gleichen Aus-stellerkreis ansprechen und somit auch um die Besucher konkurrieren. Aus Kapazitätsgrün-den haben sich Vereine und Organisationen des klassischen Umwelt- und Naturschutzes dazu entschieden, nicht mehr den Umwelttag, sondern die anderen Angebote wahrzuneh-men. Darum gibt es seit einiger Zeit konkret Überlegungen, den Umwelttag anders aufzustel-len. Teilweise finden sich jetzt schon die klassischen Umwelt- und Naturschutzthemen bei den oben beschriebenen Veranstaltungen wieder. Zukünftig sollen sich die Aussteller mit diesen Themen gänzlich an das Naturschutzzentrum, an den Fachbereich Stadtgrün und an die Verbraucherzentrale wenden, um dort ihre Angebot bei den Veranstaltungen zu präsentieren.

 

Darüber hinaus hat sich auch die Aufgabenstellung des jetzigen Fachbereichs Umwelt und Stadtplanung geändert. Neben den Aufgaben der staatlichen Umweltverwaltung als Untere Wasser-, Untere Bodenschutz-, Untere Naturschutz, Untere Abfallbehörde und auch Untere Immissionsschutzbehörde, nimmt die Verwaltung mit dem Klimaschutz, Klimafolgenanpas-sung, Umweltgerechtigkeit, Ressourcenschutz und Mobilität zunehmend Aspekte des Um-weltschutzes wahr. Hierbei handelt es sich um Prozesse, die darauf abzielen, dass Zu-kunftsperspektiven entwickelt werden und über den sprichwörtlichen Tellerrand hinausge-schaut wird. Voraussetzung hierfür ist, sich tiefgreifender mit den Disziplinen beschäftigen, Experten zu Rate ziehen und mit der Bürgerschaft über aktuelle Themen diskutieren. Dies ist eher im Format einer Fachtagung möglich, um die Spezialthemen zu beleuchten und Lösun-gen zu erarbeiten. Wenn es das Thema der Fachtagung hergibt, soll es am Folgetag  Ange-bote geben, die das Thema durch Information, mitmachen oder selbst ausprobieren erlebbar und begreifbarer machen.

 

Für die erste Fachtagung im Herbst 2019 ist das Thema "Neue Mobilität" geplant.

Die aktuellen Diskussionen um die Schadstoffbelastungen in der Luft, das Dieselfahrverbot und die eingeschränkte Lebensqualität wegen des hohen Verkehrsaufkommens beschäftigen viele Städte in Deutschland. Darüber hinaus hat sich die Stadt Herne mit der Umsetzung des "Masterplans klimafreundliche Mobilität" zu beschäftigen, die man bei einer solchen Fachtagung vertiefen kann. Das Mobilitätsthema bietet auch eine breite Palette von Möglich-keiten zur Information, Präsentation, zum Mitmachen und Ausprobieren am zweiten Tag.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Friedrichs

Stadtrat        

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen:
 

Keine