Ratsinformationssystem

Vorlage - 2019/0016  

Betreff: Soziale Stadt Wanne-Süd
hier: Durchwegung Kleingartenanlage "Grüne Wanne"
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Tanja Sauerbier
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Gorba-Karwath, Sabine
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
22.01.2019 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung ungeändert beschlossen   
Naturschutzbeirat Vorberatung
05.02.2019 
des Naturschutzbeirates ungeändert beschlossen   
Bezirksvertretung Eickel Entscheidung
07.02.2019 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel ungeändert beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand

Nr.: 5501

Bez.: Bereitstellung von Grün- und Freiflächen

Nr.: 2

Bez.: Zuwendungen und allgemeine Umlagen

9.600 €

 

Nr.: 14

Bez.: Bilanzielle Abschrei-

bungen

€ (-)

12.000 € (-)

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung

Nr.: 7510412

Bez.: Soziale Stadt Wanne-Süd

 

Nr.: 1

Bez.: Einzahlungen aus Zuwendungen für Investitionsmaßnahmen

192.000,00 €

Nr.: 7510412

Bez.: Soziale Stadt Wanne-Süd

Nr.: 8

Bez.: Auszahlungen für Baumaßnahmen

240.000,00 € (-)

       

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:
 

Die Bezirksvertretung Eickel beschließt die Neugestaltung der Durchwegung der Kleingartenanlage „Grüne Wanne“ unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstellung im Haushalt der Stadt Herne und der Zustimmung der Bezirksregierung Arnsberg zur Maßnahme gemäß den vorgelegten Planunterlagen – Planungsstand 10.12.2018 - sowie der nachfolgendenden Baubeschreibung.

 

Für die Öffnung des Weges zur Kurhausstraße ist es notwendig, 5 Bäume zu entfernen. Da die Fläche im baulichen Außenbereich liegt, gilt hier die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung. Es handelt sich um einen Ahorn (Stammumfang 110 cm) und 4 schlecht entwickelte Eichen (Stammumfang zwischen 90-110 cm). Zur Kompensation des Eingriffes wird neben dem neuen Eingang die südwestliche Parzelle aufgegeben und als Feuchtbiotop ausgebildet. In diesem Zusammenhang werden 30 heimische Sträucher neu gepflanzt.

Damit ist der Eingriff ausgeglichen.         

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
 

 

Allgemeiner Sachverhalt

 

Der Rat der Stadt Herne hat am 01.12.2015 das Gebiet Soziale Stadt Wanne-Süd festgelegt und das entsprechende integrierte Handlungskonzept Wanne-Süd beschlossen.

Das Gebiet Soziale Stadt Wanne-Süd umfasst den gesamten statistischen Bezirk Wanne-Süd. Es wird im Norden begrenzt von der Köln-Mindener Eisenbahn und den Anlagen des Güterbahnhofs Wanne, im Osten von der Dorstener Straße, Bielefelder Straße und Königstraße, im Süden von der Straße Heisterkamp und Röhlinghauser Straße sowie im Westen von der Wakefieldstraße.

 

Im Rahmen des Projektes Soziale Stadt Wanne-Süd soll der Stadtteil gestärkt und der erforderliche Wandel aktiv und positiv gestaltet werden. Das integrierte Handlungskonzept (iHK) sieht hierzu ein Paket von Maßnahmen vor, das in einem Zeitraum von mehreren Jahren mit Hilfe von Mitteln der Städtebauförderung umgesetzt werden. In diesem Rahmen soll auch die Durchwegung der Kleingartenanlage "Grüne Wanne" erweitert und für die Öffentlichkeit attraktiver gestaltet werden.

 

 

Konkreter Sachverhalt

 

Die Kleingartenanlage weist zurzeit zwei Eingänge auf, einen nord-östlichen Haupteingang von der Straße Eickeler Bruch und einen kleinen Nebeneingang von der Kurhausstraße im Osten. Eine durchlaufende Wegeverbindung vom Eickeler Bruch zur südlichen Kurhausstraße, nahe der Wakefieldstraße ist nicht vorhanden.

Ziel der vorliegenden Entwurfsplanung ist es eine entsprechende barrierefreie Wegeverbindung herzustellen, um die einzelnen Trittsteine – des Trittsteinkonzepts zu verbinden.

 

 

Zielsetzung

 

Vernetzung der Kleingartenanlage "Grüne Wanne" zur südwestlichen Seite mit der Plutohalde und zur östlichen Seite mit der Grünanlage Hauptstraße / Kurhausstraße und weiter zum Sportpark Eickel. Der hier vorliegende Entwurf bezieht sich auf den Teilbereich der Kleingartenanlage „Grüne Wanne“.

Das Ziel ist es eine öffentliche Durchwegung der Kleingartenanlage zu schaffen und die Eingangsbereiche neu zu gestalten und aufzuwerten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bürgerbeteiligung

 

Eine Bürgerbeteiligung zu der Planung fand am 30.08.2018 statt. Dabei wurden die ersten Planungsinhalte vorgestellt und kontrovers diskutiert. Insgesamt wurde die Planung jedoch positiv aufgenommen.

Folgende Punkte wurden angesprochen und aufgenommen:

-          Öffnung der Anlage gewünscht

-          Verbesserung der Eingangssituation

-          Aufweitung der Wege

-          Belange des Naturschutzes wie Klimaschutz berücksichtigen

-          Parksituation beachten 

 

Auf alle Wünsche aus der Bürgerbeteiligung wurde eingegangen und sie werden in der vorliegenden Planung umgesetzt.

 

Die Kleingartenanlage wird nach Außen hin geöffnet. Die Eingangsbereiche werden vergrößert und durch Pflanzungen aufgewertet. Die Nebenwege werden verbreitert. Die Parksituation der Kleingärtner wird sich verbessern. Die Maßnahme hat keinen Einfluss auf die Belange des Klimaschutzes.

 

 

Maßnahmenbeschreibung

 

Der nord-östliche Hauptzugang von dem Eickeler Bruch bzw. der Dürerstraße wird neben der Nutzung durch den Verein, auch als Grundstückszufahrt von Anliegern und als Weg zu einer Trafostation des Energieversorgers genutzt. Auch der Jüdische Friedhof wird von hier erschlossen.

Momentan als Schotterweg ausgelegt wird dieser Bereich bis in das Vereinsgelände hinein, zukünftig als Betonpflasterweg ausgebaut. Er soll vornehmlich für PKW-Verkehr nutzbar sein.

Die neue Wegeverbindung soll offen und jederzeit nutzbar sein. Darum wird das vorhandene Eingangstor zurückgebaut.

 

Der fußläufige Hauptweg durch die Kleingartenanlage führt von Nordosten in einem Bogen entlang des Bahngeländes zu dem neu zu erstellenden südlichen Zugang. Bei einer nutzbaren Breite von ca. 1,50 m erfolgt auch hier die Ausführung in Betonpflaster.

Nebenwege, die zum Erschließen der einzelnen Parzellen erforderlich sind, weisen eine geringere Breite auf und werden neben dem Betonpflaster auch in Form von wassergebundenen Wegen ausgeführt. Auf Grund der beengten Verhältnisse in den Nebenwegen ist es erforderlich einfassende Schnitthecken und Zäune zu entfernen. Diese sind im Rahmen der Maßnahme zu ersetzen.

Der neue südliche Eingang erhält im Übergang zum Fußweg der Kurhausstraße eine Aufweitung. Hier ist es erforderlich Teile des vorhandenen Baumbestands zu entnehmen, um den Weg überhaupt anlegen zu können und eine deutliche Akzentuierung auf die neue Wegeverbindung zu ermöglichen. Der Bereich des hier geöffneten Baumbestands an der Kurhausstraße erhält eine deutliche Aufwertung durch eine einladende begleitende Bepflanzung.

 

Zukünftig anfallendes Regenwasser wird möglichst ortsnah der Versickerung zugeführt. Im Bereich der durch Fahrzeuge genutzten Zufahrt wird momentan noch ein möglicher Anschluss an das Kanalnetz geprüft.

Wasser, das auf dem fußläufigen Hauptweg und dem neuen südlichen Zugang anfällt wird auf einer zum Verein gehörenden Fläche über eine Mulde versickert. Es ist zukünftig geplant hier unter Beteiligung des Vereins ein Feuchtbiotop zu erstellen.

 

Im Rahmen der hier dargestellten Maßnahme wird auch die angrenzende Grünfläche im Kreuzungsbereich Dürerstraße und Kurhausstraße aufgewertet. Absicht ist es durch eine neue Bepflanzung in Teilbereichen einen sommerlichen Blühaspekt zu etablieren.

Auch das in die Jahre gekommene Stadtmobiliar, wie Bänke und Mülleimer wird erneuert. Mit Augenmerk auf die Verkehrssicherheit werden Teile des vorhandenen Wegenetzes aufgearbeitet.

 

 

Auflagen der Förderung

 

Die Aufenthaltsqualität wird verbessert. Die kinderfreundliche, generationsübergreifende und geschlechterneutrale Gestaltung wurde berücksichtigt. Die Rundwege werden barrierefrei angelegt. Die Maßnahme hat keinen Einfluss auf die stadtklimatischen Verhältnisse. Belange des Denkmalschutzes werden nicht berührt.

 

 

Finanzierung und Folgekosten

 

Die Neugestaltung der Durchwegung der Kleingartenanlage „Grüne Wanne“ ist eine Maßnahme des Projekts Soziale Stadt Wanne-Süd und kann, vorbehaltlich der Bereitstellung der Mittel im Haushalt der Stadt Herne und der Zustimmung der Bezirksregierung Arnsberg zur Maßnahme, realisiert werden. Die Neubaukosten betragen nach einer Kostenberechnung nach Leistungsphase 3 der Honorarordnung der Architekten und Ingenieure rund 240.000 € und können zu 80 % aus Mitteln der Stadterneuerung refinanziert werden.

 

Es werden keine zusätzlichen Lohn-, Sach-, Fahrzeug- und Maschinenkosten entstehen, da sich außerhalb der Kleingartenanlage die Flächenaufteilung und damit die Pflege nicht verändert. Innerhalb der Kleingartenanlage erfolgt die Pflege durch die Kleingärtner.

 

 

Realisierung

 

Der Beginn der Ausbauarbeiten ist für das Frühjahr 2019, die Fertigstellung und Freigabe für Sommer 2020 geplant.

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

 

Friedrichs

Stadtrat        

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen:
 

Entwurf       

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 181213_Anlage - Entwurf (1048 KB)