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Vorlage - 2003/0622  

Betreff: Kanalerneuerung und Straßeninstandsetzung in der Vellwigstraße
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Sablinski
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Pfitzner, Anette
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
16.09.2003 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Bezirksvertretung Sodingen Entscheidung
26.09.2003 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 Haushaltsstelle:

 Verw.-/Vermögenshaushalt:

Haushaltsjahr:

ca. 350.000,-- €

Folgejahre: keine

Haushaltsjahr:

ca. 75.000,-- €

Folgejahre: keine

Haushaltsjahr:

ca. 49.800,-- €

Folgejahre: keine

 

1.700.950/036/7

 

 

1.630.950/194/6

 

 

1.630.950/050/8

Vermögenshaushalt

 

 

Vermögenshaushalt

 

 

Vermögenshaushalt

 

 

Ergänzende Informationen (Bauzeit o.a.)

 

Bauzeit: Januar 2004 bis Januar 2005

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

Die Bezirksvertretung des Stadtbezirkes Sodingen beschließt:

 

1.        Den Abwasserkanal in der Vellwigstraße von der Sodinger Straße bis zur Castroper

       Straße zu erneuern.

 

2.        Die Asphaltdecke in der Vellwigstraße von der Sodinger Straße bis zur Straße

       Am Katzenbuckel instand zu setzen.

 

3.        Die vorhandenen Aufpflasterungen in der Vellwigstraße zu entfernen und statt-

       dessen im Bereich der Schule einen Fahrbahnteiler als Querungshilfe einzurichten.

Begründung:

Begründung:

 

Begründung zu Beschlussvorschlag 1.:

 

Der vorhandene Abwasserkanal in der Vellwigstraße, Baujahr 1929, hat starke bauliche Schäden (Risse, Rohrkorrosion, Rohrversätze usw.). Daher muss der Kanal auf einer Länge von ca. 525 m erneuert werden.

 

 

Leistungsumfang für die Kanalerneuerung:

 

                  1 Stück       Baustelleneinrichtung                          

     ca. 1.000 qm           Straßenaufbruch                                

     ca. 3.300 cbm         Bodenaushub                                    

     ca. 4.100 qm           Baugrubenverbau                                

     ca. 1.200 cbm         Bodenaustausch                                 

     ca.    440 m             Betonrohre DN 500 mm           

     ca.      85 m              Betonrohre DN 600 mm           

     ca.     13 Stück        Schachtbauwerke                

     ca. 1.000 qm           Straßenwiederherstellung       

 

 

Begründung zu Beschlussvorschlag 2.:

 

Auf der Grundlage des am 08. März 2001 beschlossenen Prioritätenkataloges für Gemeindestraßen, steht die Maßnahme Vellwigstraße zur Beschlussfassung an. Die Fahrbahndecke in der Vellwigstraße weist ausgeprägte Oberflächenschäden, wie Netzrisse und Ausmagerungserscheinungen, auf. Sie sollte daher, um größere Schäden zu vermeiden, mit einer Asphaltdecke ca. 100 kg/qm überzogen werden. Die Ersparnisse durch die Kostenbeteiligung des Kanalbaus sind in der Kostenschätzung eingerechnet.

 

Beiträge nach § 8 KAG können nicht erhoben werden.

 

 

Begründung zu Beschlussvorschlag 3.:

 

1.       Allgemeines                                                                

                                                                               

       In der Vellwigstraße erfolgt eine Kanalerneuerung und eine Deckeninstandsetzung gemäß   den Beschlussvorschlägen 1. und 2.

 

       In diesem Zusammenhang sollen die vorhandenen Aufpflasterungen im Fahrbahnbereich   entfernt werden.

 

 

Begründung:

 

In seiner Sitzung zur Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes für das Stadtgebiet Herne, hat der Rat der Stadt Herne am 01. Juli 1997 unter der Vorlage Nr. 1997.277 Punkt 4 u.a. folgende Grundsätze zur weiteren Verkehrsentwicklungsplanung in Herne beschlossen:

 

Der Rat der Stadt Herne beauftragt die Verwaltung, folgende Aufgaben im Bereich Verkehr weiterzuverfolgen:

 

Neue Aufpflasterungen bzw. Kissen werden nicht mehr auf Straßen geplant, die der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) benutzt. Im Übrigen ist der Einbau von solchen Anlagen nur noch in besonders begründeten Einzelfällen vorzusehen. Bei Grundsanierung bzw. technisch notwendiger Erneuerung defekter Einbauten ist alternativ deren Beseitigung zu prüfen.

 

 

2. Beschreibung der vorhandenen Situation

 

Die Vellwigstraße wird von der Buslinie 311 der HCR im 10-Minuten-Takt befahren. Der Grundschulbereich wird derzeit durch jeweils 4 Pflasterkissen pro Fahrtrichtung gesichert. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 30 km/h. Bezüglich der Pflasterkissenanordnung haben sich zwischenzeitlich folgende Mängel herausgestellt:

 

-      Die Pflasterkissen liegen zum Teil im Kurvenbereich und werden daher häufig von den        Linienbussen überfahren. Die hohe Belastung durch die dabei auftretenden Scherkräfte        führt zu aufwendigen Instandsetzungsmaßnahmen an den Formsteinen und den        Auspflasterungen der Kissenoberfläche.

 

-            Die Vellwigstraße weist mit 7,50 m in Teilbereichen eine für die        Pflasterkissendimensionierung ungünstige Querschnittsbreite auf, so dass sich Kissenabstände ergeben, die von PKW's - insbesondere in Straßenmitte - zur Umfahrung der Pflasterkissen genutzt werden. Positiv herauszuheben ist, dass seit Einbau der Pflasterkissen keine Unfälle im Schulbereich der Vellwigstraße zu verzeichnen sind. Geschwindigkeitsmessungen (Messung vom 05. März 2003 bis 12. März 2003) haben gezeigt, dass die vorgegebene Fahrgeschwindigkeit von 30 km/h im Wesentlichen eingehalten wird. Nach dem Geschwindigkeitsprotokoll beträgt die mittlere Fahrgeschwindigkeit ca. 29 km/h. 85 % aller Fahrzeuge überschreiten nicht die Fahrgeschwindigkeit von 35 km/h.

 

 

3. Beschreibung der untersuchten Varianten

 

Die Verwaltung hat Bezug nehmend auf den Ratsbeschluss vom 01. Juli 1997 und dem Beschluss der Bezirksvertretung Sodingen vom 31. Januar 2003 - Vorlage Nr. 2003.1 - mehrere Varianten zur Schulwegsicherung geprüft:

 

-       Fahrbahneinengung auf durchgehend 6,50 m

-       Fahrbahneinengung -einspurig im Schuleingangsbereich

-            Fahrgassenversätze

-            Komplettaufpflasterung

-            Einbau einer Fußgängerschutzinsel als Querungshilfe

-      Einbau einer Lichtzeichenanlage

 

Nach Abwägung der Belange hinsichtlich Verkehrssicherheit - ÖPNV-Verträglichkeit - Unterhaltungsaufwand, empfiehlt die Verwaltung in Abstimmung mit der Deckeninstandsetzungsmaßnahme die Pflasterkissen nicht wieder einzubauen, sondern stattdessen eine Fußgängerschutzinsel gemäß nachfolgender Baubeschreibung als Querungshilfe einzurichten.

 

 

Begründung:

 

-      Die HCR als Betreiber der Linie 311 fordert grundsätzlich keine Aufpflasterungen (Kissen)        auf Linienwegen des ÖPNV. Kissen  beeinträchtigen sowohl den Fahrkomfort, die        Verkehrssicherheit der Fahrgäste und den Betriebsablauf (Fahrzeitverluste).

 

-            Die Fußgängerschutzinsel erlaubt dem querenden Fußgänger (Schulkinder) die Straße zu queren ohne gleichzeitig zwei Fahrtrichtungen beachten zu müssen.

 

-            Durch die Fahrbahneinengung wird der Fahrzeugverkehr zu einer verhaltenen Fahrweise        angehalten.

 

-          Die Länge des geplanten Fahrbahnteilers erlaubt ein Queren an verschiedenen Bereichen.

 

-      Busse können mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und ohne Komforteinbuße den        Straßenbereich befahren.

 

-          Der Unterhaltungsaufwand bewegt sich im normalen Rahmen.

 

 

4. Baubeschreibung

 

Der geplante Fahrbahnteiler als Querungshilfe erhält gegenüber der im Januar 2003 vorgestellten Planung eine Länge von 25,00 m (statt 12,00 m), so dass der gesamte Schuleingangsbereich hierdurch verkehrssicher abgedeckt wird.

 

Die Breite der Fußgängerschutzinsel beträgt 2,00 m. Für die Fahrspuren ist eine Breite von jeweils 3,50 m vorgesehen.

Für die Schulkinder werden zwei jeweils 6,00 m breite Querungsstellen, südlich und nördlich des Schuleingangs, angeboten. Die Führung  

zu den Querungsbereichen auf der Schulseite erfolgt durch Absperrgeländer.

 

Die Gehwegbereiche müssen auf der Schulseite auf 2,60 m (vorhanden  ca. 3,00 m) und auf der gegenüberliegenden Seite (Wohnhäuser) auf teilweise ca. 2,00 m (vorhanden 3,00 m) eingeengt werden.

 

Die Oberfläche des Fahrbahnteilers wird aus Gründen der Verkehrssicherheit (Sichtverhältnisse) nicht begrünt. Auf Baumpflanzungen wird aufgrund der geringen Breite und des vorhandenen Baumbestandes  im Schulbereich verzichtet.

 

Vor den Wohnhäusern Vellwigstraße 23 bis 31 muss das Zeichen 283 (Halteverbot) der StVO angeordnet werden. Zurzeit besteht dort ein "Eingeschränktes Halteverbot" Zeichen 286 der StVO.

 

 

5. Durchführung und Baukosten

 

Die Baukosten betragen laut Kostenschätzung ca. 49.800,-- €. Die Finanzierung ist vorbehaltlich der Mittelbereitstellung durch          

 

Die Baudurchführung erfolgt in Verbindung und zeitgleich mit der Kanalerneuerungsmaßnahme sowie der Straßeninstandsetzung. Die Maßnahme kann hierdurch kostengünstiger durchgeführt werden.

 

Beiträge nach § 8 KAG können für die Maßnahme nicht erhoben werden.