Ratsinformationssystem

Vorlage - 2019/0466  

Betreff: Situation der Grundschulen im Stadtbezirk Wanne
hier: Durchführung schulorganisatorischer Maßnahmen und
Konkretisierung der Maßnahmen zur Erweiterung der Grundschule Michaelschule
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:1. Peter Reschke - Tel.: 3301
2. Michael Schulz - Tel.: 2795
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Beteiligt:FB 22 - Immobilien und Wahlen
Bearbeiter/-in: Bartkowiak, Heike   
Beratungsfolge:
Immobilienausschuss
06.06.2019 
des Immobilienausschusses beschlossen   
Schulausschuss
13.06.2019 
des Schulausschusses beschlossen   
Bezirksvertretung Wanne
25.06.2019 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne beschlossen   
Integrationsrat
29.04.2020    des Integrationsrates - Die Sitzung wurde abgesagt !      
Haupt- und Personalausschuss
02.07.2019 
des Haupt- und Personalausschusses beschlossen   
Rat der Stadt
09.07.2019 
des Rates der Stadt beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

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Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

                                                              

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Beschlussvorschlag:
 

Der Rat der Stadt beschließt gemäß § 81 Absatz 2 Schulgesetz für das Land Nordrhein-Westfalen (SchulG) vom 15. Februar 2005 (GV. NRW. S. 102) in der aktuell vorliegenden Fassung:

 

Der allgemeine Aufnahmerahmen der städtischen Grundschule Michaelschule wird zum Schuljahr 2019/2020 (01.08.2019) auf vier Parallelklassen pro Jahrgang neu festgelegt.                Das Raumprogramm wird entsprechend der Zügigkeit durch die Errichtung eines Erweiterungsgebäudes auf dem Schulgelände den künftigen Anforderungen angepasst. Der Maßnahmenbeschluss erfolgt durch die Bezirksvertretung Wanne auf der Grundlage der abschließenden Planung.

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Sachverhalt:

 

  1. Ausgangs-/ Beschlusslage

 

In seiner Sitzung am 26.01.2017 (Vorlage-Nr. 2017/0001) hat der Schulausschuss des Rates der Stadt den ausführlichen Bericht der Verwaltung zur Situation der Grundschulen im Stadt-bezirk Wanne zur Kenntnis genommen und die Verwaltung mit der Einleitung schulorganisatorischer Maßnahmen beauftragt. Auf dieser Grundlage hat der Rat der Stadt am 28.03.2017 (Vorlage-Nr. 2017/0140) folgenden Beschluss gefasst:

 

  1. a)  Der allgemeine Aufnahmerahmen der städtischen Grundschule Laurentiusschule            wird zum Schuljahr 2017/2018 (01.08.2017) auf drei Parallelklassen pro Jahrgang     neu festgelegt. Das Raumprogramm wird entsprechend der Zügigkeit durch die Errichtung eines Erweiterungsgebäudes auf dem Schulgelände den künftigen Anforderungen angepasst.

 

b) Die für die Erhöhung des Aufnahmerahmens notwendigen Bau- und Einrichtungsmaßnahmen werden durchgeführt. Die hierfür erforderlichen Haushaltsmittel in Höhe von 2.785.000 € werden im Rahmen der Finanzplanung 2017 ff. bereitgestellt.

 

2. Der allgemeine Aufnahmerahmen der städtischen Grundschule Michaelschule wird unter Berücksichtigung der räumlichen Situation zum Schuljahr 2017/2018 (01.08.2017) auf drei Parallelklassen pro Jahrgang neu festgelegt.

 

3. Gemäß § 80 Abs. 2 Nr. 4 der Verwaltungsgerichtsordnung wird zu den Ziffern 1 und 2 aus Gründen des besonderen öffentlichen Interesses die sofortige Vollziehung angeordnet.

 

4. Die Verwaltung wird beauftragt, die Möglichkeiten einer räumlichen Optimierung für die Grundschulen Claudiusstraße und Michaelschule unter Berücksichtigung der Schülerzahlentwicklung im Stadtbezirk Wanne zeitnah zu prüfen.

 

5. Entsprechend dem Ratsbeschluss vom 21.06.2011 wird der Nebenstandort der Grundschule Josefschule an der Karlstraße zum Ende des Schuljahres 2016/2017 (31.07.2017) aufgegeben. Im Zuge der Freiziehung des Schulgebäudes wird die im hinteren Bereich gelegene Jugendverkehrsschule ebenfalls aufgegeben, sobald dies betriebsbedingt erforderlich ist und durch ein mobiles Angebot ersetzt worden ist.

 

In seiner Sitzung am 05.09.2017 (Vorlage-Nr. 2017/0492) hat der Rat der Stadt eine erste Prioritätensetzung zur Modernisierung, Sanierung sowie Erweiterung von Schulstandorten im Rahmen von Objektbeauftragungen an die HSM Herner Schulmodernisierungsgesellschaft mbH sowie von weiteren Finanzierungs-/ Förderprogrammen beschlossen. Die Verwaltung wurde in diesem Zusammenhang beauftragt, die objektbezogenen Maßnahmenbeschrei-bungen und Umsetzungs-konzepte (Art und Umfang der Leistungen, Kostenanalysen, Zeitpläne) für die priorisierten Schulstandorte - u. a. die Grundschulen Michaelschule und Claudius-schule - zu erarbeiten bzw. erarbeiten zu lassen und den zuständigen bürgerschaft-lichen Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen.

 

Als Grundlage für die Erarbeitung der objektbezogenen Maßnahmenbeschreibungen und Umsetzungskonzepte sowie zur Vermeidung späterer Fehlplanungen sind die schulorganisatorischen Rahmenbedingungen (Zügigkeiten, Raumbedarfe, Raum-programme) frühzeitig zu beschreiben und festzulegen. Dies ist Zielsetzung dieser Beschlussvorlage.

 

 

 

II. Aktuelle Situation der Grundschulen im Stadtbezirk Wanne

 

Auf der Grundlage der eingangs genannten schulorganisatorischen Festlegungen ergibt sich für die vier Grundschulstandorte im Stadtbezirk Wanne aktuell folgende Situation:

 

    Grundschule Laurentiusschule (3-zügig)

    Grundschule Josefschule (2-zügig)

    Grundschule Claudiusschule (3-zügig)

    Grundschule Michaelschule (3-zügig)

 

Mit der Neufestlegung der Zügigkeit an der Laurentiusschule wurde der im Stadtbezirk Wanne zwingend notwendige 11. Grundschulzug gesichert. Die damit verbundene räumliche Erweiterung befindet sich entsprechend des bereits erfolgten Durchführungsbeschlusses in der Umsetzung. An der Josefschule wurde der Nebenstandort Karlstraße zum Schuljahresende 2016/2017 aufgegeben.

 

Hinsichtlich der Standorte der Grundschulen Michaelschule und Claudiusschule wurde die Verwaltung beauftragt, die Möglichkeiten einer räumlichen Optimierung unter Berücksichtigung der Schülerzahlentwicklung im Stadtbezirk zeitnah zu prüfen. Im Rahmen der seinerzeitigen schulorganisatorischen Perspektiven erfolgte folgende Konkretisierung:

 

"Die Grundschule Claudiusschule wird auch künftig als 3-zügiges System geführt. Das Raumprogramm der Schule weist mit Blick auf eine zukunftsorientierte Ausrichtung deutliche Defizite auf und ist mit dem Ziel der räumlichen Optimierung weiterzuentwickeln. Hierzu sind Planungsalternativen unter Einbeziehung des Gebäudebestandes bzw. des Schulgeländes aufzuzeigen."

 

"Die Zügigkeit der Grundschule Michaelschule wird zum Schuljahr 2017/2018 zunächst auf drei Eingangsklassen je Schuljahr begrenzt. Das Raumprogramm weist bei einer 3-Zügigkeit aktuell Defizite im Bereich der Differenzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie der Offenen Ganztagsschule auf. Möglichkeiten der räumlichen Optimierung im Gebäudebestand bzw. auf dem Schulgelände sind näher zu prüfen. Sollte sich im Stadtbezirk Wanne die Notwendigkeit ergeben, dauerhaft einen weiteren (zwölften) Zug einzurichten, ist dies in die standortbezogenen Überlegungen einzubeziehen."

 

 

  1.    Aktualisierung der bisherigen Planungsaussagen / Prognosen

 

Nachfolgend eine Betrachtung der Entwicklung der Grundschülerzahlen im Stadtgebiet in den letzten Jahren:

 

Schuljahr

Schüler der Jahrgangsstufe

gesamt
1 bis 4

Klassen
1 bis 4

1

2

3

4

2010/11

1.285

1.389

1.410

1.502

5.586

239

2011/12

1.298

1.310

1.362

1.395

5.365

226

2012/13

1.151

1.336

1.311

1.319

5.117

218

2013/14

1.197

1.274

1.284

1.282

5.037

214

2014/15

1.218

1.296

1.233

1.249

4.996

212

2015/16

1.219

1.366

1.240

1.229

5.054

218

2016/17

1.232

1.340

1.325

1.248

5.145

218

2017/18

1.280

1.419

1.280

1.303

5.282

219

2018/19

1.261

1.478

1.321

1.269

5.329

212

 

Ausgehend vom Tiefststand im Schuljahr 2014/2015 (4.996 SchülerInnen) hat die Gesamtzahl der Grundschülerinnen und Grundschüler erwartungsgemäß weiter zugenommen. Eine anhaltend hohe Übergangsquote vom Jahrgang 1 in den Jahrgang 2 trägt hierzu maßgeblich bei.

 

Auf der Grundlage der Schulstatistik vom 15.10.2018 werden die Schülerzahlen nachfolgend bis zum Schuljahr 2024/2025 prognostiziert. Dabei wird für die folgenden Einschulungsjahrgänge die Zahl der geborenen Kinder zum 30.09.2018 zugrunde gelegt:

 

 

Grundschulen Stadtgebiet

 

Schuljahr

Jahrg. 0

Schüler der Jahrgangsstufe

Schüler

lt. FB 22

1

2

3

4

insges.

IST 2018/19

1.341

1.261

1.478

1.321

1.269

5.329

2019/20

1.400

1.380

1.446

1.398

1.314

5.538

2020/21

1.361

1.286

1.581

1.370

1.392

5.628

2021/22

1.428

1.378

1.472

1.500

1.365

5.715

2022/23

1.428

1.405

1.576

1.394

1.494

5.869

2023/24

1.529

1.459

1.609

1.494

1.393

5.955

2024/25

1.408

1.363

1.672

1.524

1.490

6.050

 

Für das Schuljahr 2019/2020 sind aktuell 1.373 Kinder für die Eingangsklassen der Herner Grundschulen angemeldet. Dies deckt sich mit der vorgenannten Prognose. Der prognostische Aufwärtstrend bei den Erstklässlerzahlen bricht im Schuljahr 2024/2025 deutlich ein. Die dargestellten Gesamtschülerzahlen sind vor dem Hintergrund der zuwanderungsbedingten Übergangsquoten weiter zu beobachten.

 

 

 Nachfolgend eine Betrachtung der zu erwartenden Eingangszahlen zu den ersten Klassen:

 

 

 Zügigkeit

max. SuS

IST

Schülerzahlprognosen für die Klassen 1

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

GS Stadtgebiet

54

1474

1261

1380

1286

1378

1405

1459

1363

Eingangsklassen (je 25 SuS)

50,4

55,2

51,4

55,1

56,2

58,4

54,5

Eingangsklassen (je 26 SuS)

48,5

53,1

49,5

53,0

54,0

56,1

52,4

Eingangsklassen (je 27 SuS)

46,7

51,1

47,6

51,0

52,0

54,0

50,5

 

Die zur Verfügung stehenden 54 Züge im Stadtgebiet Herne können den gesamten Schulplatzbedarf im Zeitfenster bis 2024/2025 bei Eingangsklassen mit durchschnittlich 26 Schülerinnen und Schülern je Klasse rechnerisch abdecken. Bezogen auf die einzelnen Stadtbezirke bzw. Ortsteile ist eine eigenständige Bewertung notwendig.

 

 

 

 

 

 

 

 

  1.   Aktualisierung der Prognosen für die Grundschulstandorte im Stadtbezirk Wanne

 

Nachfolgend werden die einzelnen Grundschulstandorte im Stadtbezirk Wanne unter den gleichen Annahmen näher betrachtet:

 

Grundschule Laurentiusschule (Ist 2018 = 268; davon Seiteneinsteiger = 14)

Jahrgang

 

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2018-2024

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

absolut

in %

  0*

43

51

51

47

42

48

50

49

34

-17

-33

1

77

76

64

67

60

69

72

70

49

-15

-24

2

65

89

84

72

76

68

78

81

79

-5

-6

3

49

52

77

70

60

63

56

64

67

-10

-13

4

49

45

43

70

63

54

57

51

58

15

35

Jahrgang 1 bis 4

240

262

268

279

259

254

262

266

253

-15

-6

*Schulpflichtig werdende Kinder lt. Statistikstelle

 

Die aktuelle Prognose bestätigt für die Grundschule Laurentiusschule eine Entwicklung zur durchgehenden 3-Zügigkeit. Für das Schuljahr 2019/2020 lagen zuletzt 67 Anmeldungen für drei Eingangsklassen vor. Das Raumprogramm wird derzeit entsprechend ausgestaltet und erweitert. Am Ende des Prognosezeitraums sinken die Zahlen leicht.

 

 

Grundschule Josefschule (Ist 2018 = 236; davon Seiteneinsteiger = 39

Jahrgang

 

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2018-2024

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

absolut

in %

  0*

108

111

110

103

97

124

112

119

107

-3

-3

1

45

57

45

46

43

55

49

53

47

2

5

2

64

60

70

57

58

54

69

63

67

-3

-5

3

90

63

56

70

57

57

54

69

62

6

11

4

52

92

65

56

69

56

57

54

69

4

5

Jahrgang 1 bis 4

251

272

236

228

226

223

230

238

245

9

4

*Schulpflichtig werdende Kinder lt. Statistikstelle

 

Entsprechend der schulorganisatorischen Festlegungen soll die Grundschule Josefschule als zweizügiges System fortbestehen. Die aktuelle Prognose sowie die Anmeldesituation 2019/2020 (zuletzt 46 Kinder) bestätigen dies. 

 

 

Grundschule Claudiusschule (Ist 2018 = 312; davon Seiteneinsteiger = 29)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2018-2024

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

absolut

in %

  0*

55

58

60

55

75

69

73

62

63

3

5

1

80

76

74

72

98

90

95

81

82

8

11

2

78

83

82

79

76

104

96

101

86

4

5

3

78

81

75

78

75

73

99

91

96

21

29

4

74

74

81

73

76

74

71

97

89

8

10

Jahrgang 1 bis 4

310

314

312

302

325

340

361

370

354

42

13

       *Schulpflichtig werdende Kinder lt. Statistikstelle

 

Die Grundschule Claudiusschule soll auch künftig als 3-zügiges System geführt werden. Die Prognosen gehen von einer anhaltend hohen Nachfrage aus. Diese sichert eine durchgehende 3-Zügigkeit. In einzelnen Jahren wird die Claudiusschule nicht alle Schülerinnen und Schüler aufnehmen können. Das Raumangebot wird als defizitär beschrieben und soll ausgebaut werden.

 

GS Michaelschule (Ist 2018 = 355; davon Seiteneinsteiger = 23)

Jahrgang

IST

IST

IST

     Schülerzahlentwicklung

Saldo 2018-2024

2016

2017

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

absolut

in %

  0 *

65

67

70

78

74

83

81

95

65

-5

-7

1

80

90

92

102

97

108

106

124

85

-7

-8

2

71

92

108

109

120

114

128

125

147

39

36

3

81

69

84

103

104

115

109

122

119

35

42

4

78

78

71

85

104

105

116

110

124

53

74

Jahrgang 1 bis 4

310

329

355

399

425

442

459

482

475

120

34

  *Schulpflichtig werdende Kinder lt. Statistikstelle

 

Für die Grundschule Michaelschule wurde aktuell eine 3-Zügigkeit festgelegt. Dies mit der Option einer Anpassung, soweit dies unter Berücksichtigung der Gesamtentwicklung im Stadtbezirk Wanne erforderlich ist. Seit dem Schuljahr 2017/2018 nimmt die Michaelschule eine vierte Eingangsklasse auf. Die Prognosen gehen von einer anhaltend hohen Nachfrage aus, welche deutlich über eine Dreizügigkeit hinausgeht. Die Raumsituation wurde als defizitär beschrieben und soll optimiert werden. Für eine 4-Zügigkeit ist das Raumprogramm insgesamt anzupassen. Für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung der baulichen Erweiterung wurden 3 Klassenraummodule aufgestellt.

 

 

  1. Bewertung der Prognoseaussagen für den Stadtbezirk

 

Im Stadtbezirk Wanne stehen an den vier Grundschulstandorten aktuell insgesamt 11 Züge pro Jahrgang zur Verfügung. Die jeweiligen Zügigkeiten beschränken die Aufnahme-kapazitäten. Bedingt durch die nach wie vor bestehende Zuwanderung nimmt die Zahl der schulpflichtig werdenden Kinder auch im Stadtbezirk Wanne deutlich zu.

 

Betrachtet man die Gesamtstadt, ist im Zeitraum von Dezember 2013 bis September 2018 (also rd. 4,5 Jahre) folgende zuwanderungsbedingte Veränderung bei den schulpflichtig werdenden Kindern feststellbar:    

 

 

2017/18

2018/19

2019/20

2020/21

2021/22

2022/23

2023/24

31.12.2013

1198

1247

1226

-

-

-

-

30.09.2018

1341

1341

1400

1361

1428

1428

1529

Differenz

+143

+94

+174

+166

+174

+71

+63

 

 

 

 

(seit 09/2014)

(seit 09/2015)

(seit 09/2016)

(seit 09/2017)

 

 

Betrachtet man nur den Stadtbezirk Wanne, ist im Zeitraum von Dezember 2013 bis September 2018 folgende zuwanderungsbedingte Veränderung bei den schulpflichtig werdenden Kindern feststellbar:

 

 

2017/18

2018/19

2019/20

2020/21

2021/22

2022/23

2023/24

31.12.2013

303

321

295

-

-

-

-

30.09.2018

329

325

309

331

363

347

357

Differenz

+26

+4

+14

+75

+62

+21

+14

 

 

 

 

(seit 09/2014)

(seit 09/2015)

(seit 09/2016)

(seit 09/2017)

 

 

 

 

 

Nachfolgend eine Betrachtung der zu erwartenden Eingangszahlen zu den ersten Klasen:

 

 Schule

 Zügigkeit

 max. SuS

IST

Schülerzahlprognosen für die Klassen 1

2018

2019

2020

2021

2022

2023

2024

GS Laurentiusschule

3

81

64

67

60

69

72

70

49

GS Josefschule

2

56

45

46

43

55

49

53

47

GS Claudiusstraße

3

81

74

72

98

90

95

81

82

GS Michaelschule

3

81

92

102

97

108

106

124

85

Gesamt

11

299

275

287

298

322

322

328

263

Eingangsklassen (je 25 SuS)

 

11,0

11,5

11,9

12,9

12,9

13,1

10,5

Eingangsklassen (je 26 SuS)

 

10,6

11,0

11,5

12,4

12,4

12,6

10,1

Eingangsklassen (je 27 SuS)

 

10,2

10,6

11,0

11,9

11,9

12,1

9,7

 

Fazit: Im Stadtbezirk Wanne stehen 11 Eingangsklassen an den vier Grundschulen zur Verfügung. Diese bieten - bei jeweils maximalen Klassenstärken - insgesamt 299 Schulplätze. Für das Schuljahr 2018/2019 waren 275 Anmeldungen (im Vorjahr 2017/18 genau 299) zu verzeichnen. In Abstimmung mit der unteren Schulaufsicht wurden - auch in Erwartung weiterer Zugänge - 12 Eingangsklassen eingerichtet. Die Prognoseannahmen gehen davon aus, dass insbesondere ab 2021 weiter steigende Schülerzahlen zu verzeichnen sein werden, die die maximale Aufnahmekapazität regelmäßig übersteigen. Dieser Entwicklung soll durch die Einrichtung eines 12. Grundschulzuges im Stadtbezirk Wanne begegnet werden. Dies wurde in die weiteren standortbezogenen Überlegungen für die Grundschule Michaelschule einbezogen. 

 

 

  1.   Konkretisierung der Umsetzungskonzepte

 

a)   Grundschule Michaelschule

Wie eingangs beschrieben soll der aktuellen Entwicklung im Stadtbezirk Wanne durch die Einrichtung eines 12. Grundschulzuges begegnet werden. Geplant ist in diesem Zusammenhang die Aufstockung des Aufnahmerahmens an der Michaelschule von drei auf vier Züge. Dies ist in den weiteren Planungsprozess zur Ausgestaltung eines zukunftsorientierten Raumprogrammes einzubeziehen.

 

Die im Südwesten des Stadtbezirks Wanne gelegene Grundschule Michaelschule wurde im Jahr 1974 erbaut und besteht aus dem Schulgebäude sowie einer Turn- und Schwimmhalle. Der Standort wurde in den zurückliegenden Jahren grundlegend saniert. Die Michaelschule ist Schwerpunktschule für die Bereiche körperliche und motorische Entwicklung sowie geistige Entwicklung. Aktuell sind räumliche Defizite im Bereich der Differenzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie der Offenen Ganztagsschule festzustellen.

 

Das Gebäude ist mit seinem Erweiterungsbedarf Gegenstand der ersten Prioritätensetzung zur Modernisierung, Sanierung und Erweiterung von Schulstandorten (Ratsbeschluss vom 05.09.2017). Das Maßnahmenvolumen wurde im Rahmen der objektbezogenen Maßnahmenbeschreibung konkretisiert und mit rd. 3,5 Mio. € beziffert. Das Erweiterungsprojekt wurde dem Förderprogramm „Gute Schule 2020“ zugeordnet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Raumprogramm

Nachfolgend wird zunächst das aktuelle Raumangebot / Raumprogramm mit seinen grundsätzlichen Erweiterungsbedarfen beschrieben. Hierbei wird von einer künftigen    4-Zügigkeit ausgegangen:

 

Raumart

Raum-

Raumbedarf

Diff.

Bemerkungen

 

bestand

(4-Zügigkeit)

 

 

Unterrichtsraum

14ume

16 Räume

-2

 Jg. 1 = 4-zügig;

 

 

 

 

 eine VK

Informatikraum

1 Raum

1 Raum

0

 

Mehrzweckraum

4 Räume

4 Räume

0

 

Forum

0

150 qm

-150 qm

Turnhalle

 

 

 

 

 

OGS

 

 

 

 

> Gruppenräume

1 Raum

4 Räume

-3

 

> Speiseraum

1 / 80 qm

160 qm

-80 qm

 

> Küche

1 / 17 qm

65 qm

-48 qm

 

> Nebenräume (Büro,

8 qm

65 qm

-57 qm

 

   Personal, Rezeption,

 

 

 

 

   Handwaschraum)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonderbedarfe

 

 

 

 

> Differenzierung 

0

8 / 36 qm

-8 / 36

2018/19

 

 

 

 

> 355 SuS ges.

> Förderräume /

1 / 85 qm

separate Bedarfs-

 N.N.

> 105 OGS-Plätze

   inklusive Schule

 

prüfung

 

> 60 % ZwG

 

 

 

 

> 23 Seiteneinsteiger

 

 

 

 

> 16 Gem. Lernen

 

Die Grundschule Michaelschule weist unter Berücksichtigung der angestrebten             4-Zügigkeit einen deutlichen Erweiterungsbedarf auf. Diesen gilt es im Rahmen des zu erarbeitenden Umsetzungskonzeptes weiter zu konkretisieren. Eine erste Prüfung durch den Fachbereich 26 (Gebäudemanagement) hat ergeben, dass auf dem Schul-grundstück eine räumliche Erweiterung grundsätzlich möglich ist. Im Rahmen der weiteren Planungen ist zu berücksichtigen, dass

 

         der Freiflächen-/ Schulhofflächenverlust durch eine Erweiterungsbaumaßnahme

 möglichst gering gehalten wird,

         eine räumliche Verbindung von Bestandsgebäude und Erweiterung grundsätzlich zu bevorzugen ist,

         unterrichts-/ schulorganisatorische Erwägungen in die Überlegungen einbezogen werden.

 

Der Fachbereich 26 hat unter Beteiligung der Fachbereiche 31 (Schule und Weiter-bildung) und 22 (Immobilien und Wahlen) eine Machbarkeitsuntersuchung beauftragt.              In zahlreichen Gesprächen und Workshops mit Vertretern der Schule und der OGS wurden verschiedene Varianten untersucht und bewertet. Letztlich ist der beiliegende Entwurf  favorisiert worden, auf dessen Basis die weitere, detaillierte Planung aufgebaut werden soll.

 

Die vorgeschlagene Variante beinhaltet die Errichtung einer an den tatsächlichen Bedarf ausgelegten Küche mit Speisesaal. Eine weitere Kapazitätssteigerung der in der OGS betreuten Kinder wurde berücksichtigt, damit auch zukünftig eine Versorgung gewährleistet werden kann.

Der Größe der Schule angemessen ist ein Speiseraum mit ca. 150 m² Fläche vorgesehen. Die Kücheneinheit mit Zubereitungs-, Spülküche, Lager und Technikräumen wird weitere ca. 70 m² benötigen. Der Speiseraum mit Küche ist im südlichen Bereich des Schulgebäudes geplant worden. Anstelle des bislang sehr kleinen Küchen- und Speiseraums und der Hausmeisterwohnung soll der neue eingeschossige Trakt errichtet werden. Die barrierefreie Anbindung an die bestehenden Schulgebäude ist gewährleistet. Durch die Aufgabe der Hausmeisterwohnung kann der zusätzliche Flächenbedarf neutral generiert werden. Die notwendigen Verwaltungsräume der OGS können in unmittelbarer Nachbarschaft zum Speiseraum im angrenzenden Bestandsgebäude eingerichtet werden.

 

Die zusätzlichen Klassen- und OGS-Raum Bedarfe sollen in einem weiteren Neu-bautrakt entstehen. Im nördlichen Grundstücksteil, direkt an den bestehenden Bau-körper angebaut, soll ein ca. 20 x 25 m großes zweigeschossiges Erweiterungsgebäude entstehen. Der Flächenbedarf kann durch die Nutzung der freien Erdgeschossflächen unter den Auskragungen des 1. Obergeschosses reduziert werden. Bei den Raum-bedarfen und der konzeptionellen Nutzung der Räume hat sich die Schule dazu entschieden, das Modell von Klassenclustern umzusetzen. Hierbei erfolgt eine räumliche, funktionale und pädagogische Verzahnung der Schul- und OGS-Bereiche. In einem Klassencluster sind nunmehr 4 Klassenräume und 2 zusätzliche Räume zur Nutzung durch die OGS, als Differenzierungsraum oder der individuellen Förderung vorgesehen. Ergänzt werden diese 4 jahrgangsbezogenen Cluster um 5 Mehrzweckräume (z. B. Kunst/Werken, Lehrküche).

 

Details zu den einzelnen Raumgruppen können den beiliegenden Grundrissen entnommen werden. Zu besseren Darstellung wurden OGS-Bereiche/Räume in grün, Klassenräume in gelb, Verwaltungsräume in blau, Mehrzweckräume in ocker und Technikräume in grau dargestellt.

 

Bei den untersuchten Varianten wurde auch immer auf den Flächenbedarf der Erweiterungen geachtet. Der Verlust an Frei- bzw. Schulhoffläche sollte möglichst gering gehalten werden. Die Flächenbilanz stellt sich für die vorgestellte Variante wie folgt dar: Sportfläche ca. 2.140 m² (unverändert), Schulgarten ca. 810 m² (unverändert), Schulhoffläche I ca. 2.860 m² (minus ca. 650 m²) und Schulhoffläche II ca. 880 m² (plus ca. 580 m²), somit reduziert sich die Gesamtfläche von ursprünglich ca. 6.750 m² um ca. 70 m² auf 6.680 m².

 

Im Rahmen der Machbarkeitsuntersuchung wurden auch die voraussichtlichen Kosten ermittelt. Die Grobkostenschätzung unter Berücksichtigung der Neubaukosten und den notwendigen Anpassungen im Bestand sowie einer Preissteigerung bis zum Jahr 2021 von jährlich 5 % endet bei ca. 4,4 Mio. Euro.

 

 

b)   Grundschule Claudiusschule

Die Claudiusschule soll auch künftig als dreizügiges System fortbestehen. Wie bereits in den zurückliegenden Berichterstattungen ausgeführt, besteht mit Blick auf ein zukunftsorientiertes Raumprogramm deutlicher Erweiterungsbedarf. Das in zentraler Lage zum Wanner Innenstadtbereich liegende Schulgebäude wurde 1974 erbaut. Im Gebäudekomplex befindet sich eine Turnhalle. Das Lehrschwimmbecken wurde entsprechend dem Ratsbeschluss vom 11.12.2012 zum Schuljahresbeginn 2017/2018 aufgegeben. Im Rahmen der stadtweiten Schulgebäudeanalysen wird die Grundschule Claudiusschule als generalsanierungsbedürftig beschrieben. Das Gebäude ist mit seinem Generalsanierungs- und Erweiterungsbedarf Gegenstand der ersten Prioritäten-setzung zur Modernisierung, Sanierung und Erweiterung von Schulstandorten (Ratsbeschluss vom 05.09.2017) zugeordnet worden.

 

 

 

Das Maßnahmenvolumen wurde mit rd. 5,8 Mio. € beziffert und ist im Rahmen der objektbezogenen Maßnahmenbeschreibung zu konkretisieren. Die HSM hat bereits erste Planungsvarianten für eine Erweiterung entworfen. In bislang zwei Planungsrunden wurden diese Varianten mit der Schule diskutiert. Diese Varianten sollen nach der Beauftragung eines Architekten die Grundlage für dessen Entwurfsplanung bilden. Wie bereits bei der Grundschule Michaelschule beschrieben wird bei weiteren Planungen berücksichtigt, dass

 

         der Freiflächen-/ Schulhofflächenverlust durch eine Erweiterungsbaumaßnahme möglichst gering gehalten wird,

         eine räumliche Verbindung von Bestandsgebäude und Erweiterung grundsätzlich zu bevorzugen ist,

         unterrichts-/schulorganisatorische Erwägungen in die Überlegungen einbezogen werden.

 

 

  1. Beteiligungsverfahren

 

Die grundlegenden Planungen des Schulträgers sind im Vorfeld mit den beteiligten Schulleitungen sowie der unteren und der oberen Schulaufsicht erörtert worden        . Der Eilausschuss der Schulkonferenz der Grundschule Michaelschule wurde beteiligt und hat der schulorganisatorischen Maßnahme zur Veränderung des Aufnahmerahmens und einer Anpassung des Raumprogramms durch eine bauliche Erweiterung zugestimmt (siehe Anlage). Die Schulaufsicht hat bereits in ihrer Stellungnahme vom 21.12.2016 einer Vierzügigkeit im Kontext einer baulichen Erweiterung zugestimmt (siehe Anlage).

 

Die Beschlüsse des Schulträgers zur Durchführung bezeichneter schulorganisatorischer Maßnahmen bedürfen der Genehmigung durch die Bezirksregierung Arnsberg als obere Schulaufsichtsbehörde (§ 81 Abs. 3 SchulG).

 

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

 

 

Dr. Klee       Thierhoff

Stadtkämmerer      Stadträtin                                           

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Anlagen:
 

Grundriss EG

Grundriss OG

Flächengegenüberstellung

Stellungnahme des Schulamtes für die Stadt Herne vom 21.12.2016

Beschluss des Eilausschusses der Schulkonferenz vom 27.05.2019                  

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anlagen 1 - 5 zur Beschlussvorlage 2019-0466 (2971 KB)