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Vorlage - 2019/0580  

Betreff: Antrag: Einrichtung einer stationären Jugendverkehrsschule
Status:öffentlichVorlage-Art:Antrag-Formular
Verfasser:SPD- und CDU-Fraktion
Federführend:Bereich 10 - Büro Oberbürgermeister Bearbeiter/-in: Marek, Sabine
Beratungsfolge:
Rat der Stadt Entscheidung
09.07.2019 
des Rates der Stadt beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

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Beschlussvorschlag:
 

Der Rat der Stadt beauftragt die Verwaltung, auf dem Grundstück des Heimatmuseums Unser Fritz an der Unser-Fritz-Straße 108 die Voraussetzungen für die Ansiedlung der stationären Jugendverkehrsschule zu schaffen und die erforderlichen Maßnahmen kurzfristig einzuleiten.

Bei den Maßnahmen ist zu berücksichtigen, dass diese nicht den Betrieb des Heimatmuseums einschränken.

 

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Sachverhalt:
 

In seiner Sitzung vom 30. Mai 2017 hat der Rat der Stadt das Programm zur Entwicklung von Wohnbauflächen (WEP) 2017-2020 (Vorlage - 2017/0236) beschlossen. Als WEP-Fläche wurde hier unter anderem die ehemalige Schule an der Karlstraße (WEP-Fläche Wanne 2) beschlossen. Die nicht mehr benötigte Schule an der Karlstraße, als ehemalige Dependance der Josefschule, soll abgerissen und inklusive der Fläche der Jugendverkehrsschule einer Bebauung zugeführt werden.

 

Zu Beginn des aktuellen Schuljahres musste die stationäre Jugendverkehrsschule nun endltig aufgegeben werden. Auf dem Gelände sollen der Neubau eines Pflegeheims, einer Kindertagesstätte und Seniorenwohnungen entstehen. Dem Antrag auf Einleitung des Bebauungsplanverfahrens hat der Haupt- und Personalausschuss am 02. April 2019 einstimmig stattgegeben. 

 

Als neuer Standort für die stationäre Jugendverkehrsschule wurde der Verkehrswacht Wanne-Eickel zunächst der Sportplatz an der Franzstraße vorgeschlagen, die Aufgabe des Sportplatzes ist beabsichtigt. Durch die bestehenden Aufbauten könnten sich an diesem Standort Synergien ergeben. Im weiteren Verlauf wurde das Außengelände des Heimatmuseums Unser Fritz an der Unser-Fritz-Straße 108 als Alternativstandort in die öffentliche Diskussion eingebracht. Durch die Schulleitung der Laurentiusschule, wurden folgende Vorteile gegenüber dem Sportplatz an der Franzstraße angeführt:

 

  • Die ruhige Lage im Stadtteil.
  • Ein Parkstreifen zum sicheren Ausstieg von Kindern aus Bussen direkt vor dem Museumsgelände.
  • Ein großes, beschattetes Gelände, was den Unterricht auch an heißen Sommertagen durchführbar erscheinen lässt.
  • Ausreichend Sitzplätze sollten nach Absprache vorhanden sein.
  • Die zum Heimatmuseum gehörenden Toiletten sind neuwertig saniert.
  • Im Museum gibt es einen Mehrzweckraum für Schülergruppen, falls die Museumsleitung einer Kooperation zustimmen würde.
  • Ein Hausmeister des Fachbereichs 26re täglich vor Ort.
  • Die Anlage könnte auch durch die drei KiTas im Familienzentrum Wanne-Nord genutzt werden, falls von diesen gewünscht.
  • Es gäbe Synergieeffekte, da anreisende Klassen mit ihren Lehrkräften auch gleichzeitig das Heimatmuseum und nun auch den neuen Standort des historischen Klassenzimmers besser zur Kenntnis nehmen könnten, indem Sie die „Herzkammer“ besuchen.
  • Der Stadtteil erführe insgesamt eine Aufwertung.

 

Der Platz hinter dem Museum sei darüber hinaus insbesondere geeignet, da unter der Schotterfläche eine Asphaltdecke und eine Kanalisation vorhanden sind.

 

Die Herner Grundschulleitungen hatten sich zuletzt einstimmig dafür ausgesprochen, das bestehende Angebot einer mobilen Jugendverkehrsschule durch die Einrichtung einer statioren Jugendverkehrsschule zu ergänzen. Die Grundschulleitungen hatten in diesem Zusammenhang mit großer Mehrheit für die Errichtung einer Jugendverkehrsschule am Standort „Heimatmuseum“ votiert. Eine entsprechende Unterschriftenliste liegt der Stadt Herne vor.

 

Aus Sicht der Fraktionen von SPD und CDU überwiegen die Vorteile für die Errichtung einer stationären Jugendverkehrsschule an der Unser-Fritz-Straße deutlich, daher unterstützen wir das Kollegium der Herner Grundschulleitungen in ihrem Ansinnen.

 

r die Fraktionen von SPD und CDU ist es von zentraler Bedeutung, dass die Verkehrswacht ihre wichtige Arbeit (an einem neuen Standort) zeitnah wieder aufnehmen kann. Durch die Aufgabe des bisherigen Standortes konnte die Verkehrserziehung der Jugendverkehrsschule in diesem Jahr bisher nicht stattfinden.

 

Grundsätzlich findet die „Saison“ der JVS zwischen März und Oktober statt. An zwei Tagen in der Woche sind dann Mitglieder der Verkehrswacht Wanne-Eickel vor Ort, die den Kindern beibringen, sich korrekt zu Fuß oder mit dem Fahrrad im Verkehr zu bewegen.

 

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Anlage:
 

Original des Antrages  

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Antrag Jugendverkehrsschule Rat der Stadt 9. Juli 2019 (51 KB) PDF-Dokument (91 KB)