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Vorlage - 2019/1015  

Betreff: Emscherland 2020- Landschaftspark Streuobstwiese Holper Heide
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Claudia Lemke
Federführend:FB 55 - Stadtgrün Bearbeiter/-in: Pawlicki, Martin
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung
09.01.2020 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz
15.01.2020 
des Ausschusses für Umweltschutz beschlossen   
Bezirksvertretung Sodingen
22.01.2020 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Sodingen beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 5501

Bez.:Bereitstellung von Grün-

        und Freiflächen

Nr.: 2

Bez.:Zuwendungen und

         allgemeine Unterlagen

16.650 €

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 5501

Bez.:Bereitstellung von Grün-

        und Freiflächen

Nr.: 14

Bez.:Bilanzielle

        Abschreibungen

18.500 € (-)

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.: 7.5501.36

Bez.: Emscherland 2020

         Streuobstwiese

Einzahlungen aus

Zuwendungen für

Investitionsmaßnahmen

333.000,00 €

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.: 7.5501.36

Emscherland 2020

Streuobstwiese

Nr.:8

Bez.: Auszahlungen für

         Baumaßnahme

370.000,00 €

 

                        

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:
 

Die Bezirksvertretung Sodingen beschließt die Aufwertung der Streuobstwiese Holper Heide zu einem dauerhaft zu nutzenden Bereich für Naturpädagogik und Naturerlebnis, sowie der Verknüpfung der Streuobstwiese mit dem Umland auf Grundlage der Planung des Ingenieurbüros Landschaft und Siedlung in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Stadtgrün.

.

Sachverhalt:

 

Mit der Schaffung des Landschaftsparks Streuobstwiese Holper Heide wird ein wichtiger Baustein auf Herner Stadtgebiet für das Gesamtprojekt Emscherland 2020 geschaffen. Neben der Entwicklung neuer Lebensräume für Insekten, Bienen und Vögel soll der Landschaftspark ein außerschulischer Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werden.

 

Konkret

Der Bearbeitungsbereich befindet sich östlich und westlich zwischen den Kleingartenanlagen „Herne-Nord“ und „Holper Heide“ und ist im Norden durch den Rhein-Herne-Kanal und im Süden durch die Nordstraße begrenzt. In Richtung Rhein-Herne-Kanal grenzt die Fläche an eine dicht bewachsene Böschung. Südlich schließen sich Ackerflächen an.

Die Obstwiese besteht aus rund 204 Bäumen unterschiedlichen Alters, von denen viele Bäume abgängig bzw. wenig vital sind. Unterhalten und gepflegt wird die Wiese vom BUND mit einer jährlichen Mahd.

Erschlossen wird die Fläche lediglich über einen südlich der Fläche gelegenen in Ost-West-Richtung verlaufenden Weg. Einsehbar und erlebbar ist die Wiese wenig, da sie von Gehölzen eingefasst ist.

 

Zielsetzung

Im Rahmen von Emscherland 2020 sollen interkommunal bedeutsame Freiräume der Städte Herne und Recklinghausen enger miteinander verknüpft und zusätzlich aufgewertet werden. Die Aufwertung soll im Stadtgebiet von Herne durch das Projekt „Landschaftspark Streuobstwiese Holper Heide“ erfolgen.

Der Bearbeitungsbereich ist in zwei Bereiche unterteilt.

  • Der nördliche Teil beinhaltet die Umgestaltung der Streuobstwiese und neue Wegeverbindungen im Umfeld der Streuobstwiese (grün eingegrenzt). Die Maßnahmen sind Gegenstand der Förderung.
  • Im südlichen Teil als erweiterter Projektbereich sollen wichtige Ergänzungen im Wegesystem mit Obstbaumreihen und eine Erweiterung der Streuobstwiese den Gesamtraum zusätzlich aufwerten (gelb eingegrenzt).

 

Die Entwürfe wurden am 18.09.2018 dem Naturschutzbeirat vorgestellt und Auflagen beschlossen. Die Änderungen wurden in die Planung aufgenommen und werden entsprechend umgesetzt.

 

Maßnahmenbeschreibung

Allgemein

Nördlicher Teil:

Die Entwicklung der Obstwiese erfolgt in Form von Aktionsräumen, in denen Bereiche für Naturpädagogik und Naturerlebnis vorgesehen sind. Gespräche mit möglichen Akteuren haben bereits stattgefunden, um die Bereitschaft zur Nutzung der Fläche zu ermitteln (u. a. Wewole-Stiftung, Kleingärtner, Kindergärten, Schulen, Imker).

So sollen auf der Obstwiese folgende Teilräume entstehen, die unter Berücksichtigung der vorhandenen Bäume  integriert werden: 

  • Zentrum als Zielpunkt einer neuen Obstbaumallee und Treffpunkt/Orientierung
  • Sinnesgarten aus Naturbaustoffen
  • Integrationsgarten zum gemeinsamen Gärtnern unterschiedlicher Kulturen
  • Staudengarten als Schaugarten
  • Imker-Lehrstand
  • Bereich für Umweltbildung
  • Bereich für „wildes Spielen“

 

Die Flächen sollen dauerhaft unter Beteiligung der verschiedenen Akteure genutzt werden.

Die Fläche erhält einen Zugang zum Kanaluferweg des Rhein-Herne-Kanals über eine Treppe und Rampe für eine großräumige Vernetzung bis nach Recklinghausen.

Die Bepflanzung des vorhandenen Weges in Ost-West-Richtung wird mit einer Obstbaumreihe zwischen den Außengrenzen beider Kleingartenanlagen ergänzt.

Auf eine direkte Verbindung zwischen der Streuobstwiese und den Kleingartenanlagen wird verzichtet.

 

 

 

 

Südlicher Teil:

Um die Verknüpfung der Streuobstwiese mit dem Umfeld zu optimieren werden Wegeverbindungen in südliche (Nordstraße und Wewole-Stiftung) und süd-östliche (Sportzentrum Horsthausen) Richtung durch vorhandene Ackerflächen geschaffen.

Wegbegleitend wird eine Obstbaumreihe entstehen.

Eine dadurch entstehende abgetrennte Ackerfläche wird ebenfalls in Teilen mit Obstbäumen bepflanzt. Sie dient als Ersatzmaßnahme für die Umgestaltungen der Streuobstwiese und Eingriffe in die Natur und Landschaft. Ihre Herstellung ist als Nebenbestimmung Bestandteil  des Förderbescheides. 

Die Ackerflächen sind städtisch und an die Wewole verpachtet. Diese kann sich vorstellen, mit einer geänderten Nutzung der Flächen ihr Aufgabenfeld mit der Vermarktung von Obst zu erweitern.

 

Details:

Partizipation / Belebung

Der Landschaftspark Streuobstwiese Holper Heide wird nach Fertigstellung mit zahlreichen wechselnden Veranstaltungen in Form eines Jahresprogrammes belebt. Ein Koordinator betreut und koordiniert federführend die Veranstaltungen der Kooperationspartner. Für Veranstaltungen und entsprechende Materialien sieht die Kostenschätzung einen entsprechenden Etat von 30.000 € vor.

In Gesprächen wurden Kooperationspartner gefunden, die die Aktionsräume mit Nutzungen füllen.

  • Die Wewole-Stiftung möchte die ehemaligen Ackerflächen in Zukunft als Streuobstwiese pachten und Obst und Obsterzeugnisse vermarkten. Sie erklärt ihre Bereitschaft die Flächen mit ihren Kräften zu pflegen, Materialien für die Aktionsräume zu lagern und bei Bedarf auf die Fläche zu bringen. Es ist geplant, das Thema Bienen und Honig für die Öffentlichkeit darzustellen.
  • Die Kleingartenvereine äußerten ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Mithilfe und Unterstützung, jedoch keine generelle Beteiligung bei Betreuung, Pflege und Mitarbeit bei den angedachten Nutzungen.
  • Die nächstgelegenen Kindergärten und Schulen können sich regelmäßig stattfindende Projekttage vorstellen, die auf der Fläche durchgeführt werden (Tierbeobachtung, Obstverarbeitung, Eltern-Kind-Tage, Lehrpfad und Sinneswahrnehmung). Materialien sollten vor Ort vorhanden sein. Auch eine Mitwirkung im Integrationsgarten wird angestrebt.
  • Der BUND und die Biologische Station haben eine Beteiligung an dem Jahresprogramm zugesagt.

 

Bauausführung

  • Alle Wegeverbindungen werden barrierefrei ausgestaltet.
  • Die Hauptwege sollen in wassergebundener Bauweise hergestellt werden. Die Rampe in Richtung Rhein-Herne-Kanal wird gepflastert bzw. in einem speziellen Wegebausystem bestehend aus Splitt und Bindemittel hergestellt, um Erosionen zu vermeiden.
  • Die Flächen der Aktionsräume werden als Rasenflächen belassen
  • Bankplätze
  • Blühstreifen / Blühwiesen hergestellt mit regionalem Saatgut
  • Pflanzung von Obstbäumen 18 / 20 cm
  • Aktionsräume werden vorwiegend mit Naturmaterialien ausgestattet
  • Für Veranstaltungen ist eine temporäre Ausstattung vorgesehen

 

Das Gelände wird barrierefrei zugänglich sein und die einzelnen Aktionsräume werden weitestgehend barrierefrei ausgebaut.

 

Finanzierung und Folgekosten

Das Vorhaben „Emscherland 2020 – Landschaftspark Streuobstwiese Holper Heide“ ist eine Zuwendungsmaßnahme des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020. Mit Bescheid vom 20. Dezember 2018 erhielt die Stadt Herne die Förderzusage auf Grundlage des Antrages der Stadt Herne vom 13. Dezember 2017, in der Fassung vom 05. Dezember 2018.

Für den nördlichen Teil betragen die Planungs- und Baukosten nach einer vorläufigen Kostenschätzung 370.000 € und können zu 90 % aus der Projektförderung refinanziert werden, das entspricht einer Zuwendungshöhe von 333.000 €.

Die Wewole-Stiftung hat zugesagt, die von ihnen gepachtete Ackerfläche mit Obstbäumen im südlichen Teil zu bepflanzen und zu bewirtschaften.

Die Wegebaukosten und Kosten für wegebegleitende Obstbäume im erweiterten südlichen Projektbereich werden im Haushalt 2020 / 2021 in Höhe von 97.500,00 € eingestellt.

 

Die anfallenden Folgekosten für Lohn-, Sach-, Fahrzeug- und Maschinenkosten werden 16.650 € betragen. In dieser Summe ist die Ersatzbeschaffung von Material nach Verschleiß oder Zerstörung nicht eingerechnet.

 

 

Anlagen:

Anlage 1: Entwurf Übersichtsplan

Anlage 2: Übersichtsplan - Leitbild/Ziele/Handlungsfelder -

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                        

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

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Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich L+S Entwurf Holper Heide Herne_Übersichtsplan_Handlungsfelder DIN A 0 quer (4164 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich L+S Entwurf Holper Heide Herne_Übersichtsplan_Förderung DIN A 1 quer (3876 KB)