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Vorlage - 2020/0001  

Betreff: Verbesserung des Sicherheitsgefühls für Radfahrende
- Anfrage von Frau Majchrzak-Frensel vom 16.12.2019 -
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:Elisabeth Majchrzak-Frensel
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Bensel, Heike
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung
09.01.2020 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung zurückgestellt     
13.02.2020 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
 

Gemäß dem „Klimafreundlichen Mobilitätskonzeptes“ der Stadt Herne soll die Nutzung des Fahrrades zukünftig erhöht werden. Es gewinnt für die Alltagsmobilität der Menschen an Bedeutung – in der Freizeit und beim Pendeln. Der vermehrte Umstieg von anderen Verkehrsträgern auf das Fahrrad wirkt sich positiv auf das Klima und die Umwelt aus.

Damit das Sicherheitsgefühl, insbesondere die subjektive Sicherheit und der Komfort von Fahrrad fahrenden Menschen und die, die es zukünftig werden wollen erhöht wird und dadurch die Nutzung des Fahrrades im alltäglichen Wegen steigt, sollte der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur auf einem längeren Straßenabschnitt als „Referenzstrecke“ für Herne neu gedacht werden. Hierzu bietet sich die 2 Kilometer lange Bochumer Straße zwischen Kreuzung Sodinger- /Holsterhauser Straße und Stadtgrenze Bochum an. Insbesondere soll dabei „kein“ kompletter Umbau des Straßenraumes (keine Tiefbauarbeiten) stattfinden, sondern lediglich durch Markierungslösungen das Sicherheitsgefühl fahrradfahrender Menschen von 8 bis 88 erhöht werden. Die parkenden Kraftfahrzeuge sollen weiterhin dort parken dürfen, wo sie jetzt schon parken.

Vor diesem Hintergrundgrund bittet die SPD Fraktion die Verwaltung um die Beantwortung der folgenden Fragen:

 

1)      Abschnitt Kreuzung Sodinger- /Holsterhauser Straße bis Kreuzung Westring/Hölkeskampring:
 

Kann hier eine Fahrradstraße gemäß StVO (VwV-StVO) durch Zeichen 244.1 und 244.2 eingerichtet werden?

 

Obwohl der Radverkehr noch nicht die vorherrschende Verkehrsart ist, lässt die Verwaltungsvorschrift der StVO dies jedoch zu, wenn „dies alsbald zu erwarten ist.“

 

 

 

Abbildung 1 Fahrradstraße Bremen, Parkallee

 

 

2)      Abschnitt Kreuzung Westring / Gräffstraße:


Wie beurteilt die Verwaltung den Kreuzungsbereich im Kontext zu Fahrrad fahrenden Menschen und deren subjektive Sicherheit?


Auf einem ADFC-Symposium am 26. September 2019 in Berlin https://www.adfc.de/artikel/adfc-fachtagung-2019-sichere-kreuzungen/
wurde ausdrücklich von den dort anwesenden Planern darauf hingewiesen, dass man Menschen zum Radfahren einladen sollte und dafür eine selbsterklärende und einladende Infrastruktur zur Verfügung stellen müsse. Dies trifft für diesen Kreuzungsbericht nicht zu, da hier keine Radinfrastruktur (Radwege) vorhanden sind und die Führung der Radfahrer auf Restflächen mit den Fußgängern erfolgt.

Insbesondere sollte hier auf die bereits laufenden Untersuchung einer „psychologische Motivationsanalyse“ der TU Dresden Bezug genommen werden, die das subjektive Sicherheitsgefühle von Radfahrenden untersucht.

 

3)      Abschnitt Gräffstraße / Kreisverkehrsplatz (Hornbach) und weiter bis Stadtgrenze Bochum:

 

Ist es auf diesem Abschnitt möglich den vorhanden Schutzstreifen bzw. Radfahrstreifen in einen „geschützten Radfahrstreifen (Protected Bike Lane) umzuwandeln und diesen rot einzufärben? Wenn nein, was steht dem entgegen?

Abbildung 2 Radfahrstreifen - eingefärbt

 

 

Abbildung 3 Geschützter Radfahrstreifen  - eingefärbt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschützter Radfahrstreifen – aktuelle Beispiele:

Berlin Neukölln, Karl-Marx-Straße (l.) und Darmstadt, Rheinstraße (r.)

 

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen:
 

Original der Anfrage              

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Anfrage_APS_Bochumer Straße (2474 KB) PDF-Dokument (2283 KB)