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Vorlage - 2020/0284  

Betreff: Anfrage: Schulunterricht in Zeiten der Pandemie
Status:öffentlichVorlage-Art:Anfrage_Formular
Verfasser:DIE LINKE Fraktion Herne / Wanne-Eickel
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Gnörk, Markus
Beratungsfolge:
Schulausschuss Anhörung
13.05.2020 
des Schulausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
 

Auf Grundlage eines am 15. April 2020 gefassten Beschlusses der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs des Länder begann in Nordrhein-Westfalen ab dem 20. April 2020 die Öffnung der Schulen. Wurde der Schulbetrieb zunächst ab dem 20. April für die weiterführenden Schulen zur Prüfungsvorbereitung und ab dem 4. Mai 2020 für den Unterricht aufgenommen, sollen gemäß KMK-Beschluss ab den 7. Mai weitere Schülerinnen und Schüler in NRW zurück in die Schulen gehen, wobei Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse Vorrang haben.

Unabhängig von der allgemeinen Diskussion, ob der Schulstart nun generell verfrüht ist oder nicht, stellt die Wiedereröffnung hohe Anforderungen sowohl an Lehrerinnen und Lehrer als auch Schülerinnen und Schüler. Allein die Sicherstellung der hohen Schutz- und Hygienemaßnahmen, ohne die keine Schule überhaupt öffnen darf, scheint flächendeckend nicht möglich zu sein. Diese Tatsache verunsichert  viele Eltern und Schülerinnen und Schülern, die demnächst die Schulen wieder besuchen dürfen.

Weiterhin ist  davon auszugehen, das eine volle Schulöffnung in naher Zukunft nicht möglich ist. Das Ergebnis ist, dass weiterhin für eine Vielzahl von Schülerinnen und Schüler defacto Hausunterricht gilt – mit all den negativen Begleiterscheinungen.

Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen:

1.      Wie viele SuS welcher Schulstufen können aktuell beschult werden?

2.      An welche räumlichen Grenzen stoßen die einzelnen Schulen? Gibt es dafür Ausweichmöglichkeiten in anderen städtischen oder/und kirchlichen bzw. Räumlichkeiten anderweitigen Organisationen wie z.B. Jugendeinrichtungen?

3.      Wie viele Lehrkräfte, die nicht über 60 sind, keiner Risikogruppe angehören und derzeit nicht krank sind, sind in den verschiedenen Schulen einsatzfähig?

4.      Wie wird der reduzierte Lehrereinsatz kompensiert?

5.      Gibt es an den einzelnen Schulen Konzepte zur Förderung besonders förderungswürdiger Gruppen wie SprachanfängerInnen, SuS mit besonderem Förderbedarf, sozial Benachteiligte?

6.      Wie sehen die tatsächlichen Möglichkeiten des Homeschooling aus?

7.      Welche Konzepte gibt es dazu?

8.      Wie kann die Stadt SuS ohne Endgeräte schnell und unbürokratisch Möglichkeiten der digitalen Teilhabe eröffnen?

9.      Wie kann die Stadt Eltern und SuS bei der Beantragung der 150€ Zuschussgewährung für digitale Ausstattung konkret, unbürokratisch und zeitnah unterstützen?

10.  Welche Möglichkeiten sieht die Stadt, Eltern im Transferleistungsbezug bei der Beantragung für digitale Teilhabegeräte unter Bezug auf BuT und entsprechende andere gesetzliche Regelungen zu unterstützen?

11.  Welche Möglichkeiten der Verzahnung von Schule und Jugendhilfe gibt es, um Synergien zu nutzen, z.B. Räumlichkeiten zu nutzen, zumindest Betreuung zu gewährleisten?

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen:
 

Original der Anfrage  

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 200513_SCH_Pandemie (158 KB)