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Vorlage - 2020/0338  

Betreff: Errichtung einer stationären Jugendverkehrsschule/Beschluss des Rates der Stadt vom 09.07.2019 (2019/0580)
Sachstandsbericht
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Peter Sternemann
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Gorba-Karwath, Sabine
Beratungsfolge:
Bezirksvertretung Wanne Information ohne Beratung
09.06.2020 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
 

Der Fachbereich Tiefbau und Verkehr berichtet über den Sachstand - wie in der BV Wanne vom 10.03.2020 gewünscht - wie folgt:

1. Ausgangssituation

Die Verwaltung wurde gemäß Beschluss des Rates der Stadt vom 09.07.2019 (Vorlage 2019/0580) beauftragt, „auf dem Grundstück des Heimatmuseums Unser Fritz an der Unser-Fritz-Straße 108 die Voraussetzungen für die Ansiedlung der stationären Jugendverkehrs­schule zu schaffen und die erforderlichen Maßnahmen kurzfristig einzuleiten“.

2. Bisheriger Abstimmungsverlauf

Unter der Federführung des Fachbereiches 53 – Tiefbau und Verkehr hat es diverse Abstimmungsrunden gegeben, an denen neben den Fachbereichen 22 – Liegenschaften, 26 – Gebäudemanagement, 31 – Schule, 32 – Kultur, 51 – Altlasten und 55 – Stadtgrün auch die Verkehrswacht Wanne-Eickel e.V. teilgenommen haben.

3. Aktueller Bearbeitungsstand

Aus den vorgenannten Abstimmungsrunden sind die folgenden Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung der Fläche am Heimatmuseum (kurzfristige Lösung) wie folgt festzuhalten:

 

  • Die vorhandenen Loks müssen auf der Fläche am Heimatmuseum verbleiben und können nicht verschoben oder bewegt werden. Sie werden als vollständig erhaltenswert angesehenen. Ein Abtransport der Loks „im Ganzen“ gestaltet sich als sehr schwierig und kann - wenn überhaupt – nur sehr langfristig gesehen werden. Unabhängig davon sind die Loks sowohl an ihrem heutigen Standort als auch an jedem Alternativstandort entsprechend vor Betreten zu schützen (bspw. durch eine Einzäunung), da sie aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht zum Betreten nicht freigeben sind.


 

  • Die Fläche am Heimatmuseum muss für Veranstaltungen des Heimatmuseums (z.B. Weihnachtsmarkt) ebenerdig bleiben, d.h., es dürfen keine Bordsteine verbaut werden und alle Anlagen (Lichtsignalanlage, Verkehrszeichen etc.) der Jugendverkehrsschule müssen portabel oder herausnehmbar sein. Somit kommt nur eine Markierung des Übungsplatzes in Frage.

 

  • Die vorhandenen Bäume auf dem Grundstück sind schützenswerte Eichen und dienen der Beschattung. Sie dürfen nicht gefällt werden. Die vorhandenen Bäume sind aktuell bis zum Stamm zugepflastert. Dies scheint den Bäumen keine Probleme zu bereiten und kann auch in Zukunft so beibehalten werden. Sollte es zu einem Befall durch den Eichenprozessionsspinner kommen, wird der Fachbereich 55 – Stadtgrün schnell handeln und den Eichenprozessionsspinner entfernen.

 

  • Der im Norden liegende Zugang (siehe im beigefügten Lageplan Nr.1)  muss frei bleiben, da er als Notausgang dient.

 

  • Der Stollen (siehe im beigefügten Lageplan Nr.2), der als Lagerungsmöglichkeit der Fahrräder vorgesehen war, steht für die Verkehrswacht nicht zur Verfügung, da hier Kulturgut gelagert wird. Es wird zur Zeit geprüft, auf welchem Teil des Geländes und in welcher Form eine Unterbringung für die Fahrräder realisiert werden kann. Des Weiteren wird der Wunsch der Verkehrswacht Wanne-Eickel e.V. berücksichtigt, einen Werkstattbereich für kleinere Reparaturen an den Fahrrädern zu schaffen.

 

  • Die zukünftige Verkehrsübungsfläche muss eingezäunt werden.

 

  • Es ist keine Beleuchtung notwendig, da der Verkehrsübungsplatz nur bei Tageslicht genutzt wird.

 

  • Der zeitliche Betrieb der Jugendverkehrsschule beschränkt sich auf die Monate April bis Oktober, jeweils dienstags und mittwochs außerhalb der Ferien von 7:30 Uhr bis 11:30 Uhr. Es ergibt sich daraus eine Größenordnung von 30 bis 35 Betriebstagen.

 

Recherchen seitens des Fachbereichs 53 haben ergeben, des es konkrete „Leitfäden“ oder „Planungsgrundsätze“ für die Ausstattung bzw. für Breiten für eine Jugendverkehrsschule nicht gibt. Deshalb wurden Informationen aus anderen Kommunen eingeholt und weitere Maße via Luftbilder bestehender Jugendverkehrsschulen aus anderen Kommunen abgegriffen. Aus allen Maßen wurde ein Mittelwert gebildet und dieser für einen ersten Entwurf genutzt.

 

Am 21.02.2020 fand ein weiteres Abstimmungsgespräch mit Vertretern der oben genannten Fachbereiche und der Verkehrswacht Wanne Eickel e.V. statt. Bei diesem Termin wurde der vorgenannte erste Entwurf für einen Verkehrsübungsplatz (siehe Anlage) seitens des Fachbereiches Tiefbau und Verkehr vorgestellt und diskutiert. Die Wünsche zur Ausgestaltung der Verkehrsübungsfläche seitens der Verkehrswacht Wanne-Eickel e.V. konnten dabei berücksichtigt (Kreisverkehr, Einbahnstraße, Lichtsignalanlage, Fußgängerüberweg (siehe im beigefügtem Lageplan Nr. 3 -6)) werden. Nach erster Schätzung können 21 Schüler diesen Verkehrsübungsplatz gleichzeitig mit den Fahrrädern befahren. Der vorgestellte Entwurf traf auf Zustimmung aller Beteiligten.

 

Die betrieblichen Abläufe während der im Raum stehenden Nutzungstage sind im weiteren Verlauf noch zwischen den Stellen der Verwaltung und der Verkehrswacht abzustimmen.

 

Parallel zu den Abstimmungen wurden auf der Fläche am Heimatmuseum Bohrkerne gezogen, um die Beschaffenheit des vorhandenen Oberbaus prüfen und Konsequenzen für die letztendlich herzustellende Befestigung inkl. Kosten herleiten zu können. Die Sichtung der Ergebnisse lässt keine besonderen Erschwernisse aus dem Oberbau erwarten. Eine asphaltierte Fläche könnte nach entsprechender Höhenregulierung des ungebundenen Oberbaus flächig aufgebracht werden.

 

4. Weiteres Vorgehen

Ursprünglich wurde in der Runde am 21.02. abgestimmt, alsbald zu testen, ob der erste Entwurf als Verkehrsübungsfläche zu realisieren ist. Dazu sollte der Entwurf auf einer geeigneten Fläche provisorisch „aufgesprüht“ werden, um mittels Befahrung seine tatsächliche Eignung prüfen zu können.

 

Dieser Test wurde auf Grund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen bis dato zurück gestellt und soll alsbald nachgeholt werden.

 

Über die entsprechenden Ergebnisse, die zu erwartenden Gesamtkosten für die Herstellung der Übungsfläche inkl. aller begleitenden Maßnahmen (bspw. Abstell-/Reparatur­möglichkeiten, mobile Lichtsignalanlage, Einzäunung etc.) sowie den konkreten Realisie­rungszeitraum wird berichtet.

 

Nach Information der Bezirksvertretung Wanne wird die Verwaltung in die Umsetzungsphase eintreten.

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

Friedrichs

Stadtrat

              

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen:
 

  • Lageplan  „Entwurf JVS“  (M 1:250)

- 1 Plan je Fraktion

             

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 2020-01-20_LAGEPLAN_Berichtsvorlage (518 KB)