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Vorlage - 2020/0606  

Betreff: Bildungsberichterstattung: Bildungsbericht 2020
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:1. Frau Dr. Schwanenberg, Tel. 3754
2. Herr Kattenbeck, Tel. 3755
Federführend:FB 31 - Schule und Weiterbildung Bearbeiter/-in: Gnörk, Markus
Beratungsfolge:
Schulausschuss Entscheidung
24.09.2020 
des Schulausschusses beschlossen   
Kultur- und Bildungsausschuss Anhörung
01.10.2020 
des Kultur- und Bildungsausschusses beschlossen   
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie Anhörung
29.10.2020 
des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie zur Kenntnis genommen   
Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Senioren Anhörung
25.11.2020 
des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Senioren zur Kenntnis genommen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

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Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

           

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Beschlussvorschlag:
 

Die o. g. Fachausschüsse nehmen den vierten Herner Bildungsbericht zur Kenntnis.

Der Schulausschuss beauftragt die Verwaltung, den Herner Bildungsbericht fortzuschreiben.            

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Sachverhalt:
 

Genese der Bildungsberichterstattung in Herne

 

Erster Herner Bildungsbericht 2008

 

Mit Beschluss vom 25.01.2007 (Vorlage 2007/0019) hatte der Schulausschuss der Stadt Herne die Verwaltung beauftragt, bis zum Sommer 2008 eine erste Bestandsaufnahme zur kommunalen Bildungssituation der Herner Schülerinnen und Schüler zu erstellen. Der Bericht sollte jährlich fortgeführt werden. Als Schwerpunkte dieses ersten Herner Bildungsberichtes wurden folgende Bausteine herausgestellt:

 

a) Übergangsquoten zur Sekundarstufe I,

b) jährlich erreichte Bildungsabschlüsse in Herne,

c) Bildungsbeteiligung der Kinder mit Migrationshintergrund,

d) Kooperation zwischen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen,

e) schulische Ganztagsangebote,

f)  Sprachförderung in Herne.

 

 

Der kommunale Bildungsbericht wurde im Oktober und November 2008 – als einer der ersten kommunalen Bildungsberichte bundesweit – den bürgerschaftlichen Gremien vorgestellt. In seiner Sitzung am 28.05.2009 befasste sich der Schulausschuss erstmals mit der Weiterentwicklung der kommunalen Bildungsberichterstattung (Vorlage 2009/0368). Dazu gab es eine Anhörung und Diskussion mit dem Bildungsforscher Dr. Ernst Rösner zu den Stärken und Schwächen des Herner Bildungsberichts. Die Empfehlungen für die künftige Bildungsberichterstattung konnten wie folgt zusammengefasst werden:

 

a) Verlängerung der Berichtslegungsfristen auf 3 Jahre,

b) Reduktion der Datenmenge und Definition von Kerndaten,

c) verstärkt vorhandene Daten und Sozialstatistiken nutzen,

d) Schwerpunkte benennen und diese genauer analysieren,

e) bessere Vergleichbarkeit der Daten (mit anderen Städten / Regionen) herstellen.

 

Als Konsequenz aus vorbezeichneter Diskussion beauftragte der Schulausschuss die Verwaltung am 25.06.2009, den nächsten kommunalen Bildungsbericht im Herbst 2011 vorzulegen und bis zum Jahresende die Schwerpunkte des Berichts dem Schulausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen. Damit sollte ein regelmäßiger dreijähriger Turnus der Berichterstattung beginnen.

 

Zweiter Herner Bildungsbericht 2011

 

In der Sitzung des Schulausschusses vom 27.05.2010 (Vorlage 2010/0293) nahmen die Mitglieder des Ausschusses den Bericht der Verwaltung zur Weiterentwicklung einer kommunalen Bildungsberichterstattung zur Kenntnis. Wesentliche Punkte hierbei waren die Einbettung des Bildungsmonitorings in das Gesamtkonstrukt des Herner Bildungsnetzwerkes und strukturell in das Herner Bildungsbüro. Es wurden auch die Komponenten des Bildungsmonitorings vorgestellt:

 

 Die Bildungsberichterstattung

 Thematische Analysen zu bestimmten Schwerpunkten

 Die Durchführung von Einzeluntersuchungen und Erhebungen

 Die Nutzung von Ergebnissen fachlicher regionaler Diskurse

 Die Auswertung von Sekundärquellen zur Gewinnung von Trendaussagen

 Die Szenarienbildung

 

Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, im Rahmen der Erstellung des nächsten Bildungsberichtes 2011, folgende Themenschwerpunkte in den Blick zu nehmen:

 

 Übergänge im Bildungswesen

 einschließlich der Bildungs- und Ausbildungsabschlüsse und

 unter besonderer Berücksichtigung der Bildungsbeteiligung von Kindern mit  Zuwanderungsgeschichte.

 

In der Sitzung des 24.11.2011 wurde der zweite Herner Bildungsbericht dem Schulausschuss zur Kenntnis vorgelegt (Vorlage 2011/0705). Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, die Datenbasis der Bildungsberichterstattung zu erweitern. Auf Grundlage der Ergebnisse des Bildungsberichts sollte die Verwaltung strategische Handlungsziele entwickeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dritter Herner Bildungsbericht 2014

 

In seiner Sitzung vom 12.09.2013 (Vorlage 2013/0501) beschloss der Schulausschuss den Bildungsbericht 2014 um die Bereiche Weiterbildung und non-formale Bildung zu erweitern.

In der Sitzung des Schulausschusses am 22.01.2015 wurde der dritte Bildungsbericht den Mitgliedern zur Kenntnis vorgelegt (Vorlage 2014/0849). Die Verwaltung wurde darüber hinaus beauftragt, sich auf Grundlage der Ergebnisse des Bildungsberichts weiter mit den Handlungszielen auseinanderzusetzen und diese gemeinsam mit den Herner Bildungsakteuren zu reflektieren.

 

Neuausrichtung der Bildungsberichterstattung

 

Auf Grund des veränderten Arbeitsaufkommens im Bildungsmonitoring wurde durch den Schulausschuss in seiner Sitzung vom 18.08.2016 die Neuausrichtung der Bildungsberichterstattung beschlossen (Vorlage 2016/0564). Neben dem – mit Ausnahme im Jahr des Bildungsberichts – jährlich erscheinenden Datenreport Bildung wurde das Format der Schwerpunktberichte neu eingeführt. Als erster Schwerpunktbericht wurde am 13.09.2018 der Bericht „Übergang Schule Beruf“ veröffentlicht (Vorlage 2018/0549). Darüber hinaus wurde beschlossen, dass der Bildungsbericht zukünftig so erscheint, dass der Schulausschuss in seiner letzten Sitzung der laufenden Wahlperiode die Möglichkeit bekommt, mit Hilfe des Bildungsberichts rückblickend seine Arbeit zu betrachten. Anschließend soll der Bildungsbericht in der ersten Sitzung des neuen Schulausschusses genutzt werden, um die Herausforderungen für die kommende Wahlperiode abzuleiten

 

Vierter Herner Bildungsbericht 2020

 

Der nun vorliegende vierte Bildungsbericht orientiert sich inhaltlich zunächst an den klassischen Inhalten der vorherigen Berichte und beschreibt – nach einleitenden Worten und Daten zu den Rahmenbedingungen von Bildung – wesentliche Daten zur frühen Bildung, zum Schulwesen und der Weiterbildung. Wie üblich wurde der Bericht unter Beteiligung zahlreicher Dienststellen angefertigt. Durch die regelmäßige Fortschreibung dieser Indikatoren werden Entwicklungen im Bildungsgeschehen deutlich.

 

Daran schließt sich ein Kapitel an, in dem wichtige, zukünftige Herausforderungen für die Herner Bildungslandschaft abgebildet werden, die – soweit möglich – datenbasiert hergeleitet sind. Die zukünftige Arbeit des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements soll genau daran anknüpfen.

 

Ausblick

 

Im nächsten Herner Bildungsbericht im Jahr 2025 sollen die bereits in den vergangenen Bildungsberichten dargestellten Indikatoren erneut berücksichtigt und fortgeschrieben werden. Dies ist wichtig, um Entwicklungen im kommunalen Bildungsgeschehen aufzeigen zu können.

 

Die inhaltliche Auseinandersetzung mit den gewonnenen Erkenntnissen aus der Bildungsberichterstattung erfolgt in Kooperation mit den Akteuren des Herner Bildungsnetzwerks und den kommunalen Fachplanungen, auch in Bezug auf das Leitbild Bildung und die dazugehörigen Handlungsziele des Herner Bildungsnetzwerks.

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

Friedrichs

Stadtrat           

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Anlagen: Bildungsbericht 2020          

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich 4. Bildungsbericht 2020 (5497 KB)