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Vorlage - 2020/0686  

Betreff: Fortführung der Teilnahme an dem Bundesprogramm "Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung"
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Frau Hütter, Tel.: 3320
Federführend:FB 42 - Kinder-Jugend-Familie Bearbeiter/-in: Kröger, Andreas
Beratungsfolge:
Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie Entscheidung
29.10.2020 
des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

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Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

           Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.:    3601

Bez.: Tagesbetreuung von Kindern

Nr.:   2

Bez.: Zuwendungen und allgemeine Umlagen

 

Nr.:   11

Bez.: Personalaufwendungen

 

Nr.:   13

Bez.: Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen

 

2021 121.950 €

2022 124.650 €

 

 

2021: 85.600 € (-)

2022: 88.200 € (-)

 

2021: 49.900 (-)

2022: 50.300 (-)

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

Bez.:

Nr.:

Bez.:

keine

              

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Beschlussvorschlag:


Der Ausschuss für Kinder Jugend und Familie beschließt die Fortführung der Teilnahme an dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ mit insgesamt einer Koordinierungs- und Netzwerkstelle und zwei Fachkraftstellen je Entgeltstufe S 8a TVöD-SuE mit 19,5 Wochenstunden für die Zeit vom 01.01.2021 bis 31.12.2022.

            

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Sachverhalt:


Das Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist entsprechend dem Beschluss des Verwaltungsvorstands vom 23.05.2017 bei der Stadt Herne zum 01.08.2017 gestartet und endet am 31.12.2020.

 

Das Programm fördert bundesweit niederschwellige, beratende und informierende Angebote, die den Zugang zur Kindertagesbetreuung vorbereiten und unterstützend begleiten.

In Herne wird das Programm konzeptionell durch Kita-Einstieg Gruppen realisiert. Das Angebot ist als Eltern-Kind-Gruppe für maximal zehn Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren konzipiert. Die Gruppe findet sechsmal die Woche für jeweils drei Stunden an drei verschiedenen Standorten im Stadtgebiet statt (Sodingen, Wanne und Wanne Süd). Die Eltern und Kinder werden von zwei pädagogischen Fachkräften sowie Honorarkräften betreut. Sie sind dazu eingeladen, sich zu treffen, sich auszutauschen, mit ihren Kindern zu spielen und eine niederschwellige Beratung in Anspruch zu nehmen. Hierdurch sollen mögliche Ängste gegenüber Betreuungsangeboten abgebaut werden. Zudem ergibt sich ein erster Einblick in das deutsche Regelsystem.

Im September 2020 teilte die Servicestelle des Bundesprogramms Kita-Einstieg im Auftrag des Bundesministeriums mit, dass das bestehende Programm um zwei weitere Jahre (01.01.2021 bis 31.12.2022) verlängert wird. Das Ziel der Förderung ist es, die bestehenden Angebote bedarfsgerecht weiterzuentwickeln, handlungsfeld- und fachbereichsübergreifende Koalitionen im Sozialraum zu intensivieren und zu festigen, ein systematisches Übergangsmanagement in die Kindertagesbetreuung aufzubauen und in eine nachhaltige Finanzierung zu überführen.

 

Die Verlängerungsanträge sind spätestens zum 30.10.2020 zu stellen. Die Bewilligungsbescheide hierfür werden aus haushaltstechnischen Gründen voraussichtlich erst ab November 2020 erteilt.

 

Das Bundesprogramm fördert die Personalaufwendungen für die Koordinierungs- und Netzwerkstelle mit 19,5 Wochenstunden, Entgeltstufe S 8a TVöD-SuE und zwei Fachkraftstellen jeweils mit 19,5 Wochenstunden, Entgeltstufe S 8a TVöD-SuE. Des Weiteren werden die stellenbezogenen Sach- und Verwaltungsaufwendungen sowie Aufwendungen für sonstige Sach- und Dienstleistungen in Höhe von insgesamt 90 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben gefördert. Die Beteiligung des Zuwendungs-empfängers ist in Höhe von 10 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben vorgesehen. Die Förderung erfolgt nach dem Realkostenprinzip, d. h. nur die tatsächlichen Aufwendungen sind förderfähig. Die Abbildung der Personalaufwendungen erfolgt somit nach dem Arbeitgeber-Brutto und nicht nach den KGSt-Werten.

 

Die in der Aufstellung für die Jahre 2021 und 2022 benötigten Aufwendungen und Erträge wurden bereits im Rahmen der Haushaltsplanung 2020 ff und der Haushaltsplanung 2021 ff mit eingeplant.

 

Finanzierung:

 

Ansatz 2020

Ansatz 2021

Ansatz 2022

Aufwand

 

 

 

Personalaufwendungen

84.000

85.600 €

88.200 €

Sonstige Sachausgaben

  49.500 €

  49.900 €

50.300 €

Summe

133.500 €

135.500 €

138.500 €

 

 

 

 

Erträge

 

 

 

Fördermittel Bundesprogramm

120.150 €

121.950 €

124.650 €

 

 

 

 

Eigenanteil

13.350 €

13.550 €

13.850 €

 

 

 

 

 

 

Sowohl im Jahr 2020 als auch für die Jahre 2021 und 2022 zeichnet sich immer noch eine hohe Anzahl von nicht betreuten Kindern ab. Im Jahr 2019 wurden 162 Kinder und ihre Familien in den Kita-im-Koffer Gruppen gefördert und begleitet. Davon wurden 36 Kinder in die Kindertagesbetreuung übermittelt, 20 Kinder wurden im Übergang in die Grundschule begleitet.

Das Brückenprojekt hat sich bewährt und ist gerade mit Blick auf die Kita-Platz-Situation in Herne ein essentieller Baustein, um Bildungsbiographien von Kindern aus zugewanderten Familien zu unterstützen und zu fördern. Die Fortführung der Teilnahme an dem bestehenden Bundesprogramm bis zum 31.12.2022 ist somit erforderlich.

 

Der Oberbürgermeister

in Vertretung

 

 

Dr. Klee

Stadtdirektor       

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Anlagen:
 

Keine