Ratsinformationssystem

Vorlage - 2020/0973  

Betreff: Vorhabenbezogener Bebauungsplan (VBP) Nr. 29
- Gabelsberger Straße -, Aufstellungsbeschluss
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Lüken, 3008
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Leckscheid, Jörn
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
14.01.2021 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
20.01.2021 
des Ausschusses für Umweltschutz beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
27.01.2021    des Integrationsrates - Die Sitzung wurde abgesagt !      
Bezirksvertretung Eickel Vorberatung
04.02.2021 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel beschlossen   
Haupt- und Personalausschuss Entscheidung
Rat der Stadt Entscheidung
02.03.2021 
des Rates der Stadt (Delegierung auf den Haupt- und Personalausschuss) beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

 

 

Die beschließenden und beratenden Gremien nehmen zur Kenntnis, dass alle Anlagen dieser Beschlussvorlage vollständig zur Verfügung stehen.                

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Beschlussvorschlag:
 

1.  Der Haupt- und Personalausschuss beschließt

 

a) dem Antrag der Vorhabenträgerin vom 11.12.2020 auf Einleitung des Bebauungsplanverfahrens statt zu geben,

 

b) die Aufstellung des VBP Nr. 29 - Gabelsberger Straße - gemäß § 2 Abs. 1 BauGB. Der Bebauungsplan soll im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB ohne Durchführung einer Umweltprüfung gemäß § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt werden, wenn die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind,

 

c) die Verwaltung zum Abschluss des Durchführungsvertrages gemäß § 12 Abs. 1 BauGB zu ermächtigen.

 

2.  Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB.

 

                 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Sachverhalt:
 

 

A. Geltungsbereich

 

Das ca. 6.800 m² große Plangebiet des VBP Nr. 29 - Gabelsberger Straße - liegt im Stadtbezirk Eickel, Stadtteil Wanne-Süd und umfasst das Grundstück zwischen den Bebauungen der Straßen Hauptstraße, Zeppelinstraße, Harkortstraße und Gabelsberger Straße. Der Geltungsbereich umfasst die Flurstücke 216 (tlw.), 217 (tlw.), 228 und 673 (Gemarkung Wanne-Eickel, Flur 54) und wird begrenzt

 

-        im Süden durch die nördlichen Grundstücksgrenzen der Bebauung der Zeppelinstraße,

-        im Westen durch die östlichen Grundstücksgrenzen der Bebauung der Harkortstraße,

-        im Norden durch die südlichen Grundstücksgrenzen der Bebauung der Gabelsberger Straße sowie durch die Gabelsberger Straße selbst und

-        im Osten durch die südwestlichen Grundstücksgrenzen der Bebauung der Hauptstraße.

 

Der Geltungsbereich ist in der zum Beschluss gehörenden Anlage 2 dargestellt.

 

B. Planungsanlass und -erfordernis


Die Vorhabenträgerin Weyers Planungs- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH   hat mit Schreiben vom 11.12.2020 die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gemäß § 12 Abs. 2 BauGB beantragt (siehe Anlage 3). Die Vorhabenträgerin beabsichtigt, die erforderlichen Flurstücke des Vorhabengebietes käuflich zu erwerben.

 

Die Planung sieht eine Neubebauung des südlich der Gabelsberger Straße gelegenen Blockinnenbereichs vor. Dabei sollen drei Baukörper (ein DRK-Seniorenzentrum, ein Mehrgenerationenhaus und ein Wohngebäude mit altengerechten Wohnungen) entstehen, welche sich um einen begrünten Innenhof gruppieren.

 

Das Plangebiet befindet sich im so genannten unbeplanten Innenbereich gemäß § 34 BauGB. Zur planungsrechtlichen Sicherung des konkreten Bauvorhabens im Kontext einer geordneten städtebaulichen Entwicklung ist es erforderlich, den VBP Nr. 29 - Gabelsberger Straße - aufzustellen.

 

C. Allgemeine Ziele und Zwecke der Planung

 

Im Hinblick auf eine nachhaltige städtebauliche Aufwertung des Plangebiets sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Errichtung eines DRK-Seniorenzentrums, eines Mehrgenerationenhauses und eines Wohngebäudes mit altengerechten Wohnungen mitsamt der hierzu erforderlichen Erschließung geschaffen werden. Die Neubebauung dient der Schaffung von zielgruppenspezifischem und altengerechtem Wohnraum im Kontext des demografischen Wandels. Zudem sollen durch die geplanten Wohnformen generationsübergreifende Nachbarschaften gefördert werden, die den Bewohnerinnen und Bewohnern eine hohe Selbstständigkeit und Lebensqualität bis ins hohe Alter ermöglichen können.

Das hier anvisierte Planungsziel stellt zudem eine sinnvolle städtebauliche Ergänzung der überwiegend wohnbaulich genutzten Umgebung dar.

 

 

D. Voraussichtliche Inhalte der Planung

 

Das bauliche Konzept (siehe Anlage 4) beinhaltet die Errichtung eines DRK-Seniorenzentrums, eines Mehrgenerationenhauses und eines Wohngebäudes mit altengerechten Wohnungen.

 

Das DRK-Seniorenzentrum wird zweigeschossig in Massivbauweise auf der Westseite des Grundstücks errichtet und soll 24 ambulant betreute Wohnungen in zwei Wohngruppen sowie die Verwaltung des DRK-Kreisverbandes umfassen.

 

Das Mehrgenerationenhaus wird dreigeschossig in Massivbauweise auf der Ostseite des Grundstücks errichtet und soll 12 familiengerechte Wohnungen als 3,5- und 4,5-Zimmer-Wohnungen umfassen.

 

Das im Süden des Plangebiets gelegene Wohngebäude wird ebenfalls dreigeschossig in Massivbauweise errichtet und soll altengerechte Wohnungen für Ehepaare und Alleinstehende in Form von 15 2,5 Zimmer-Wohnungen umfassen.

 

Die Gebäude werden als barrierefreie Passivhäuser in KfW 40 Plus-Bauweise und mit begrünten Flachdächern ausgeführt. Die Baukörper gruppieren sich um einen begrünten Innenbereich mit Kinderspielplatz. Darunter befindet sich eine Tiefgarage mit den erforderlichen Stellplätzen.

 

Die Erschließung des Plangebiets soll aus nördlicher Richtung von der Gabelsberger Straße mit einem (privaten) Erschließungsstich erfolgen. Die Erschließungsplanung berücksichtigt Flächen für ca. weitere 13 Pkw-Stellplätze. Für den ruhenden Verkehr ist zudem eine Zu- und Abfahrt zur Tiefgarage geplant.

 

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan soll im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB ohne Durchführung einer Umweltprüfung gemäß § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt werden. Im Rahmen des Verfahrens wird geprüft, ob die Voraussetzungen dafür erfüllt werden.

 

 

E. Weitere Vorgehensweise

 

Zum Bauvorhaben wird eine Beratung in einer der kommenden Sitzungen des Gestaltungsbeirates stattfinden.

 

Im Hinblick auf die Umsetzung der Inhalte des vorhabenbezogenen Bebauungsplans wird mit der Vorhabenträgerin ein Durchführungsvertrag geschlossen. Dieser beinhaltet unter anderem dass sämtliche Planungskosten auf die Vorhabenträgerin übertragen werden.
Darüber hinaus regelt der Vertrag, dass die Vorhabenträgerin sämtliche Herstellungs- und sonstige Kosten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Baumaßnahme stehen, trägt.

 

Als nächste Verfahrensschritte sind die Beteiligung der Behörden gemäß § 4 Abs. 1 BauGB und die Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB vorgesehen. Dabei  wird unter anderem die Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung gegeben.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

Friedrichs

  Stadtrat

 

ALLRIS® Office Integration 3.9.2

Anlagen:


1. Übersichtsplan (Lage im Stadtgebiet)

2. Geltungsbereich des Bebauungsplans

3. Einleitungsantrag

4. Entwurf zum Bauvorhaben

                  

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich VBP 29_Anlage 1_Übersichtsplan (Lage im Stadtgebiet) (4956 KB)      
Anlage 2 2 öffentlich VBP 29_Anlage 2_Geltungsbereich des Bebauungsplans (3151 KB)      
Anlage 3 3 öffentlich VBP 29_Anlage 3_Einleitungsantrag (70 KB)      
Anlage 4 4 öffentlich VBP 29_Anlage 4_Pläne und Ansichten (21939 KB)