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Vorlage - 2021/0257  

Betreff: Sanierung Siedlung Hannover
Hier: Einbau eines Asphaltstreifens in die Koloniestraße sowie Auswechslung des Pflasters in den Einmündungen der Siedlung Hannover
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Marc Hellwig
Federführend:FB 53 - Tiefbau und Verkehr Bearbeiter/-in: Gorba-Karwath, Sabine
Beratungsfolge:
Ausschuss für Digitales, Infrastruktur und Mobilität Vorberatung
23.03.2021 
des Ausschusses für Digitalisierung, Infrastruktur und Mobilität beschlossen   
Bezirksvertretung Eickel Entscheidung
25.03.2021 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Eickel beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

 

Finanzielle Auswirkungen in Euro

 

 Teilergebnisplan (konsumtiv)

Produkt

Kontengruppe

Ertrag/Aufwand (-)

Nr.: 5401

Bez.: Öffentliche Verkehrsflächen

Nr.:13

Bez.: Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen

-62.000,00 €

 

 

 

 

 

.

 

Teilfinanzplan (investiv)

Maßnahme

Kontengruppe

Einzahlung/Auszahlung (-)

Nr.:

 

Nr.:

 

 

 

Nr.:

 

 

 

                                  


Beschlussvorschlag:
Die Bezirksvertretung Herne-Eickel beschließt den Einbau eines Asphaltstreifens in die Koloniestraße vor den Häusern Nr. 12 bis Nr. 26 sowie die Auswechslung des Pflasters in den Einmündungen der Siedlung Hannover vorbehaltlich der Mittelbereitstellung im Haushalt.

                                   


Sachverhalt:
Im Jahr 2014 wurden in der gesamten Siedlung Hannover alle Versorgungsleitungen ausgewechselt sowie alle Straßen neu ausgebaut. Aus gestalterischen Gründen wurden die Einmündungsbereiche in die Siedlung sowie die Fahrbahnen im Bereich des zentralen Platzes der Siedlung Hannover mit Betonsteinpflaster 20 cm x 20 cm befestigt und alle anderen Fahrbahnbeläge in Asphalt ausgeführt.

Trotz qualitätsgerechtem Einbau der Pflasterflächen musste in der Siedlung Hannover in den letzten Jahren immer wieder festgestellt werden, dass Schäden am Pflasterbelag in den Bereichen mit hoher Horizontalkraftbelastungen entstehen. Durch Brems- bzw. Anfahrtskräfte werden erst einzelne Pflastersteine aus dem Verbund innerhalb der Pflasterung gelöst, was dann durch weitere Überfahrung zur Lösung vieler Pflastersteine aus dem Verbund führt. Durch die leichte Bewegung der Pflastersteine wird die unter dem Pflaster liegende Bettungsschicht zertrümmert (zermahlen). Durch eindringendes Niederschlagswasser bindet die zertrümmerte Bettungsschicht zu einer betonähnlichen Schicht ab, so dass die Pflastersteine relativ lose auf dieser betonähnlichen Schicht aufliegen und bei Überfahrung laut klappern. Im Extremfall stehen einzelne Pflastersteine aus der Pflasterfläche hervor. Aus der Pflasterung hervorstehende Pflastersteine stellen zusätzlich eine Unfallgefahr dar. Dieses Schadensbild tritt in den Einfahrten zur Siedlung sowie in der Koloniestraße vor den Häusern mit den Nummern 12 bis 26 (siehe Lageplan) auf. In den zurückliegenden Jahren musste hier deutlich erhöhter Straßenunterhaltungsaufwand betrieben werden. Zusätzlich wurde der Bereich in der Koloniestraße bereits einmal komplett erneuert.

Um die Ursache für diese partiell auftretenden Schäden herauszufinden, wurde ein Gutachten bei Herrn Prof. Dr. Radenberg von der Ruhr-Universität Bochum in Auftrag gegeben. Ergebnis des Gutachtens ist die fehlende kraftschlüssige Verbindung der einzelnen Pflastersteine durch die nicht vollständig gefüllten Fugen.

Zwischenzeitlich musste zur Gefahrenabwendung die Aufpflasterung im Kreuzungsbereich Koloniestraße / Hordeler Straße erneuert werden. Dabei wurde das Betonsteinpflaster 20 cm x 20 cm durch ein Betonverbundsteinpflaster (SINPRO) ersetzt. Diese Pflaster zeichnet sich durch seine starke Verbundwirkung zwischen den einzelnen Steinen aus.

Um der besonderen Gestaltung und dem Denkmalschutz gerecht zu werden, wurde mit der Denkmalschutzbehörde der Stadt Herne abgestimmt die schadhafte Pflasterfläche in der Koloniestraße vor den Häusern Nr. 12 bis Nr. 26 durch eine aufgehellte Asphaltfläche zu ersetzten. Die Aufhellung des Asphaltes erfolgt durch das Abschleifen der obersten Bitumenschicht, so dass die Gesteinskörnung des Asphaltes sichtbar wird (Asphalt-Grinding Verfahren). Die Aufpflasterungen der Zufahrten in die Siedlung Hannover werden mit dem SINPRO-Verbundpflaster neu gepflastert.

 

 

 

 

Leistungsumfang

ca. 700 m² Pflaster 20 cm x 20 cm aufnehmen und entsorgen

ca. 320 m² Asphalt nach Belastungsklasse 1,0 gemäß RStO 12.

ca. 320 m² Asphalt abschleifen (Asphalt-Grinding Verfahren)

ca. 380 m² SINPRO-Verbundsteinpflaster neu verlegen

 

 

 

 

Bauzeit/Bauablauf

 

Maßnahmenbeschluss

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

 

Friedrichs

Stadtrat

 

 

 

 

 

                                    


Anlagen:
Lageplan BV Einbau Asphaltstreifen

                                   

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Beschlussvorlage Lageplan BV Einbau Asphaltstreifen (3047 KB)