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Vorlage - 2005/0559  

Betreff: Genehmigungsverfahren nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz -BImSchG-;
hier: Antrag der Firma SASOL Germany GmbH, Werk Herne, auf Erteilung einer Genehmigung zur Änderung des Tanklagers und der MD-Dampfkesselanlage
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Krüwel, 2842
Federführend:FB 54 - Umwelt Bearbeiter/-in: Säger, Susanne
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
31.08.2005 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die Firma SASOL hat bei der Bezirksregierung Arnsberg eine Genehmigung zur Änderung des bestehenden Tanklagers und der MD-Dampfkesselanlage beantragt. Beide Betriebsanlagen gehören als Nebeneinrichtungen zum Anlagenbereich Alkoholherstellung. Die beantragten Änderungen dienen der Emissionsminimierung und der Verbesserung der sicherheitstechnischen Ausrüstung. Das Tanklager dient im Wesentlichen zur Lagerung von Ethanol und Isopropanol.

 

Beantragt wird:

 

o            Anschluss der Tanks an ein neues Gassammelsystem und die Verwertung der bei der Tankatmung anfallenden Abgase in der MD-Dampfkesselanlage (MD = Mitteldruck).

 

o         Einbau von hermetisch dichten Pumpen als Ersatz für bisherige Stoffbuchspumpen (Beseitigung sog. diffuser Emissionsquellen).

 

o            Überlagerung der Tanks mit Stickstoff zur Verbesserung des Explosionsschutzes.

 

o            Verbesserung des Brandschutzes durch Installation einer neuen stationären Schaumlöschanlage für alle Tanks. Die Lagertanks und deren Auffangräume werden mittels neu verlegter Rohrleitungen an die Schaumlöschzentrale angeschlossen.

 

 

 

 

Umweltauswirkungen

 

Luftverunreinigungen

 

Wie bereits ausgeführt, dient ein Teil der beantragten Maßnahmen zur weiteren Emissionsminderung am Standort. Die bei der Befüllung der Tanks oder bei der Tankatmung (Tankatmung = durch äußere Temperatureinflüsse entstehender Druckanstieg im Tankinneren) verdrängte Abluft wurde bisher ins Freie geleitet. Durch das beantragte Abgassammelsystem soll diese Abluft erfasst und in der MD-Dampfkesselanlage mit verbrannt werden. Durch die Mitverbrennung der Abluft, kann entsprechend dem Energiegehalt, der Einsatz von Erdgas reduziert werden. Eine Änderung bei den luftverunreinigenden Emissionen (Menge und Zusammensetzung) ergibt sich durch die Mitverbrennung nicht.

 

 

 

Geräusche

 

Für den Betrieb der neuen Abgassammelsystems wird die Installation von 2 neuen Verdichtern notwendig. Die beiden Verdichter werden aus Schallschutzgründen in das vorhandene Gebäude der bisherigen Schaumlöschzentrale aufgestellt. Für das Vorhaben wurde eine schalltechnische Prognose erstellt. Die prognostizierten Beurteilungspegel liegen, je nach Immissionsort, um 21 bis 26 dB(A) unterhalb des nächtlichen Immissionsrichtwertes von 45 dB(A).Damit hat das Vorhaben keine Auswirkungen auf die Geräuschemissionen des Betriebes.

 

 

 

 

Verkehrsaufkommen

 

Die beantragten Änderungen haben keine Auswirkungen auf das Verkehrsaufkommen.

 

 

 

 

 

Stellungnahme der Verwaltung

 

Einwendungen gegen das beantragte Vorhaben, wurden von Seiten der Verwaltung nicht erhoben. Nebenbestimmungen zur beantragten Genehmigung ergaben sich aus Gründen des Bodenschutzes (Altlasten) und der Abfallwirtschaft.

 

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

(Terhoeven)