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Vorlage - 2006/0053  

Betreff: Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 210
- Logistikpark Schloss Grimberg / ehemaliges Wanit-Gelände -
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Menke
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Menke, Armin
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
07.03.2006 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Bezirksvertretung Wanne Vorberatung
14.03.2006 
der Bezirksvertretung des Stadtbezirks Wanne beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung
21.03.2006 
des Haupt- und Finanzausschusses beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

  1. Der Haupt- und Finanzausschuss beschließt die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 210 -Logistikpark Schloss Grimberg / ehemaliges Wanit Gelände- Stadtbezirk Wanne – gemäß § 2 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23.09.2004 (BGBI. IS. 2414)

 

Der Geltungsbereich des Bebauungsplangebietes ist im Übersichtsplan Maßstab 1:10000 und im Bebauungsplanentwurf Maßstab 1:500 dargestellt.  Das Plangebiet wird im Norden durch den Rhein-Herne-Kanal, im Westen durch das angrenzende Bebauungsplangebiet -„Kanalbereich Unser Fritz“-, im Süden durch die nördliche Begrenzung der Schloßstraße und im Westen/Südwesten durch die Stadtgrenze zur Stadt Gelsenkirchen begrenzt.

 

2.      Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung beschließt die öffentliche Darlegung und Anhörung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB.

 

 

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Die ehemalige Industrieanlage WANIT soll im Rahmen des Nutzungskonzeptes „Last Mile Logistik Park“ in einer Größenordnung von ca. 22 ha für eine logistische / gewerbliche Folgenutzung aktiviert werden.

 

Nachdem die Herstellung von Asbestzementprodukten durch die Firma WANIT im Dezember 1987 eingestellt wurde, hat die Firma DIBAG (Doblinger Industriebau AG, München) diese Fläche im Jahre 1995 mit dem Ziel erworben, in diesem, im Stadtbezirk Wanne peripher gelegenen Bereich neue Gewerbebetriebe anzusiedeln.

 

Der zur Realisierung dieser Absicht zwischen der DIBAG und den Städten Herne und Gelsenkirchen -(ein Teil der Fläche lag zum damaligen Zeitpunkt noch auf Gelsenkirchener Stadtgebiet)- geschlossene Vertrag zur städtebaulichen Neuordnung soll im Zuge des anstehenden Bebauungsplanverfahrens in Verfahrenseinheit aufgehoben werden.

 

Nur wenige Teilflächen im östlichen Bereich des Plangebietes konnten durch die Eigentümerin DIBAG in den vergangenen Jahren vermarktet und einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Von der Stadt Herne wurde, angesichts der Knappheit vermarktungsreifer Gewerbeflächen, das Ansinnen der DIBAG, sich nach rd. 12 Jahren gescheiterter Vermarktungsbemühungen, von dieser Industriebrache wieder zu trennen, im Jahre 2005 zum Anlass genommen, unter Einschaltung ihrer städtischen Beteiligungsgesellschaft  WFG (Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne mbH) die Fläche zu erwerben, um somit die Reaktivierung der Industriebrache WANIT zu beschleunigen.

Der zwischen WFG und DIBAG geschlossen Grundstückskaufvertrag verpflichtet die Voreigentümerin zum Abriss der aufstehenden Gebäude und zur gesetzeskonformen Entsorgung bzw. Verbringung (Sicht- und Lärmschutzwälle) des nicht asbestzementhaltigen Abbruch- und Aushubmaterialsmaterials auf dem Gelände, sowie die Entsorgung asbestzementhaltiger Materialien auf Sondermülldeponien

 

Für den in Kooperation der Städte Gelsenkirchen, Herne und Herten zur Stärkung der Logistikwirtschaft in der Region entwickelten „Last Mile Logistik Park“ ist die Reaktivierung des Standortes WANIT ein vorrangig zu entwickelnder Baustein, der die Möglichkeit schafft das Arbeitsplatzangebot um gut 750 neue Arbeitsplätze zu verbessern und die seit Anfang der 90er Jahre im Standortraum Herne erfolgte Herausbildung des Kompetenzfeldes Logistikwirtschaft weiter zu verbessern.

 

Für die Durchführung der Maßnahme stehen Fördermittel aus dem regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm (RWP) des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung.

 

Im Rahmen der Förderzusage wurde festgehalten, dass die Baumaßnahme, d.h. die Baureifmachung des Geländes einschl. der Herstellung der inneren Erschließung bis Ende Juni 2008 abgeschlossen sein muss. Neben der Zeit für die Bauphase umfasst der Projektzeitraum weitere 5 Jahre für die Vermarktung, so dass die abschließende  Realisierung des Projektes bis Juni 2013 stattgefunden haben muss.

Das Nutzungskonzept für den Planbereich beinhaltet westlich der, in Nord-Süd-Richtung ausgerichteten, gebietsinternen Erschließungstrasse eine logistische Nutzung. Diese Flächen sind demzufolge als Industrie (GI-) Gebiete festgesetzt.

Die östlich dieser Erschließung liegenden Flächen und eine ca. 0,5 ha große Teilfläche im Süden werden als Gewerbe- (GE-) Gebiete festgesetzt.

Nicht in die Wiedernutzung einbezogen sind die Flächen des früheren Absetzbeckens und die Freiflächen im Osten im Bereich der Hochspannungsmasten.

 

Die verkehrliche Anbindung des Standortes „Logistikpark Schloss Grimberg“ an die Autobahn BAB 42, Anschlussstelle Gelsenkirchen-Bismarck, soll neu geordnet werden, um so eine leistungsfähige Anbindung sowohl an das Plangebiet als auch an das ehemalige Zechenareal „Unser Fritz I/IV“ zu gewährleisten.

Das erforderliche Planfeststellungsverfahren wird im ersten Quartal 2006 eingeleitet.

Die Fertigstellung der äußeren Erschließung ist für Jahresmitte 2008 projektiert.

 

Das Bebauungsplangebiet wird wie folgt begrenzt:

 

Im Westen schließt sich auf Gelsenkirchener Stadtgebiet die Fläche des Hafen Grimberg mit gewerblich-industrieller Nutzung an. Zwischen der Hafenfläche und dem Bebauungsplangebiet liegt ein Landschafts- bzw. Naturschutzgebiet mit waldartiger Bestockung, das sich in südlicher Richtung bis zur DB-Bahntrasse erstreckt.

 

Im Norden wird das Plangebiet durch den Rhein-Herne Kanal begrenzt, der zur ehemaligen WANIT-Fläche einen ca. 20 m breiten Gehölzstreifen aufweist.

 

Im Osten grenzt das Plangebiet an den Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 181 -‚Kanalbereich Unser Fritz’-, in welchem die Fläche westlich der Alleestraße zum einen als öffentliche Grünfläche, zum anderen als allgemeines Wohngebiet festgesetzt ist.

 

Im Süden wird das Bebauungsplangebiet durch die nördliche Begrenzung der Schloßstraße begrenzt.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Terhoeven

 

 

 

Anlagen:

Anlagen:

Übersichtsplan Maßstab 1:10000

Bebauungsplanentwurf Maßstab 1:1000

Anlagen:  
  Nr. Status Name    
Anlage 1 1 öffentlich Übersichtsplan BP 210 (163 KB)