Ratsinformationssystem

Vorlage - 2006/0117  

Betreff: Städteregion Ruhr 2030;
Masterplan Ruhr
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Weichmann-Jaeger
Federführend:FB 51 - Umwelt und Stadtplanung Bearbeiter/-in: Grabowski, Andrea
Beratungsfolge:
Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung Vorberatung
07.03.2006 
des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung beschlossen   
Integrationsrat Vorberatung
Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung
21.03.2006 
des Haupt- und Finanzausschusses beschlossen   
Rat der Stadt Entscheidung
04.04.2006 
des Rates der Stadt beschlossen   

Beschlussvorschlag
Sachverhalt

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

 

1.         Der Rat der Stadt Herne nimmt den Sachstand zum Masterplan Ruhr sowie die Broschüre „Masterplan Ruhr“ zur Kenntnis.

2.         Der Rat der Stadt Herne beauftragt die Verwaltung mit der Fortführung des Masterplan-Prozesses.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

1. Ausgangslage

Die acht Städte Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum und Dortmund bilden gemeinsam die Städteregion Ruhr. Auf Grundlage des von den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern der beteiligten Städte unterzeichneten „Stadtregionalen Kontraktes“ vom 06.06.2003 arbeiten sie kooperativ an Projekten für eine abgestimmte Entwicklung des Raumes. Hierzu hatte der Rat der Stadt Herne am 01.04.2003 (Vorlage Nr. 2003.204) einen entsprechenden Beschluss gefasst. Neben der Aufstellung eines regionalen Flächennutzungsplanes gemäß §§ 25 und 26 Landesplanungsgesetz, der von den Städten Duisburg und Dortmund arbeitstechnisch begleitet wird, ist die Entwicklung des Masterplans Ruhr als informelle, prozessorientierte Planungsebene von wesentlicher Bedeutung.

 

Über die jeweiligen Sachstände sowohl des gesamten Prozesses (letztmalig am 15.02.2005 im Rat – Vorlage Nr: 2004/814) als auch insbesondere zum regionalen Flächennutzungsplan (Beschluss des Rates zur Gründung einer Planungsgemeinschaft – Vorlage Nr. 2005/271) wurde im Fachausschuss und im Rat fortlaufend berichtet, bzw. entsprechende Beschlüsse gefasst, soweit dieses erforderlich war.

 

2. Prozess Masterplan Ruhr

Die beteiligten Städte arbeiten seit dem Sommer 2003 intensiv an der Ausgestaltung und Umsetzung des Masterplans Ruhr. Hierzu wurde unter Federführung des Planungsdezernates der Stadt Dortmund eine interkommunale Arbeitsgruppe gebildet, die sich regelmäßig trifft. Der Masterplan Ruhr ist schwerpunktmäßig als Prozess angelegt, durch den nicht nur Beiträge zur Pflege und Weiterentwicklung der regionalen Kooperationskultur in Fragen der räumlichen Planung geleistet, sondern auch Grundlagen für abgestimmte konzeptionelle Überlegungen bereitgestellt werden. Zur besseren Information aller beteiligten Akteure wurden und werden in diesem Zusammenhang u.a. Exkursionen durchgeführt, es gibt Besuche und Vorträge der Dezernenten in den Räten bzw. Fachausschüssen der Nachbarstädte u.a.m. 

 

Inhaltlich konzentriert sich die Arbeit am Masterplan Ruhr in den ersten Schritten auf die Herausarbeitung und Darstellung der gegenwärtigen und zukünftigen Stärken und Qualitäten der Metropole Ruhr in den drei Arbeitsfeldern „Wohnen“, „Städtebauliche Projekte von besonderer Bedeutung“ sowie „Region am Wasser“. Der Masterplan Ruhr fasst wesentliche Grundlagen für die weitere räumliche Entwicklung in den genannten Themenbereichen zusammen („Auftaktbilanz“) und stellt dabei heraus, über welche Stärken die Städteregion Ruhr verfügt und welche Entwicklungspotenziale und Entwicklungsoptionen sich daraus ableiten. Auf Grundlage dieser „Auftaktbilanz“ gilt es, sich über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Strategien, Instrumente und Ziele auszutauschen sowie gemeinsame Positionen zu erarbeiten.

 

Die nun vorliegende Broschüre „Masterplan Ruhr“ ist das Ergebnis des bisherigen fachlichen Austauschs zwischen den Städten. Die Broschüre ist als Entwurf zu betrachten. Sie dient der weiteren Information sowie Diskussion mit allen Interessierten.

 

3. Fortsetzung Masterplan Ruhr

Der Prozess Masterplan Ruhr soll weiterhin konstruktiv Fortsetzung finden. Der nächste Arbeitsschritt beinhaltet in erster Linie die Einladung an alle relevanten Partner und Interessierten, am begonnenen Prozess mitzuwirken. Hierzu dienen:

 

1. Bekanntmachung der Broschüre Masterplan Ruhr. Die Broschüre stellt einen wichtigen Baustein zur weiteren Bearbeitung des Masterplans Ruhr dar und dient als Grundlage für die folgende Diskussion und für den fachlichen Austausch. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz der beteiligten Städte am 03.03.2006 in Bochum soll die Broschüre der Öffentlichkeit präsentiert werden.

 

2. Durchführung und Dokumentation von Veranstaltungen zu den Themen des Masterplans Ruhr: „Region am Wasser“ (am 27.04.2006 in Mülheim an der Ruhr), „Städtebauliche Projekte von besonderer Bedeutung“ (am 03.05.2006 in Dortmund) sowie „Wohnen“ (am 17.05.2006 in Oberhausen). Darüber hinaus können und sollten weitere Veranstaltungen organisiert werden, um den Dialog zum Masterplan Ruhr zu unterstützen.

 

3. Aufbau einer Informationsplattform zum Masterplan Ruhr im Internet. Eine entsprechende Internetadresse ist reserviert und bedarf nun der Ausgestaltung. Neben der Broschüre sollten weitere (Hintergrund-) Informationen zum Masterplan-Prozess zur Verfügung stehen.

 

4. Weitere Ausgestaltung der Kooperationskultur. Dies beinhaltet u.a. die Fortsetzung der Exkursionen und die Besuche/ Vorträge in den Räten (Fachausschüssen) durch die Dezernenten.

 

Die Broschüre wird zum Sitzungstermin als Tischvorlage zur Verfügung gestellt.

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Terhoeven

Stadtrat