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Vorlage - 2006/0144  

Betreff: Bürgerservice Pendlernetz Nordrhein-Westfalen
Status:öffentlichVorlage-Art:öffentliche Beschlussvorlage
Verfasser:Herr Semmelmann - 21 21 -
Federführend:FB 54 - Umwelt Bearbeiter/-in: Rduch, Regina
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
08.03.2006 
des Ausschusses für Umweltschutz beschlossen   

Finanzielle Auswirkungen
Beschlussvorschlag
Sachverhalt
Anlage/n

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 

Finanzielle Auswirkungen: Ausgaben/Einnahmen in €:

 Finanzposition:

 Verw.-/Vermögenshaushalt:

                     2.000,--

                  --

                    --

 

 

 

Beschlussvorschlag:

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Umweltschutz beschließt die Teilnahme am Bürgerservice Pendlernetz NRW. Die Verwaltung wird beauftragt, die notwendigen Vorbereitungen zu leisten.

 

Sachverhalt:

Sachverhalt:

Der Verkehr auf unseren Straßen nimmt ständig weiter zu. Immer mehr Staus und zähfließender Verkehr schaden nicht nur der Umwelt, sondern auch der Volks- und Betriebswirtschaft. Funktionierende Mobilität wird deshalb für Unternehmen und ihre Mitarbeiter, nicht nur auf Grund der steigenden Ölpreise, zu einem wesentlichen Kosten-, Zeit und damit Erfolgsfaktor. Hohes Verkehrsaufkommen und damit Status werden vor allem durch den Weg zum und vom Arbeitsplatz erzeugt. Durch die zunehmend längeren Arbeitswege und stärkere Ausdifferenzierung der Verkehrsströme hat die Bedeutung von Fahrgemeinschaften für Berufspendler erheblich zugenommen. Pendler sind die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die nicht am Arbeitsplatz wohnen, sondern diese im Berufspendelverkehr regelmäßig aufsuchen.

 

Nach Auskunft des Landesamtes für Statistik verlassen 37.300 Pendler mehr oder weniger jeden Morgen Herne und 31.000 pendeln ein. Die meisten von ihnen legen diese Wege mit dem Auto zurück und haben, wenn auch eher zufällig, schon zu Fahrgemeinschaften zusammengefunden. Der größte Teil jedoch fährt alleine. Verschiedene Umfragen haben ergeben, dass die Berufspendler gern mehr Fahrgemeinschaften bilden würden. Bisher fehlte es jedoch an einem nutzbaren überregionalen Vermittlungssystem.

 

Im Rahmen der Lokalen Agenda 21 haben sich interessierte Menschen aus mehreren Städten und Gemeinden des Kreises Kleve Gedanken darüber gemacht. Sie suchten nach Lösungen um die ansteigenden Fahrtkosten sowie das weiter zunehmende Verkehrsaufkommen und damit verbundenen Umweltbelastungen zu senken. Mit Hilfe des Landesumweltministeriums wurde der Bürgerservice Pendlernetz NRW, ein internetgestützter Mitfahrservice für Alltags- und Berufspendler, entwickelt.

 

In eine Eingabemaske auf der Homepage www.nrw.pendlernetz.de werden Start- und Zieladresse, die Fahrtzeit, wahlweise die Optionen männlich / weiblich oder Raucher / Nichtraucher, gern auch spezielle Routenwünsche, E-Mail und Telefonnummer eingegeben.

Je nachdem ob Mitfahrgelegenheiten angeboten oder gesucht werden, prüft das System Übereinstimmungen bei den bereits vorhandenen Daten und stellt diese dem Nutzer zur Verfügung. Die Kontaktaufnahme erfolgt dann wahlweise über E-Mail oder telefonisch. Wer kein Internet hat, kann das Pendlernetz NRW auch über das Telefon nutzen.

 

Für die Nutzung des Systems werden für die Stadt Herne Gebühren in Höhe von 5,88 Euro pro 1.000 Einwohner und Jahr fällig. Wenn das System über die stadteigene Homepage angeboten werden soll, was nach Auskunft der bisheriger Nutzer bei der Suche des Angebotes Vorteile hat, kostet die Anpassung einmalig 750 Euro. Die Bereitstellung der Mittel erfolgt aus der Haushaltsstelle Maßnahmen für Agenda-Projekte.

 

Mittlerweile kann der als Agenda 21 NRW Projekt ausgezeichnete Service in zwölf Kreisen mit 165 Städten und Gemeinden und acht kreisfreien Städten von rund 7,2 Millionen Menschen kostenlos in NRW genutzt werden. Die Verwaltung möchte den Auspendlern aus Herne diesen Bürgerservice anbieten und somit einen weiteren Schritt zur Bürgerstadt Herne machen.

 

 

In Vertretung

 

 

 

(Terhoeven)

Anlagen:

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