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Vorlage - 2006/0159  

Betreff: Bericht über die Auftaktveranstaltung "Agenda-Beirat Herne" am 08.12.2005
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verfasser:Herr Semmelmann, 2121
Federführend:FB 54 - Umwelt Bearbeiter/-in: Säger, Susanne
Beratungsfolge:
Ausschuss für Umweltschutz Vorberatung
08.03.2006 
des Ausschusses für Umweltschutz zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt

Sachverhalt:

Sachverhalt:

 

Am 03.11.2005 fand die konstituierende Sitzung des Agenda-Beirates statt. Neben den Aufgaben und der Arbeitsweise des Beirates wurde der Auftaktworkshop geplant. Dieser fand am 08.12.2005 im Bürgersaal der Akademie Mont-Cenis statt.

 

Schon bei der Begrüßung der über 40 Teilnehmer machte Oberbürgermeister Horst Schiereck deutlich, dass er sich für die Zukunft des Prozesses eine breite Basis und selbsttragende Strukturen wünscht. Dem sollte u. a. dadurch Rechnung getragen werden, dass neben den Beiratsmitgliedern Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen der Wohnungswirtschaft, Verbraucherschutz, Schuldnerberatung, Integration und Gewerkschaften anwesend waren.

 

Wesentliches Ziel dieses Workshops sollte sein, die Arbeitsgrundlage für den Beirat zu entwickeln und zusätzliche Institutionen und deren Erfahrungen mit in den weiteren Agenda-Prozess in Herne einzubeziehen sowie den zukünftigen Handlungsrahmen des Beirates zu gestalten.

 

In der ersten Diskussionsrunde – Ziele 2006 – sollten die Beiratsmitglieder als Hauptdiskutanten erarbeiten, was ist aus ihrer Sicht realistisch am Ende des Jahres erreicht zu haben. Die Nicht-Mitglieder hatten punktuell die Möglichkeit, sich an der Diskussion zu beteiligen und das Gesagte zu ergänzen oder neue Aspekte und Ideen einzubringen. Die so erarbeiteten Ziele wurden dann in einer zweiten Runde, in so genannten Kleingruppen, unter dem Blickwinkel Arbeitsschwerpunkte, Maßnahmen und ggf. Projekte analysiert. Am Ende verständigten sich die Teilnehmer auf Ziele, die in 2006 erreicht werden sollten, bzw. auf langfristige Ziele des Beirates. Im Anschluss daran ging es um die Umsetzung der Ziele mit konkreter Verantwortlichkeit und Zeitangaben.

 

Im Ergebnis konnten die nachfolgend aufgeführten Arbeitsschwerpunkte und Maßnahmen herausgearbeitet werden, die es nun gilt, in den nächsten Beiratssitzungen operational zu bewerten, sie mit Prioritäten zu versehen und in konkreten Projekten umzusetzen.

 

 

 

 

Ziele, Planungen, Maßnahmen für die kommenden Jahre

 

Aufgrund dieser Diskussion verständigen sich die Teilnehmenden auf Ziele, die in einem Jahr erreicht werden sollten, bzw. auf langfristige Ziele der Beiratsarbeit:

 

  • Fairen Handel weiter steigern
  • Integriertes Wohnen stärker unterstützen
  • Ergebnisse des Projektes „Ökologische Stadt der Zukunft“, hier „Visionen Herne 2010+“ in die Arbeit des Beirates
  • Stadtteile stärken
  • soziale Probleme und Arbeitslosigkeit lindern
  • erstes Projekt zum Thema Energie sparen umsetzen
  • ein Pilotprojekt Niedrigenergiehaus auf den Weg bringen
  • Herausgabe einer Agenda-Zeitung und Aufbau eines Internetauftritts
  • Eltern als Vorbild gewinnen (Kindergarten, Schule, Familie)
  • Erziehungskompetenz vermitteln
  • Weiterer Diskussionsbedarf des Themas Ver-/Entsiegelung ist nötig, da es hierzu unterschiedliche Meinungen gibt
  • Gemeinsames Verständnis zu Nachhaltigkeit erarbeiten
  • Überprüfung der Agenda-Arbeit auf ihren Erfolg in 3 – 4 Jahren
  • Indikatoren, Kriterien für erfolgreiche Arbeit entwickeln
  • Stadtentwicklung mit Anforderungen des demografischen Wandels verknüpfen
  • Stadt der kurzen Wege schaffen
  • Menschen für Energieeinsparung gewinnen
  • Soziales Engagement vor Ort stärken

 

 

 

Grundsätze für die Arbeit

 

  • Schaffung einer Beiratsarbeit jenseits der Lobby
  • Bündelung von Themen, Projekten und Maßnahmen
  • Bereits bestehende Arbeit und vielfältige Aktivitäten in Herne durch Vernetzung unterstützen
  • Sicherung einer professionellen Begleitung
  • Kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit, um den Gedanken der Agenda 21 in Herne verständlich und noch bekannter zu machen
  • Agenda-Aktivisten in den einzelnen Gruppen als Förderer und Kontrolleure der Agenda-Ziele einsetzen
  • Nutzung der Fußball-WM als Thema des Globalisierungsgedankens
  • Multiplikationen vor Ort gewinnen
  • Suche nach Multiplikatoren verstärken
  • Partizipation schaffen (z. B. Spielplätze), Beteiligung der Bürger, Identifikation mit dem Stadtteil schaffen
  • Fortschritte in kleinen Schritten besser „verkaufen“, um so Bürger besser zu erreichen
  • Freiräume für Initiativen schaffen
  • Nutzung der Bürgerlokale zur Kommunikation
  • Einbinden der Presse und des Radios
  • Einbeziehung des Einzelhandels
  • Einbringen der Wirtschaft in den Prozess
  • Frage nach der Beschaffung von Geldern lösen

 

 

Die Ergebnisse dieses – aus Sicht der Verwaltung – sehr produktiven Workshops werden die zukünftige Arbeit des Beirates bestimmen.

 

Die Verwaltung geht davon aus, dass die künftigen Schwerpunkte die Arbeit des Beirates in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Umweltschutz vorgestellt werden.

 

 

Der Oberbürgermeister

In Vertretung

 

 

 

Terhoeven